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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachruf«

Nachrufe aus dem Kulturleben

Es war einmal in Hollywood

30.05.19 (Viktor Rotthaler) -
Sie war eine der ganz großen Hollywood-Ikonen des 20. Jahrhunderts: Doris Day. Geliebt und belächelt gleichermaßen, von Publikum und Kritik. Drei Songs erklingen sofort bei ihrem Namen: „Sentimental Journey“, „Que Sera, Sera“ und „Pillow Talk“. Vom Anfang ihrer Plattenkarriere Mitte der vierziger Jahre bis in die späten sechziger Jahre war sie „Columbia Records Artist“, wie die Streisand und Bob Dylan. Und wie Frank Sinatra begann sie bei einer Big Band, bei Les Brown & His Orchestra. Und weil ihre Filme bis heute in „heavy rotation“ auf allen Fernsehsendern laufen, haben sie viele Generationen immer wieder für sich entdecken können, wie Marlene, die Monroe oder Romy.

Die wahre Art zu vermitteln

30.05.19 (jmk) -
Schütz, Bach, Brahms: Die Musik, die für die Trauerfeier ausgesucht worden war, spiegelte einige der Vorlieben und Forschungsschwerpunkte Wolfgang Horns wieder. Der Akademiker, der seit 2002 den Lehrstuhl für Musikwissenschaft der Universität Regensburg innehatte, war am 7. Mai im Alter von 63 Jahren verstorben. Die Betroffenheit über seinen plötzlichen, unerwarteten Tod war den mitwirkenden Studierenden anzusehen.

Seismograph seiner Zeit

30.05.19 (Albrecht Dümling) -
Dass Georg Katzer einmal eine der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik in Deutschland werden würde, war zunächst nicht zu erwarten gewesen. Aus Schlesien, wo er 1935 geboren wurde, musste die Familie bei Kriegsende in Richtung Westen fliehen. In den von ihm besuchten Schulen gab es keinen Musikunterricht.

Keine Angst vor Tonalität

07.05.19 (Tobias PM Schneid) -
„Ich kann nichts anderes sagen, als dass ich buchstäblich nur das zu Papier bringe, das, würde ich es nicht tun, mich zersprengte.“ Spannt man einen großen Bogen vom unerbittlich, nahezu brutalen Anfang von Heinz Winbecks erster Sinfonie „Tu solus“ hin zu dem in großer Ruhe und innerem Frieden endenden Finalsatz seiner – bewusst als letztes sinfonisches Werk konzipierten – Fünften, werden einem schlagartig und existentiell die ungeheuren Dimensionen verdeutlicht, die diese fünf monolithischen, und in ihrer Aussagekraft einzigartigen Sinfonien beinhalten.

Winnetous Hausmusikus

03.05.19 (Viktor Rotthaler) -
Drei große Unterhaltungskomponisten haben in den sechziger Jahren den Sound der Bundesrepublik geprägt: Bert Kaempfert, Peter Thomas und Martin Böttcher. Alle drei hatten ihren ganz eigenen Kino-Sound: Kaempfert orchestrierte das deutsche „Wunderland bei Nacht“, Thomas schuf die Gruselmusik für die Edgar-Wallace-Reihe und Böttcher war der Hauskomponist von Winnetou.

Bitte keine Mollakkorde!

30.03.19 (Viktor Rotthaler) -
Er gehörte zur Generation des so genannten „Silver Age“ der Filmmusik: André Previn. Zwei Jahrzehnte lang, von der Mitte der 40er-Jahre an bis in die frühen Sixties hinein hatte er den Hollywood-Sound seines Hausstudios M-G-M entscheidend mitgeprägt. Für seine Bearbeitungen vier klassischer Musicals hat ihn die „Academy“ innerhalb weniger Jahre mit einem Oscar ausgezeichnet: „Gigi“, „Porgy and Bess“, „Irma La Douce“ und „My Fair Lady“. Er hat die großen Auftritte von Lassie genauso gewissenhaft orchestriert wie Spencer Tracys moralischen Feldzug gegen die Bösen in der „Stadt der Angst“.

Solist, Kammermusiker und Lehrer

30.03.19 (nmz-red) -
Ob Sololiteratur oder Kammermusik, der Klarinettist Wolfgang Meyer war in beiden Welten zuhause. Mit seiner Schwester Sabine Meyer und seinem Schwager Reiner Wehle spielte er im Trio di Clarone. Mit dem Jazz-Saxophonisten Peter Lehel hat er sechs Alben eingespielt, bis zuletzt stand er mit ihm zusammen auf der Bühne.

Nicht Bach, sondern Play Bach

30.03.19 (Andreas Kolb) -
„Jacques Loussier spielt Play Bach“ – die Spötter machten aus diesem Albumtitel „Jaques Loussier macht Reibach“ und spielten damit auf den immensen kommerziellen Erfolg der für heutige Ohren gefällig wirkenden Bach-Verjazzungen Loussiers an. Man vergisst jedoch heute gerne, dass das Klassikpublikum es als skandalös empfand, was Loussier da mit ihrem Säulenheiligen J.S. Bach auf offener Bühne anstellte. Doch aus Hass wurde Liebe: Rund sechs Millionen verkaufte Alben seit 1959 und ausverkaufte Konzertsäle belegen eine Popularität, die auch einem Popmusiker zur Ehre gereichen würde.

Der große Zeitgenosse

30.03.19 (Juan Martin Koch) -
Als Michael Gielen im Jahr 2005 unter dem Titel „Unbedingt Musik“ seine Erinnerungen veröffentlichte, konnte er mit einer gewissen Gelassenheit auf sein Leben und seine künstlerische Tätigkeit zurückblicken.

Von Paris über Cherbourg nach Hollywood

28.02.19 (Viktor Rotthaler) -
Er war eine französische Musikikone: Michel Legrand. Ein großer Melodiker wie George Gershwin oder Burt Bacharach, hat er den melancholischen „Sound“ des französischen Kinos der 60er-Jahre wie kein zweiter geprägt. Für drei seiner Hollywood-Musiken gab es Oscars: für den Evergreen „The Windmills Of Your Mind“, „Summer of ’42“ und Barbra Streisands „Yentl“.
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