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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Tanz der Troglodyten

08.07.21 (Rainer Nonnenmann) -
Ein aufschlagender Tropfen verhallt in der Dunkelheit wie in einer riesigen Grotte. Hier ein Huschen, dort ein Flattern, da ein Rufen, Sirren und plötzlich Streichinstrumente. Zur mehrkanalig projizierten Elektronik erhellen aufblitzende Scheinwerferkegel nach und nach neben- und übereinander geschichtete Plateaus, bevölkert von seltsamen humanoiden Wesen. Manche verfügen über Fühler, Tentakel, Rüssel oder Schwänze. Andere haben Wülste, Schuppen, Flossen, Panzer, Blütenstengel oder neuartige Gliedmaßen ausgebildet. Die Spezies Homo sapiens ist – dank der Kostümbildnerinnen Sita Messer und Lauren Steel – zu Höhlenwesen mutiert, die sich primatenhaft „ha, he, ho, hi“ verlautbaren und bewegen.

Liebenswürdige Randnotiz

31.10.20 (Juan Martin Koch) -
Die gute (oder schlechte?) Nachricht vorweg: Nein – die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts muss nicht umgeschrieben werden. Joachim Raffs komische Oper „Dame Kobold“ erwies sich bei ihrer mutmaßlich ersten Wiederaufführung seit der Weimarer Premiere von 1870 lediglich als liebenswürdige Randnotiz der Theaterhistorie.

Vom Musiktheater zum Polit-Theater

30.06.20 (Andreas Kolb) -
Nach dem Corona-Lockdown Mitte März herrschte zunächst bleiernes Schweigen – doch im wunderschönen Monat Mai, da sprossen schon die ers­ten, neuen Konzert-Pflänzchen durch das engmaschige Netz der Kontaktsperrevorschriften. Egal ob die Tage neuer Kammermusik in Witten, das Moers-Festival oder das Mozartfest Würzburg – alle gaben ihre individuelle Antwort auf die Krisensituation.

Das Drei-Meter-Brett und andere Mutproben

30.06.20 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Hölle, das sind die anderen“ – haben wir nicht alle irgendwann in der Schulzeit Jean-Paul Sartres Satz zitiert und für die ganze Wahrheit gehalten? Speziell bezüglich Klassenkameraden und noch mehr „…dINNEN“, diesen Biestern! Genau das ist das Kernthema von Gordon Kampes Kinderoper, deren Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper in den Dezember verschoben werden musste – und jetzt eben unseren Kritiker Wolf-Dieter Peter an den PC holte.

Stationentheater und Theaterfarce

28.02.20 (Stefan Drees) -
Seit nunmehr sechs Jahren stellt das Opera Lab Berlin, 2014 vom Komponisten Evan Gardner und dem Regisseur Michael Höppner gegründet, die Idee einer radikalen musikalischen Gleichberechtigung aller Mitwirkenden in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Wie bei allen seither präsentierten Projekten – darunter neben Gardners „Gunfighter Nation“ (2016) unter anderem eine Realisierung von Mauricio Kagels „Staatstheater“ (2017) und die Uraufführung von Brigitta Muntendorfs „Songs of Rebellion“ (2019) – profitierte auch das Ende Januar aus der Taufe gehobene Stück „Odyssey: Dead Men Die“ von der hierarchielosen Arbeitsweise des Ensembles, bei der sämtliche Aspekte der Aufführung in gemeinsamer Verantwortlichkeit entwickelt werden. Das Ergebnis machte deutlich, welche wichtigen Impulse zur Erneuerung des Musiktheaters derzeit aus der freien Szene kommen.

Vom Grundrauschen der Welt

01.02.20 (Joachim Lange) -
Ein Hort für Opernneuheiten ist die Wiener Staatsoper heutzutage nicht mehr. Aber hin und wieder vergibt auch dieses Haus noch Aufträge an Komponisten. Genau ein Jahr nach der Uraufführung von Johannes Maria Stauds und Durs Grünbeins „Die Weiden“ hat Dominique Meyer im 150. Jubiläumsjahr der Staatsoper Olga Neuwirths (*1968) „Orlando“ folgen lassen und die beträchtlichen Ressourcen seines Hauses in den Dienst dieser Uraufführung gestellt.

Beethoven kurz in den Rachen greifen

01.02.20 (Juan Martin Koch) -
Des Intendanten Kalkül ist aufgegangen: Zu Beginn des Jubeljahres ein Stück mit Beethoven-Bezug, noch dazu das Rätsel um die „Unsterbliche Geliebte“ aufnehmend – das garantiert überregionale Aufmerksamkeit.

Leiden und Ende eines Totalverweigerers

30.11.19 (Ekkehard Ochs) -
Vor fünf Jahren gab es die ersten Überlegungen, und nun war das Ergebnis zu hören und zu besichtigen: eine Oper – samt Diskussionsstoff! Vorweg die Feststellung, dass sowohl die am 2. November im Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) erfolgte Uraufführung als auch alle sechs weiteren Vorstellungen starken bis enthusiastischen Widerhall fanden.

Große Gefühle in Heavy Rotation

29.08.19 (Andreas Kolb) -
Così fan tutte, Die lustigen Weiber von Windsor, Carmen, Hänsel und Gretel oder der Freischütz: Bestimmte Opernklassiker tauchen seit fünf Jahrzehnten regelmäßig im Spielplan der Jungen Oper Schloss Weikersheim auf. So auch diesen Sommer Giacomo Puccinis „La Bohéme“.

Sing-Hörspiel im Surround-Klang

30.05.19 (Dieter David Scholz) -
Fritz Langs Film „Eine Stadt sucht einen Mörder“ aus dem Jahre 1931 ist ein Kindermörderklassiker und eine Ikone der Filmgeschichte, in der eine Stadt – Bürger, Staatsbeamte und Kriminelle – einen Mörder jagen. Die Librettisten Barrie Kosky und Ulrich Lenz machen ihn zum Ausgangspunkt ihrer einaktigen Oper.
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