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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Mit Rockmusik in den Olymp

27.09.15 (Dieter David Scholz) -
„What would Zappa do?“ … hieß eine Uraufführung an Berlins „außergewöhnlichster“ Opernbühne, der Neuköllner Oper. Dort haben sich Sommer Ulrickson und Moritz Gagern mit Frank Zappa als Musiker, Mensch und als Figur der Zeit- und Musikgeschichte auseinandergesetzt. Dabei geht es „um Probleme gegenwärtiger Politik, um Fußball, ums Bier, vor allem um Sex, das Hauptthema Zappas“.

Die Bilder bleiben der Musik überlassen

27.09.15 (Hans-Jürgen Linke) -
Dem landläufigen Irrtum, das ganze Theater fange erst an, wenn drinnen der Vorhang hochgehe, begegnet eine riesig aufgeblasene rosa Puppe auf dem Platz vor dem Frankfurter Opernhaus. Sie blickt ins erste Stockwerk, wo hinter der gläsernen Fassade aufgereiht das Publikum auf Stühlen sitzt. Es kann der Puppe keine Schwefelhölzer abkaufen, blickt ihr nur in die aufgemalten Augen und schaut zugleich auf die Stadt draußen, dem Ort der eisigen Gefühlskälte, von der Helmut Lachenmanns Musiktheater „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ handeln wird.

Das Grauen im Schafspelz

27.09.15 (Dirk Wieschollek) -
Der amerikanische Komponist Frederic Rzewski hat sich als Pianist und Komponist bemerkenswerter Klaviermusik in die Geschichte der zeitgenössischen Musik eingeschrieben. Ein Stück wie „The People United Will Never Be Defeated!“ erweiterte 1975 aber nicht allein die Möglichkeiten des Klavierspiels, sondern machte als Variationenzyklus über ein chilenisches Protestlied auch einen wesentlichen Aspekt in Rzewskis Schaffen evident: das politische Engagement.

Der Nahostkonflikt, in eine Nussschale gegossen

27.09.15 (Verena Fischer-Zernin) -
Als Georges Delnon und Kent Nagano im April ihre Pläne für ihre erste Saison als Leitungsduo der Hamburgischen Staatsoper vorstellten, da kündigten sie an, das Haus künftig mehr in die Stadt hinein zu öffnen. Zum Eröffnungswochenende haben sie im Wortsinne ein Zeichen gesetzt: Bis Mitte Oktober leuchtet an der Stirnfassade das farbschillernde Traumgespinst „Light Flow | Light Stream“ der Lichtkünstlerin Rosalie. Und die Premiere von Berlioz’ „Les Troyens“ wurde zeitversetzt auf eine Großleinwand am Jungfernstieg übertragen.

Tonereignisse im Raum

09.09.15 (Wolfgang Schreiber) -
Wolfgang Rihm, Peter Konwitschny und Ingo Metzmacher – sie stemmen die Eingangspremiere in Salzburgs großräumiger Felsenreitschule und besorgen damit den spektakulären Start eines eher schwachen Festspieljahrgangs. Mit starkem Festspielmotto: Herrschen und Dienen, Macht und Ohnmacht, Unterdrückung und Aufbegehren. Das sitzt allen Opern wie angegossen, nur Konwitschnys Inszenierung von Rihms „Eroberung von Mexiko“ wendet die Dynamik dieses Leitspruchs ganz und gar ins Grelle.

Fünfzig Jahre Oper im Schlosshof Weikersheim

30.06.15 (Klaus Bernbacher) -
2015 feiert die Jeunesses Musicales Deutschland „50 Jahre Oper im Schlosshof“. Wie es dazu kam, und was der ers­ten Opernaufführung von Beethovens „Fidelio“ im Schlosshof vorausging, kann ich hier nur kurz schildern.

Fifty Shades of Phaedra

13.04.15 (Joachim Lange) -
Am Ende dieser Premiere muss man erstmal durchatmen. Wenn die Musik gleichsam in jene Welt entschwindet, zu der Hans Werner Henze selbst schon unterwegs war, als er daran schrieb. Mit Erschöpfungszuständen zum Tode hin. Es ist eine Spätwerk-Klangwelt, die Henze zur sperrigen Poesie seines Wunsch-Librettisten Christian Lehnert da meisterhaft auffächert. Aber eine, die der Genussmensch Henze geschrieben hat.

Vielfältig verschränktes Erinnerungstheater

04.02.15 (Frido Mann) -
Ende November 2014. Eine Vorstellung des Musiktheaters „Styx – Orfeo’s past Now“ im Lichthof des Museums für Abgüsse klassischer Bildwerke in München in der Nähe des Königsplatzes. Man spürt auf Anhieb das Raumbewusstsein der Regisseurin Martina Veh als ausgebildete Architektin. Der Blick der Zuschauer wandert von der Galerie tief hinunter auf das Geschehen im Orkus zu den zu Gipsabgüssen mutierten Protagonisten, während noch vor der Vorstellung Museumsarbeiter mit Reinigungsarbeiten beschäftigt sind und die Hauptfigur Orpheus alias Museumswärter mit einem Pinsel liebevoll ein Gipsrelief erstellt.

Heimatlos in der Fremde

26.11.14 (Susanne Benda) -
Die Oper beginnt. Mozart hat ihre Musik geschrieben, und gemeinsam mit seinem klugen Librettisten Lorenzo da Ponte zeigt er, dass im Leben und in der Liebe auf nichts wirklich Verlass ist. „Così fan tutte“ („So machen es alle“) heißt das Sechs-Personen-Stück. Als es im Stuttgarter Theaterhaus anfängt, ist die Bühne schon vor der Ouvertüre voller Menschen. Sie spielen, sie streiten, sie träumen, sie reden. Sie warten. „Wir sind heimatlos in der Fremde“, sagt ein kleiner Junge; andere erzählen von Schmerz, Tod, Angst und davon, dass sie sich zurücksehnen in ihr Heimatland Syrien.

Vorhang auf, es darf geträumt werden

30.10.14 (Joachim Lange) -
Mit den Opern-Ausgrabungen ist es so eine Sache. Der Ehrgeiz der Intendanten, das schmale Kernrepertoire zu erweitern, um damit auch überregionale Aufmerksamkeit zu erregen, ist durchaus kein ehrenrühriges Motiv. Manchmal kommt aber noch ein besonders ehrenvolles hinzu. Das betrifft jene Musiker, deren Werke von den Nazis als Ausfluss ihres Rassenwahns nicht nur von der Bühne verbannt, sondern die oft selbst ermordet wurden.
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