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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachruf«

Nachrufe aus dem Kulturleben

Bitte keine Mollakkorde!

30.03.19 (Viktor Rotthaler) -
Er gehörte zur Generation des so genannten „Silver Age“ der Filmmusik: André Previn. Zwei Jahrzehnte lang, von der Mitte der 40er-Jahre an bis in die frühen Sixties hinein hatte er den Hollywood-Sound seines Hausstudios M-G-M entscheidend mitgeprägt. Für seine Bearbeitungen vier klassischer Musicals hat ihn die „Academy“ innerhalb weniger Jahre mit einem Oscar ausgezeichnet: „Gigi“, „Porgy and Bess“, „Irma La Douce“ und „My Fair Lady“. Er hat die großen Auftritte von Lassie genauso gewissenhaft orchestriert wie Spencer Tracys moralischen Feldzug gegen die Bösen in der „Stadt der Angst“.

Solist, Kammermusiker und Lehrer

30.03.19 (nmz-red) -
Ob Sololiteratur oder Kammermusik, der Klarinettist Wolfgang Meyer war in beiden Welten zuhause. Mit seiner Schwester Sabine Meyer und seinem Schwager Reiner Wehle spielte er im Trio di Clarone. Mit dem Jazz-Saxophonisten Peter Lehel hat er sechs Alben eingespielt, bis zuletzt stand er mit ihm zusammen auf der Bühne.

Nicht Bach, sondern Play Bach

30.03.19 (Andreas Kolb) -
„Jacques Loussier spielt Play Bach“ – die Spötter machten aus diesem Albumtitel „Jaques Loussier macht Reibach“ und spielten damit auf den immensen kommerziellen Erfolg der für heutige Ohren gefällig wirkenden Bach-Verjazzungen Loussiers an. Man vergisst jedoch heute gerne, dass das Klassikpublikum es als skandalös empfand, was Loussier da mit ihrem Säulenheiligen J.S. Bach auf offener Bühne anstellte. Doch aus Hass wurde Liebe: Rund sechs Millionen verkaufte Alben seit 1959 und ausverkaufte Konzertsäle belegen eine Popularität, die auch einem Popmusiker zur Ehre gereichen würde.

Der große Zeitgenosse

30.03.19 (Juan Martin Koch) -
Als Michael Gielen im Jahr 2005 unter dem Titel „Unbedingt Musik“ seine Erinnerungen veröffentlichte, konnte er mit einer gewissen Gelassenheit auf sein Leben und seine künstlerische Tätigkeit zurückblicken.

Von Paris über Cherbourg nach Hollywood

28.02.19 (Viktor Rotthaler) -
Er war eine französische Musikikone: Michel Legrand. Ein großer Melodiker wie George Gershwin oder Burt Bacharach, hat er den melancholischen „Sound“ des französischen Kinos der 60er-Jahre wie kein zweiter geprägt. Für drei seiner Hollywood-Musiken gab es Oscars: für den Evergreen „The Windmills Of Your Mind“, „Summer of ’42“ und Barbra Streisands „Yentl“.

Musikalische Vaterfigur

27.02.19 (jmk) -
Es gab eine Zeit, da verging kaum ein Tag, an dem man im Bayerischen Rundfunk nicht den Namen Hans Stadlmair hörte. Kein Wunder, über 500 Aufnahmen sind unter seiner Leitung für den BR entstanden. Viele davon stammen von „seinem“ Münchener Kammerorchester.

„Es geht darum, wahrhaftig zu sein“

27.02.19 (Hannah Schmidt) -
Diese Interpretationen machen süchtig: Es ist 19 Jahren her, da spielte Jean Guillou an seinem Instrument in der Pariser Kirche Saint Eustache das gesamte Bach‘sche Orgelwerk ein – zehn Konzerte in wenigen Wochen, zu denen das ganze Viertel kam. Man presste die eher dürftig abgenommene Musik ohne nachträgliche Schnitte und tonmeisterliche Politur auf zwölf CDs – der tosende Applaus nach jedem Werk ist mit drauf, knackende Kirchraum-Geräusche und kleinste Unsauberkeiten, die der damals 70-jährige Guillou seinen Fingern und Füßen nicht mehr verbot. Es sind die wahrscheinlich virtuosesten Bach-Einspielungen auf einer Orgel, die es gibt: sensationell musikalisch und extrem libertär.

Vierhändig

30.01.19 (Eckart Rohlfs) -
Seine Studienjahre verbrachte er am Klavier in Weimar und beendete sie in Lausanne mit dem „Examen de virtuosité“. Die damals noch junge „Jeunesses Musicales“ wurde auf ihn aufmerksam, als er 1956 die Wettbewerbe in Barcelona und Monza gewann. So wurde er einer der ersten von den Jeunesses Musicales geförderten jungen Solisten.

Der eloquente Wotan

30.01.19 (Juan Martin Koch) -
Seine erste Bühnenrolle war auch seine letzte: 1949 hatte der Bassbariton Theo Adam, 1926 in Dresden geboren, sein Bühnendebüt als Eremit in Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ an der Semperoper gegeben. Mit dieser Partie verabschiedete er sich 2006 am selben Haus auch vom Opernpublikum.

Rückblick auf ein gelebtes Medien-Märchen

30.01.19 (Hans-Jürgen Linke) -
Im Dezember 2018 ist der Musikkritiker und Publizist Hans-Klaus Jungheinrich gestorben, der von 1968 bis 2003 Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Rundschau war und zum immer noch nachhallenden Ruf dieses Ressorts und dieser Zeitung Erhebliches beigetragen hat. Jungheinrich war zudem Mitherausgeber der Zeitschrift „Musica“, Veranstalter von Symposien zu Komponisten der Gegenwart, dazu Autor und Herausgeber einer stattlichen Zahl von Büchern über Komponisten, Neue Musik, Musiktheater und über das Dirigeren.
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