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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Vom Musiktheater zum Polit-Theater

30.06.20 (Andreas Kolb) -
Nach dem Corona-Lockdown Mitte März herrschte zunächst bleiernes Schweigen – doch im wunderschönen Monat Mai, da sprossen schon die ers­ten, neuen Konzert-Pflänzchen durch das engmaschige Netz der Kontaktsperrevorschriften. Egal ob die Tage neuer Kammermusik in Witten, das Moers-Festival oder das Mozartfest Würzburg – alle gaben ihre individuelle Antwort auf die Krisensituation.

Das Drei-Meter-Brett und andere Mutproben

30.06.20 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Hölle, das sind die anderen“ – haben wir nicht alle irgendwann in der Schulzeit Jean-Paul Sartres Satz zitiert und für die ganze Wahrheit gehalten? Speziell bezüglich Klassenkameraden und noch mehr „…dINNEN“, diesen Biestern! Genau das ist das Kernthema von Gordon Kampes Kinderoper, deren Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper in den Dezember verschoben werden musste – und jetzt eben unseren Kritiker Wolf-Dieter Peter an den PC holte.

Stationentheater und Theaterfarce

28.02.20 (Stefan Drees) -
Seit nunmehr sechs Jahren stellt das Opera Lab Berlin, 2014 vom Komponisten Evan Gardner und dem Regisseur Michael Höppner gegründet, die Idee einer radikalen musikalischen Gleichberechtigung aller Mitwirkenden in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Wie bei allen seither präsentierten Projekten – darunter neben Gardners „Gunfighter Nation“ (2016) unter anderem eine Realisierung von Mauricio Kagels „Staatstheater“ (2017) und die Uraufführung von Brigitta Muntendorfs „Songs of Rebellion“ (2019) – profitierte auch das Ende Januar aus der Taufe gehobene Stück „Odyssey: Dead Men Die“ von der hierarchielosen Arbeitsweise des Ensembles, bei der sämtliche Aspekte der Aufführung in gemeinsamer Verantwortlichkeit entwickelt werden. Das Ergebnis machte deutlich, welche wichtigen Impulse zur Erneuerung des Musiktheaters derzeit aus der freien Szene kommen.

Vom Grundrauschen der Welt

01.02.20 (Joachim Lange) -
Ein Hort für Opernneuheiten ist die Wiener Staatsoper heutzutage nicht mehr. Aber hin und wieder vergibt auch dieses Haus noch Aufträge an Komponisten. Genau ein Jahr nach der Uraufführung von Johannes Maria Stauds und Durs Grünbeins „Die Weiden“ hat Dominique Meyer im 150. Jubiläumsjahr der Staatsoper Olga Neuwirths (*1968) „Orlando“ folgen lassen und die beträchtlichen Ressourcen seines Hauses in den Dienst dieser Uraufführung gestellt.

Beethoven kurz in den Rachen greifen

01.02.20 (Juan Martin Koch) -
Des Intendanten Kalkül ist aufgegangen: Zu Beginn des Jubeljahres ein Stück mit Beethoven-Bezug, noch dazu das Rätsel um die „Unsterbliche Geliebte“ aufnehmend – das garantiert überregionale Aufmerksamkeit.

Leiden und Ende eines Totalverweigerers

30.11.19 (Ekkehard Ochs) -
Vor fünf Jahren gab es die ersten Überlegungen, und nun war das Ergebnis zu hören und zu besichtigen: eine Oper – samt Diskussionsstoff! Vorweg die Feststellung, dass sowohl die am 2. November im Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) erfolgte Uraufführung als auch alle sechs weiteren Vorstellungen starken bis enthusiastischen Widerhall fanden.

Große Gefühle in Heavy Rotation

29.08.19 (Andreas Kolb) -
Così fan tutte, Die lustigen Weiber von Windsor, Carmen, Hänsel und Gretel oder der Freischütz: Bestimmte Opernklassiker tauchen seit fünf Jahrzehnten regelmäßig im Spielplan der Jungen Oper Schloss Weikersheim auf. So auch diesen Sommer Giacomo Puccinis „La Bohéme“.

Sing-Hörspiel im Surround-Klang

30.05.19 (Dieter David Scholz) -
Fritz Langs Film „Eine Stadt sucht einen Mörder“ aus dem Jahre 1931 ist ein Kindermörderklassiker und eine Ikone der Filmgeschichte, in der eine Stadt – Bürger, Staatsbeamte und Kriminelle – einen Mörder jagen. Die Librettisten Barrie Kosky und Ulrich Lenz machen ihn zum Ausgangspunkt ihrer einaktigen Oper.

Dem Wunsch nach Unsterblichkeit auf der Spur

03.05.19 (Georg Rudiger) -
Neues Musiktheater kann alles sein: experimentell oder konventionell, mutig oder brav. In zwei Uraufführungen in Heidelberg und Baden-Baden und einer deutschen Erstaufführung an der Hamburger Staatsoper wird die gesamte Bandbreite abgedeckt – Scheitern inklusive. Wie wollen wir leben“ ist das diesjährige Motto des vierwöchigen Musikfestivals „Heidelberger Frühling“. Den Blick nach vorne gerichtet hat man hier vor allem im sogenannten LAB, das Vertreter verschiedener Künste vereint und mit neuen Konzert- und Musiktheaterformen experimentiert. Mit der Uraufführung von „Castor && Pollux“ präsentierte man nun in der gediegenen, holzgetäfelten alten Aula der Universität Heidelberg ein „Multimediales Musiktheater für Ensemble, Videokunst und 4DSOUND“, wie sich der rund 70-minütige Abend nennt.

Alles auf Anfang in Lyon

03.05.19 (Joachim Lange) -
An der Oper in Lyon leistet sich Intendant Serge Dorny jedes Frühjahr ein kleines Festival. Diesmal unter dem Allerweltstitel „Leben und Schicksale“. Der Erfolg, den er damit in den letzten Jahren hat, bestärkt ihn darin, auch das nicht so Gängige bei den Stücken und Regisseuren zu pflegen. Die Höhepunkte 2019 lieferte das von Dorny geförderte ungarische Regietalent David Marton mit einer schräg erweiterte Version von Henry Purcells „Dido und Aeneas“ und das bislang in Deutschland verblüffenderweise ignorierte ukrainische Theatergenie Andriy Zholdak mit Tschaikowskis selten gespielter „Die Zauberin“.
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