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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Das Land der Oper mit der Seele suchend

08.02.12 (Gerhard R. Koch) -
Der Begriff der Postmoderne ist – selbst als historischer – von nur begrenzter Triftigkeit. Denn natürlich hätten schon die „Neudeutschen“ (Berlioz, Liszt, Wagner, Wolf, Strauss) mit diesem etwa Brahms als Abtrünnigen ihrer „Zukunftsmusik“ schmähen können: als Verräter an der Avantgarde, kompromisslerischen Sucher nach heilig-heilen Traditionsbezügen – und im Wahn befangen, die Historie halte Rettendes fürs unübersichtliche Heute bereit.

Umnachtet unter gescheiterten Utopien

31.10.11 (Reinmar Wagner) -
Der Österreicher Georg Friedrich Haas war dieses Jahr Gastkomponist am Lucerne Festival. Zum Abschluss kam als Koproduktion mit der Musikhochschule Basel und dem Gare du Nord seine Kammeroper „Nacht“ auf die Bühne.

Ein Prozess musikalischer Selbstfindung

31.10.11 (Ulrike Henningsen) -
Eine veritable „Großstadtoper“ stellte die „junge akademie“ zusammen mit weiteren Sparten der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg mit dem Stück „Morgen war noch nie“ auf die Beine – und überzeugte mit Spielfreude und musikalischer Intensität.

Buddhismus als Ausweg

06.10.11 (Georg Beck) -
Mit einem Bekenntnis geht diese Intendanz zu Ende. Isoldes „Liebestod“ nicht in den Armen Brangänes über dem Leichnam Tristans, vielmehr stehend, außerhalb der Spielfläche, vor dem Publikum, über dem Orchester. Als hätte Willy Decker sein religions-(nicht kirchen-)affines Triennale-Konzept der „Urmomente“, dessen dritter und letzter Durchlauf mit der „Suche nach dem Jetzt“ nun abgeschlossen ist, auf diesen einen Moment ausgerichtet. Fürs Wollen der zurückliegenden Jahre, für Anspruch und Vision noch einmal ein Bild bringen. Eins, das ganz ihm gehört. Und eins, das die Grenze markiert, an der sich Theater und Leben berühren.

Forschern virtuell über die Schultern schauen

14.05.10 (Juan Martin Koch) -
Heuer also kein Gruppenbild mit Musikeditionspreisträgern: Weil die Messe dem Musikverlegerverband offenbar keinen geeigneten Rahmen ermöglichen wollte, entschied man sich, die Best-Edition-Preise per Handschlag an den jeweiligen Ständen zu überreichen. Wenn man gleichzeitig Mitarbeiter einiger Verlage mit glänzenden Augen von der Leipziger Buchmesse erzählen hörte, stellte sich die Frage, ob man sich in Frankfurt vielleicht einmal Gedanken machen sollte, wie man mit dieser für die Branche ja nicht unwichtigen Veranstaltung in Zukunft umgehen will. Ansonsten scheint der Schaffensdrang der Musikverlage ungebrochen, ein Rundgang über die Messestände zeitigte wieder eine kaum überblickbare Fülle an Neuerscheinungen. Eine kleine Zusammenschau sei dennoch versucht (zu den pädagogischen Neuheiten siehe die Juni-Ausgabe):

Das neue spirituelle Zeitalter lässt noch auf sich warten

11.12.08 (Albrecht Dümling) -
Peter Ruzicka, der erfahrene Lenker maßgeblicher Häuser und Festivals, liebt große Themen und Entwürfe. Dem Grauen des Holocaust in seiner 2001 in Dresden uraufgeführten Celan-Oper setzte er in seinem jüngsten Opus „Hölderlin. Eine Expedition“ nichts weniger entgegen als die spirituelle Errettung der Menschheit: „Es geht um die Frage, ob es für unsere Gesellschaft noch Hoffnung gibt.“ Für beide Werke hatte ihm der Intendantenkollege Peter Mussbach das Textbuch geschrieben. Er hatte Hölderlin an der Berliner Staatsoper inszenieren wollen, was sein Weggang von Berlin dann verhinderte. Als neuer Regisseur sprang Torsten Fischer, einst Schauspielchef in Köln, ein und provozierte mit seinen Änderungen den Autor, der mit Klage drohte.

Verwandlung vom Hotel zum „Waldmusiktheater“

11.12.08 (Heike Lies) -
„Die musikalisch-theatralen Collagen, mit denen die ‚Christoph-Marthaler-Familie‘ berühmt geworden ist, haben etwa ähnlich viel gemeinsam mit einem herkömmlichen Theaterstück wie das Waldhaus mit einem herkömmlichen Luxushotel“, meint Urs Kienberger, der zusammen mit seiner Schwester Rita und seinem Schwager Felix Dietrich das Hotel Waldhaus in Sils-Maria betreibt. Und so dürfte das Waldhaus das einzige Fünf-Sterne-Hotel der Welt sein, das seinen Gästen zum hundertjährigen Bestehen des Hauses zumuten und sie damit erfreuen kann, dass der vertraute Ort durch eine theatrale Marthaler-Aufführung verfremdet wird.

Das Theater als gesellschaftliches Korrektiv

05.09.08 (Interview) -
Regisseur Peter Konwitschny, 1945 geboren in Frankfurt/Main, wuchs ab 1949 als Sohn des Gewandhauskapellmeisters Franz Konwitschny in Leipzig auf. Nach Stationen unter anderem in Graz und Hamburg wurde er im vergangenen Frühjahr für sechs Jahre als Chefregisseur an die Oper Leipzig verpflichtet. Michael Ernst befragte ihn zu seiner Arbeit und den damit verbundenen Plänen.

Die Illusion ist ein sonderbar Ding

01.07.08 (Wolfgang Sandner) -

Ein Mann träumt, er klettere einen steilen Felsen hinauf. Von hinten wird er verfolgt von jemandem, der ihm nach dem Leben trachtet. Wie er klettert und klettert, erscheint plötzlich vor ihm ein Ungeheuer, das ihm den Weg versperrt. Von hinten kommt der Mörder immer näher. In seiner Verzweiflung schreit der Mann das Ungeheuer an: „Was soll ich denn tun?“ Darauf antwortet das Ungeheuer: „Woher soll ich das wissen, das ist doch dein Traum!“ Eine schöne Geschichte, die etwas thematisiert, was die Menschen schon immer fasziniert hat, den Grenzbereich zwischen Traum und Wirklichkeit nämlich, das Ineinanderfließen von Realität und Phantasie, mit einem Wort: Magie.

Die Probleme sind auf dem Tisch

01.07.08 (Paul Bräuer) -

Wo Künstleragenten und Konzertdirektoren auf Konzerthausbetreiber und Festivalleiter treffen, geht es ums Geschäft, und das bedeutete in den letzten Jahren meist etwas Beklagenswertes. Dass jedoch vom 17. bis zum 19. April mit fast 500 Teilnehmern aus 37 Ländern so viele wie noch nie die 18. Konferenz der „International Artist Managers’ Association“ (IAMA) besuchten, zeigt zumindest einen wachsenden Gesprächsbedarf.

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