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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachrichten: News«

Opern von der Stange

01.04.06 (Rainer Nonnenmann) -

Es ist erstaunlich, wie viele Auftragswerke und Premieren die Stadt- und Staatstheater hierzulande trotz klammer Haushalte dennoch Spielzeit für Spielzeit zustande bringen. Indes sagt die schiere Menge an Neuproduktionen wenig über die Qualität der Aufführungen und die Substanz, Originalität, Eigenständigkeit und Tragfähigkeit der neuen Werke. Hinter manchem Namen und Titel der anhaltenden Opern-Hausse verbergen sich altbekannte Themen und pseudomoderne Leichtgewichte, von denen sich mutlose Intendanten ein mit ihrem Haus, Personal, technischen Apparat und Publikum einigermaßen verträgliches Musiktheater versprechen, das handzahme Kompromisskandidaten liefern und das prompt durchfällt. Aber nächstens kann alles anders werden: Benjamin Schweitzer greift mit seinem Einakter „Dafne“ nach Martin Opitz in Text und Sujet auf den barocken Beginn der Gattung zurück, indem er am erbaulichen Götter- und Hirtenspiel unterschwellige Bedrohungen durch den Dreißigjährigen Krieg freilegt. Die „Musicalische Comoedie“ ist ein Auftragswerk des Konzerthauses Berlin und wird am 3. April erstmals konzertant in der Elisabeth-Kirche in Berlin Mitte aufgeführt. Am 7. April folgt die Uraufführung von Jan Müller-Wielands „Der Held der westlichen Welt“ an der Oper Köln in der Inszenierung von Karoline Gruber. Die dreiaktige „komische Oper“ folgt Motiven von John Millington Synges gleichnamigem irischem Schauspiel in der Übersetzung von Annemarie und Heinrich Böll.

Wege zu Mozart

01.04.06 (Susanne Geißler) -

Die Sommerresidenz der preußischen Könige reiht sich in den Reigen innovativer musikalischer Zentren durch-aus selbstbewusst ein, wirkten hier doch Musiker wie Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Joachim Quantz, die mit ihren Werken wie mit ihren Instrumentalschulen für Tasteninstrument schulebildend wirkten und damit mit Leopold Mozarts Violinschule korrespondierten. Auch die nächste Musikergeneration mit den Brüdern Duport, J.F. Reichardt und der Musikerfamilie Benda, aber auch Komponisten wie Ditters von Dittersdorf und Luigi Boccherini, die mit Potsdam eng in Verbindung standen, gehörten zur damaligen Avantgarde.

Mediale Rückkoppelung: der Mensch hinter der Aussage

01.04.06 (Johannes Radsack) -

Zur Musikmesse 2006 stellt der Con-Brio Verlag eine innovative Internetplattform vor: nmzMedia. Ab sofort kann man unter der Adresse http://media.nmz.de auf das nmz-Internetfernsehen zugreifen. Das Programm ist breit gefächert und reicht von Video-Mitschnitten verschiedener Radiosendungen über Audiofeatures und aktuelle Artikel bis hin zu Diskussionen und anderen Projekten. Die Schwerpunkte sind wie bei Print und dem bisherigen Internetangebot die Themen Musik, Kultur und Politik.

Wege im Pluralismus der Gegenwartsmusik

01.03.06 (Jörn Peter Hiekel) -

Unter dem Stichwort „Orientierungen. Wege im Pluralismus der Gegenwartsmusik“ sucht die diesjährige Frühjahrstagung des Darmstädter Instituts für Neue Musik und Musikerziehung (INMM) in der Darmstädter Akademie für Tonkunst nach einer umfassenden Standortbestimmung der Gegenwartsmusik und zugleich nach Möglichkeiten ihrer schlüssigen Vermittlung. Es sollen Perspektiven und Erfahrungsmöglichkeiten diskutiert werden, die dazu angetan sein könnten, aus einem von Beliebigkeit geprägten Pluralismus herauszuführen, denkbare Wege im Dickicht der durch Jürgen Habermas zum Schlagwort gewordenen „Neuen Unübersichtlichkeit“ unserer Gegenwartskultur.

Kölner MaerzMusik

01.03.06 (Rainer Nonnenmann) -

Das Festival für aktuelle Musik „MaerzMusik“ spielt dieses Jahr nicht wie sonst in Berlin, oder jedenfalls nicht ausschließlich dort. Auch die einstige Welthauptstadt der neuen Musik nach dem Zweiten Weltkrieg Köln hat anderes als nur Kleinkrieg, Klüngel, Kirchen, Karneval zu bieten. Das beweisen diesen Monat die Konzertprogramme mehrerer Kölner Institutionen, Spielstätten und Ensembles, die unabhängig voneinander über die Stadt verteilt ein veritables neue Musik-Festival veranstalten, das nur deshalb wenig überregionale und kaum internationale Ausstrahlung erreicht, da es nicht als eine Großveranstaltung beworben und berichtet wird.
Den Anfang macht das seit drei Jahren in Köln ansässige Landesensemble musikFabrik NRW mit einem weiteren Konzert im Rahmen seiner Reihe im großen Sendesaal des WDR, bei dem am 3. März erstmals Philippe Boesmans „Sextuor à clavier“ und die Neufassung von Richard Barretts „Illumier les temps“ zu hören sind.

Maulwerker und Goldkehlchen

01.02.06 (Rainer Nonnenmann) -

Während Lied- und Chorgesang vor und nach 1945 infolge massiver ideologischer Belastungen als Inbegriff dumpfer musikalischer Reaktion galten, besann sich die junge internationale Nachkriegsavantgarde in den 50er-Jahren auf die Geburt der Musik aus dem Geiste des Gesangs und schuf auf der Grundlage konkreter Sprachlaute und Artikulationsweisen sowie Dank der Unterstützung experimentierfreudiger Ensembles eine neuartige Vokalmusik im schillernden Zwischenbereich von Klang, Affekt, Bedeutung und Sprache, in dem sich die Neue Musik bis heute besonders produktiv zeigt.

Nachrichten aus der neuen musikzeitung 2005/12:

01.12.05 () -

Ach Mozart!?

01.12.05 (Rainer Nonnenmann) -

Aus Alt mach Neu

01.11.05 (Rainer Nonnenmann) -

Rückgriffe auf bereits bestehende Musik waren lange Zeit selbstverständlich. Erst mit dem um 1800 aufkommenden romantischen Werk- und Genie-Begriff wurden sie zu Sonder- und Problemfällen. Nach der gründlichen Demontage dieser Ästhetik im Laufe des 20. Jahrhunderts häufen sie sich wieder und nehmen unterschiedlichste Gestalten an als Adaptionen, Bearbeitungen, Arrangements, Kontrafakturen, Parodien, Hommagen, komponierte Kommentare und instrumentierte Analysen.

Nachrichten aus der neuen musikzeitung 2005/10:

01.10.05 () -
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