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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Lautstarke Antworten statt drängender Fragen

31.03.22 (Juan Martin Koch) -
Ein russischer Komponist, der auch die ukrainische Staatsbürgerschaft hat, vertont Jewgeni Samjatins in der Sowjet­union verbotene Dystopie „Wir“ von 1920: Die pandemiebedingte Verschiebung von Ende Januar auf Mitte März hat der Uraufführungsproduktion des Theaters Regensburg eine schmerzliche Brisanz verliehen.

Warum wir immer noch über die Oper reden

31.03.22 (Juan Martin Koch) -
„Wenn es für Produktionsengpässe und musikalische Lieferkettenunterbrechungen der Pandemie eine emblematische neue Oper gibt, ist dies ‚opera! opera! opera! Revenants and Revolutions‘ von Thomas Köck und Ole Hübner.“ So hat unser Autor Roland Dippel sehr treffend seinen nmz-Online-Bericht zur Premiere der „operativen Installation“ eingeleitet, die unter dem Titel „Opera und ihr Double“ in der Münchner Utopia-Halle zu sehen war. Die Produktion gehörte noch zum 2020er-Jahrgang der Münchner Biennale für neues Musiktheater und konnte dann auch heuer nicht in der ursprünglichen Form als große Chor­oper über die Bühne gehen.

Antiker Mythos, heutige Brisanz

04.03.22 (Christian Bachmann) -
Es war ein langer Weg, doch Mitte Februar konnte das Musiktheaterstück „Das Schweigen der Dafne“ für eine Tänzerin, einen Schauspieler und Kammerensemble fast vier Jahre nach der zündenden Idee Georg Becks im Rahmen von Opening – Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst Trier in der dortigen Tuchfabrik uraufgeführt werden.

Die Entdeckung eines Unbekannten

26.02.22 (Albrecht Dümling) -
Es begann mit einem Stolperstein, der 2019 in Berlin-Mitte verlegt wurde. Bei dieser Gelegenheit erfuhr man, dass der jüdische Kaufmann Eugen Engel, der bis 1939 in der Charlottenstraße 74–75, unweit des Checkpoint Charlie, wohnte, auch komponiert hatte. Seine aus den USA angereisten Enkel hatten Noten mitgebracht, darunter den Klavierauszug einer Oper „Grete Minde“ nach Theodor Fontane. Die Dirigentin Anna Skryleva hörte davon, ließ sich die Noten zeigen und war sofort tief beeindruckt. Sie beschloss, dies Werk in ihrer neuen Position als Magdeburger Generalmusikdirektorin zur Uraufführung zu bringen. Dort ließ sich auch die Intendantin Karen Stone überzeugen, zumal der Oper eine Novelle zugrundeliegt, die in der benachbarten Stadt Tangermünde spielt.

Spannungsfeld Mensch–Maschine

28.01.22 (Stefan Drees) -
Mit dem Projekt „Over the Edge Club“ schuf das Musikmaschinenensemble Gamut Inc 2020 den ersten Teil einer Mensch-Maschine-Trilogie. Mit der Roboter-Oper „R.U.R.“ folgte der Mittelteil des Triptychons, der sich auf der Basis von Karel Capeks gleichnamigem Theaterstück den Spannungsfeldern zwischen Mensch und Maschine widmet.

Groß, größer, Stockhausen

03.12.21 (Sophie Emilie Beha) -
Es geht um nichts weniger als das wohl ambitionierteste Werk der Musikgeschichte. Dagegen ist selbst Wagners Ring-Tetralogie ein Klacks. Fast 30 Jahre lang hat Karlheinz Stockhausen an seinem Opernzyklus „LICHT“ gearbeitet. Er ist auf 30 Stunden angelegt und gliedert sich in sieben Teile, die nach den einzelnen Wochentagen benannt sind. Im Mittelpunkt des hochspirituellen Multimediaspektakels stehen der Erzengel Michael, Eva und Luzifer. Mit diesen drei Protagonist*innen entwirft Stockhausen ein Glaubenspanorama, mit dem der Mensch durch die Musik den Weg zur göttlichen Erleuchtung finden soll.

Großes Drama, auch ohne Theater

01.12.21 (Vincent Schneider) -
Als Kent Nagano nach einem Konzert mit Concerto Köln scherzhaft gefragt wurde, wann er denn einmal den „Ring des Nibelungen“ mit dem Orchester dirigieren werde, hätte wohl niemand gedacht, dass dies Realität werden würde. Richard Wagner und historische Aufführungspraxis, kann das funktionieren? Im November wurde nun in der Philharmonie Köln mit einer denkwürdigen Aufführung von „Das Rheingold“ Pionierarbeit geleis­tet.

Das sichtbare Unsichtbare

01.12.21 (Marie Luise Maintz) -
Im Rahmen von Diskurs Bayreuth haben Marie Luise Maintz und Patrick Hahn zahlreiche Regisseur*innen und Komponist*innen zur digitalen Zukunft des Musiktheaters befragt. Für die nmz stellen Sie einige Positionen vor.

Eintagsfliegen, die es nicht ins Repertoire schaffen

01.12.21 (Bernd Feuchtner) -
14,3 Millionen Menschen ab sechs Jahre in Deutschland machen als Amateure Musik und 5,4 Millionen singen in Chö­ren mit: Das Musikinformationszentrum (MIZ) des Deutschen Musikrates hat ein Plakat herausgebracht, auf dem man solche und andere schöne Daten zum Musikmachen finden kann, wunderbar! Ein anderes MIZ-Plakat feiert die Vielfalt der Opern-Programme in Deutschland: 860 Opern von 457 Komponist*innen wurden in den letzten fünf Spielzeiten vor Corona in den 80 Opernhäusern gespielt. Da müssen wir uns um den Neustart Kultur in der kommenden Spielzeit ja keine Sorgen machen. Wenn wir uns die Spielzeit-Ankündigungen ansehen, geht alles so weiter wie bisher.

Liberté und Diversité

02.09.21 (Barbara Haack) -
Zu Beginn dieser „Carmen“ im Weikersheimer Schlosshof kommt die Titelfigur ganz allein auf die Bühne und singt a capella ein arabisches Schlaflied, bevor das Orchester einsetzt: eine berührende und innige Szene. Sie trägt einen Rucksack, scheinbar ist sie auf dem Weg und will nicht bleiben. Oder ist sie auf der Flucht? „Liberté“ sprüht sie als Graffito an eine Holzwand und gibt dem Geschehen, das nun folgt, damit schon einmal die zentrale Überschrift. Ihre Freiheit ist ihr zuletzt wichtiger als das Leben.
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