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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachruf«

Nachrufe aus dem Kulturleben

Geiger, Philharmoniker und Hochschulehrer

01.05.17 (nmz-red) -
Am 30. März 2017 starb nach langer Krankheit der Geiger, Instrumentalpädagoge und langjährige Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, Thomas Brandis im Alter von 81 Jahren. Brandis, der sich unter anderem stark für die Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker engagiert hatte, war Ehrenmitglied des Deutschen Muskrates gewesen.

Wohin die Kreativen kamen

01.05.17 (ak) -
In diesem Jahr müssen die Weingartener Tage für Neue Musik leider ausfallen. So stand es in der Nachricht vom Ableben der Initiatorin und Leiterin der Internationalen Weingartener Tage für Neue Musik, Rita Jans. Sie war Kopf, Herz und Seele dieser Musiktage.

Forschend, lehrend, bildend

01.05.17 (Ortwin Nimczik) -
Im Alter von 87 Jahren ist der Musikpädagoge Karl Heinrich Ehrenforth am 26. März 2017 verstorben. Die nmz druckt eine Würdigung des Bundesverbandes Musikunterricht ab, deren Vorsitzender und zuletzt Ehrenvorsitzender er viele Jahre war.

Mensch, Pädagoge und musikalischer Teamplayer

01.05.17 (Sophie-Mayuko Vetter) -
Am 27. März 2017 verstarb der Geiger und Dirigent Rainer Kussmaul in Freiburg im Breisgau im Alter von 70 Jahren. Für die neue musikzeitung verfasste die Pianistin Sophie-Mayuko Vetter einen Nachruf, in dem sie einen sehr persönlichen Blick auf den von ihr geschätzten Künstler, Lehrer und Duopartner wirft.

Der streitende Musiker und Forscher

01.05.17 (Martin Hufner) -
Ekkehard Jost darf mit Fug und Recht als der Pionier der Jazzforschung in Deutschland gelten. Seine Habilitationsschrift „Free Jazz“ aus dem Jahr 1972 brachte dem Jazz in Deutschland nicht nur akademische Weihen, sondern war zugleich zeit- und wissenschaftsgeschichtlich mehr als bemerkenswert: Eine Arbeit über Jazz und zwar eine über aktuellen Jazz zu schreiben und damit in der Musikwissenschaft zu reüssieren, musste zu der Zeit als akademische Unmöglichkeit erscheinen. Dass es klappte, ist ein großes Glück gewesen, die Folgen sind vielfältig – ober- und unterirdisch verflocht sich, was verknüpft gehörte.

An der schulischen Realität orientiert

02.04.17 (Werner Klüppelholz) -
An einem späten Herbstabend im Wintersemester 1990/91 erklang lautes und anhaltendes Lachen auf den Fluren eines Hotels zu Prag, wo sich die Musikprofessoren der Universität Gießen gemeinsam mit ihren Studenten auf einer Exkursion befanden. Unbeaufsichtigt von jenen, nutzten diese die Gelegenheit, Parodien auf ihre akademischen Lehrer anzufertigen, in Form von Kontaktanzeigen.

Roll over Beethoven

02.04.17 (Viktor Rotthaler) -
Als im vergangenen Jahr Bob Dylan der Nobelpreis für Literatur zugesprochen wurde, war das sehr umstritten. Besonders ein Name tauchte immer wieder als Alternative auf: Chuck Berry, der gerade seinen 90. Geburtstag gefeiert hatte. Und der in Kritikerkreisen schon seit langer Zeit als der „Poet Laureate“ des Rock’n’Roll galt.

Die Partitur im Kopf haben

07.03.17 (Eckart Rohlfs) -
Sinfonie Nr. 5 „homo homini lupus“ – Gürsching hat keine erste, zweite, dritte oder vierte Sinfonie geschrieben, nur diese eine Nr. fünf, „vielgestaltig, ausdrucksstark und innovativ in Form und Struktur“, – so beschreibt Wolfram Rüdiger sie in einer Besprechung. Das Signum gleichsam „ein gegenwartskritischer Impuls“, die Wut über das „Fortwirken der Banalität des Bösen“ in unserem barbarischen 20. Jahrhundert – so hat man Albrecht Gürsching bisher nicht gekannt, nicht erkannt – die Sinfonie symbolhaft in Töne gefasst, wurde zu einem desillusionierten Ausruf (2008).

Der Menschenfischer

07.03.17 (Oliver Hochkeppel) -
Vor vielen Jahren führte der Autor dieser Zeilen sein erstes Interview mit Al Jarreau, am Telefon. Nach der Vorstellung meldete sich Jarreau fast euphorisch: „Yes, we met in Ingolstadt, so nice to talk to you again.“ Auch auf die Replik, leider sei man sich noch nicht begegnet, beharrte er: „But I know you. I remember your voice.“ Man fühlte sich umarmt, das Eis war gebrochen, noch bevor die Temperatur überhaupt sinken konnte.

Wütend-heiße Stimme des Jazz

07.03.17 (Andreas Kolb) -
Michael Naura, geboren 1934 in Klaipeda. Muttersprache Litauisch, Umgangssprache russisch, kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Seine multilinguale Biografie tat seiner Sprachgewalt im Deutschen keinen Abbruch – im Gegenteil. Literatur war, beinahe stärker noch als die Musik, immer ein gewaltiger Sog, dem sich Naura, der die großen russischen Schriftsteller im Original gelesen hatte, nicht entziehen konnte und wollte.
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