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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachrichten: News«

Modellpflege

01.11.03 () -

Steinbergs Software-Synthesizer D’cota gehört bekanntlich zur Luxusklasse digital/analoger Software-Synthesizer. Jatzt haben die Hamburger ihn noch einmal verbessern können. Mit dem neu erschienenen Update bekommt der D’cota ein technisches und klangliches Facelifting verpasst.

Der schwarze Mann des Country ist tot

01.10.03 (Viktor Rotthaler) -

Er war der „Man in Black“: Johnny Cash. Und er war eine der „Stimmen“ Amerikas, wie Frank Sinatra, Elvis Presley oder Bob Dylan. Um seine Kunst zu verstehen, muss man zurückgehen in die Roaring Twenties, als die ersten Country Music-Aufnahmen entstanden. Damals setzten die legendäre Carter Family und der jodelnde Jimmie Rodgers die hohen Standards der „Hillbilly Music“, wie sie noch genannt wurde. Als diese Musik im Jahre 2000 durch den Coen-Brothers-Film „O Brother, Where Art Thou?“ wiederentdeckt wurde, merkte dazu der Cash & Country-Fan Franz Dobler treffend an: „Die Musik ist von gestern, der Sound nicht mehr von unserer Welt. Aber der Drive, die Art zu singen, die Songs und das, was sie zu sagen haben, wurden am Anfang des dritten Jahrtausends plötzlich so überraschend beliebt wie der kubanische Son des Buena Vista Social Club.“ Ein verlorener musikalischer Kontinent war plötzlich wieder am Horizont aufgetaucht, der Lichtjahre entfernt schien vom zeitgenössischen Nashville-Sound. Johnny Cash war mit diesem Kontinent immer verbunden gewesen – auch durch seine Heirat mit June Carter.

Nachrichten aus der neuen musikzeitung

01.10.03 () -

Nachklänge nach der Kompositionswerkstatt

Die „Kompositionswerkstatt Schloss Weikersheim“, Höhepunkt des von der JMD jährlich durchgeführten „Bundeswettbewerbs Komposition“, hatte im August eine besondere Gastdozentin: Charlotte Seither, die soeben erst bestellte Weikersheimer Stadtkomponistin. Die neue musikzeitung interessierte sich für die spannende Wiederbegegnung der jungen Komponistin mit ihren frühen Wurzeln.

Der effektive Praxistest für junge Komponisten

01.09.03 () -

Angesichts der Tatsache, dass junge Komponisten, Interpreten und Musikologen immer weniger Gelegenheit finden, die Resultate ihrer Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, etablierte Reinhard Oehlschlägel – damals Redakteur für Neue Musik beim Deutschlandfunk Köln – im Jahr 1996 eine Veranstaltungsform, die jungen Musikern und Wissenschaftlern ein Forum der Präsentation und des Austauschs bieten sollte. Das Nachwuchsforum der Gesellschaft für Neue Musik, das seither sechsmal durchgeführt wurde, bietet der jungen Generation die Möglichkeit, die erworbenen Fähigkeiten im konkreten praktischen Kontext anzuwenden und zu überprüfen sowie in der Zusammenarbeit mit Experten ihre Kenntnisse und Ideen weiterzuentwickeln.

Die Einsamkeit des Dirigenten vor dem Orchester

01.09.03 (Mathias Nofze) -

Vormittägliche Probe in der Beethovenhalle in Bonn: Auf den Pulten des „BOB“, des Beethovenorchesters Bonn liegt Antonin Dvoraks Sinfonische Dichtung „Die Mittagshexe“. Vor dem Ensemble steht der junge, aus Tallin in Estland stammende Dirigent Mihkel Kütson. Er hat nur noch diese Probe, um Details zu verbessern, am Klang zu feilen oder schlagtechnische Unklarheiten zu beseitigen. Für übermorgen, Freitag, ist das Abschlusskonzert des „Dirigentenforums“ angesetzt. „Sehr viel Vibrato auf das Pizzicato“, verlangt Kütson einmal, danach muss die klangfarbliche Tönung von Piccoloflöte und Röhrenglocke abgestimmt werden und ein anderes Mal ist der Anschluss von Ersten und Zweiten Violinen noch nicht „perfekt“. So probt sich Kütson im Wechsel von filigraner Detailarbeit und dem Durchspielen längerer Passagen von hinten nach vorne durch das Stück. Fast unmerklich schleicht sich während der Probe Peter Gülke, ehemals Generalmusikdirektor der Wuppertaler Sinfoniker, danach Professor für Dirigieren an der Freiburger Musikhochschule, mitten ins Orchester und beobachtet die Körpersprache des Probanden am Dirigentenpult. Peter Gülke zählt zum Kreis erfahrener Dirigenten, mit denen der Deutsche Musikrat im Rahmen seines Förderprogramms „Dirigentenforum“ zusammenarbeitet. In diesem Projekt erhalten junge Dirigenten die Möglichkeit, mit renommierten Dirigenten und zirka vierzig Spitzenorchestern in ganz Deutschland zusammenzuarbeiten. Die Teilnehmer durchlaufen mehrere Förderstufen, am Ende kann die Auszeichnung „Preisträger des Dirigentenforums“ stehen. Als Mentoren hat der DMR immer wieder namhafte Persönlichkeiten wie Fabio Luisi, Claus Peter Flor oder Roger Norrington gewinnen können – und eben Peter Gülke. Er ist ein Mann der leisen Töne, des unaufdringlichen, gleichwohl klaren Urteils, auch mit Blick auf die eigene Zunft: „Schaumschläger gibt es in diesem Metier genug.“

Die Münchener Gesellschaft für Neue Musik

01.07.03 (Reinhard Schulz) -

Münchener Musikgeschichte verläuft wohl immer etwas anders. Oft hinken hier Institutionen lange Zeit hinter dem allgemeinen Level hinterher, dann wieder setzt fast sprunghaft ein Auf- oder Überholvorgang ein. Im eher konservativen Ambiente, so scheint es, stauen sich manchmal Kräfte, die sich dann plötzlich entladen. Das war 1860 so, als Wagner die Stadt für seine utopischen Entwürfe nutzte, um 1900, als München zur Bruckner- und Mahlerstadt wurde, und kurz vor 1930 etablierte sich hier eine Szene der Neuen Musik, die als führend in ganz Deutschland angesehen wurde.

Sommertheater

01.07.03 (Rainer Nonnenmann) -

Seit Jahren boomt die Produktion neuer Musiktheaterwerke. Den Anfang des diesjährigen Opern-Sommers macht am 6. Juli Beat Furrers „invocation“ unter der Leitung des Komponisten und in der Inszenierung von Christoph Marthaler am Züricher Theater im Schiffbau. Wie in seiner letzten Oper „Begehren“, die während der RuhrTriennale am 17. September in der Bochumer Jahrhunderthalle zur deutschen Erstaufführung gelangt, verwendet Furrer auch hier Texte von Ovid und Cesare Pavese sowie von Marguerite Duras.

Kurse für Musikvermittler

01.07.03 () -

Im Rahmen der Meisterkurse der Emsbürener Musiktage findet in der Zeit vom 19.–26. Oktober 2003 erstmalig ein Kurs zur Konzertmoderation und Musikvermittlung statt. Er richtet sich an Musikstudierende und Absolventen/-innen aller Studienrichtungen, die sich für neue Formen der Musikvermittlung im Konzert interessieren. Davon ausgehend, dass sich das allgemeine Konzertleben zunehmend neuen Herausforderungen stellen muss, gilt es, erweiterte Hörsituationen zu schaffen, die dem Publikum neue Anknüpfungsmöglichkeiten an das Geschehen auf der Bühne bieten. Konkret heißt dies:

Chance für junge Kreativität

01.06.03 (Ulrich Wüster) -

„Carmen“ – die „spanische“ Oper par excellence im Renaissance-Schlosshof zu Weikersheim. Was kann an einem viel gespielten Werk neu faszinieren, und zwar im Sinne der Jeunesses Musicales? Um es gleich zu sagen: immer und immer wieder die kreative Kraft junger Talente. Carolyn Sittig ist so ein Glücksfall. Sie studierte Musiktheaterregie in Hamburg bei Götz Friedrich, inszenierte nach Assistenzen bei Harry Kupfer, John Dew und Jean-Pierre Ponnelle unter anderem Salieris „Prima la Musica“ in Dresden, den „Freischütz“ bei den Schlossfestspielen Zwingenberg und Rossinis „Barbier von Sevilla“ in Bremen. Sie ist Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude. Weikersheim ist Herausforderung und Chance zugleich, frei von den Zwängen eines Hauses mit begeisterten, kongenialen jungen Kolleginnen und Kollegen einen großen Opernstoff neu zu beleuchten.

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