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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachruf«

Nachrufe aus dem Kulturleben

Von Paris über Cherbourg nach Hollywood

28.02.19 (Viktor Rotthaler) -
Er war eine französische Musikikone: Michel Legrand. Ein großer Melodiker wie George Gershwin oder Burt Bacharach, hat er den melancholischen „Sound“ des französischen Kinos der 60er-Jahre wie kein zweiter geprägt. Für drei seiner Hollywood-Musiken gab es Oscars: für den Evergreen „The Windmills Of Your Mind“, „Summer of ’42“ und Barbra Streisands „Yentl“.

Musikalische Vaterfigur

27.02.19 (jmk) -
Es gab eine Zeit, da verging kaum ein Tag, an dem man im Bayerischen Rundfunk nicht den Namen Hans Stadlmair hörte. Kein Wunder, über 500 Aufnahmen sind unter seiner Leitung für den BR entstanden. Viele davon stammen von „seinem“ Münchener Kammerorchester.

„Es geht darum, wahrhaftig zu sein“

27.02.19 (Hannah Schmidt) -
Diese Interpretationen machen süchtig: Es ist 19 Jahren her, da spielte Jean Guillou an seinem Instrument in der Pariser Kirche Saint Eustache das gesamte Bach‘sche Orgelwerk ein – zehn Konzerte in wenigen Wochen, zu denen das ganze Viertel kam. Man presste die eher dürftig abgenommene Musik ohne nachträgliche Schnitte und tonmeisterliche Politur auf zwölf CDs – der tosende Applaus nach jedem Werk ist mit drauf, knackende Kirchraum-Geräusche und kleinste Unsauberkeiten, die der damals 70-jährige Guillou seinen Fingern und Füßen nicht mehr verbot. Es sind die wahrscheinlich virtuosesten Bach-Einspielungen auf einer Orgel, die es gibt: sensationell musikalisch und extrem libertär.

Vierhändig

30.01.19 (Eckart Rohlfs) -
Seine Studienjahre verbrachte er am Klavier in Weimar und beendete sie in Lausanne mit dem „Examen de virtuosité“. Die damals noch junge „Jeunesses Musicales“ wurde auf ihn aufmerksam, als er 1956 die Wettbewerbe in Barcelona und Monza gewann. So wurde er einer der ersten von den Jeunesses Musicales geförderten jungen Solisten.

Der eloquente Wotan

30.01.19 (Juan Martin Koch) -
Seine erste Bühnenrolle war auch seine letzte: 1949 hatte der Bassbariton Theo Adam, 1926 in Dresden geboren, sein Bühnendebüt als Eremit in Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ an der Semperoper gegeben. Mit dieser Partie verabschiedete er sich 2006 am selben Haus auch vom Opernpublikum.

Rückblick auf ein gelebtes Medien-Märchen

30.01.19 (Hans-Jürgen Linke) -
Im Dezember 2018 ist der Musikkritiker und Publizist Hans-Klaus Jungheinrich gestorben, der von 1968 bis 2003 Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Rundschau war und zum immer noch nachhallenden Ruf dieses Ressorts und dieser Zeitung Erhebliches beigetragen hat. Jungheinrich war zudem Mitherausgeber der Zeitschrift „Musica“, Veranstalter von Symposien zu Komponisten der Gegenwart, dazu Autor und Herausgeber einer stattlichen Zahl von Büchern über Komponisten, Neue Musik, Musiktheater und über das Dirigeren.

Musik als Lebens- und Überlebensmittel

30.01.19 (Burkhard Egdorf) -
Der 1946 in Wuppertal geborene Komponist Ulrich Leyendecker war ein produktiver, unangepasster Komponist und ein mehr als geschätzter Lehrer. Er hinterlässt einen großen Kreis von ehemaligen Schülern, mit denen er häufig über Jahre hinweg freundschaftlich verbunden war; denn Ulrich Leyendecker dachte nicht in hierarchischen Kategorien.

Chabadabada!

13.12.18 (Viktor Rotthaler) -
In den Sixties haben vier große französische „Pärchen“ das europäische Kino entscheidend geprägt: Delerue & Truffaut, Legrand & Demy, Jarre & Lean und Francis Lai & Claude Lelouch. Begonnen hatte der 1932 in Nizza geborene Komponist Francis Lai als Akkordeonist von Edith Piaf. Nach ihrem Tod schrieb er unter anderem Chansons für Yves Montand („La Bicyclette“). Es war der Sänger Pierre Barouh, der ihn dem jungen Filmregisseur Claude Lelouch vorstellte. Lelouch stand am Anfang seiner Karriere und verpflichtete Lai für sein nächstes Projekt „Un homme et une femme“.

Kunstbewusstsein und Praxisbezug

29.11.18 (Matthias Pannes) -
Rolf Fritsch ist tot. Ein Meister des Wortes, gebildet in vielen Bereichen, nicht nur der Musik, sondern auch in Literatur, Kunst und vielem mehr. Ein politisch denkender Mensch, ein Vertreter klarer Positionen, ein Meister der Vermittlung. Und nicht zuletzt ein Connaisseur kulinarischer Hochkultur.

Der Initiator

23.11.18 (Jan Müller-Wieland) -
Der Mitgründer des Ensemble Modern und ehemalige Präsident der IGNM (1980–83), Friedhelm Döhl, starb Ende September mit 82 Jahren. Als Lübecker Kompositionsprofessor internationalisierte er die dortige Musikhochschule maßgeblich. Er war ein Kunst-Kenner, ein sehr guter Pianist und ein skurril-undogmatischer Lehrer.
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