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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Die Illusion ist ein sonderbar Ding

01.07.08 (Wolfgang Sandner) -

Ein Mann träumt, er klettere einen steilen Felsen hinauf. Von hinten wird er verfolgt von jemandem, der ihm nach dem Leben trachtet. Wie er klettert und klettert, erscheint plötzlich vor ihm ein Ungeheuer, das ihm den Weg versperrt. Von hinten kommt der Mörder immer näher. In seiner Verzweiflung schreit der Mann das Ungeheuer an: „Was soll ich denn tun?“ Darauf antwortet das Ungeheuer: „Woher soll ich das wissen, das ist doch dein Traum!“ Eine schöne Geschichte, die etwas thematisiert, was die Menschen schon immer fasziniert hat, den Grenzbereich zwischen Traum und Wirklichkeit nämlich, das Ineinanderfließen von Realität und Phantasie, mit einem Wort: Magie.

Die Probleme sind auf dem Tisch

01.07.08 (Paul Bräuer) -

Wo Künstleragenten und Konzertdirektoren auf Konzerthausbetreiber und Festivalleiter treffen, geht es ums Geschäft, und das bedeutete in den letzten Jahren meist etwas Beklagenswertes. Dass jedoch vom 17. bis zum 19. April mit fast 500 Teilnehmern aus 37 Ländern so viele wie noch nie die 18. Konferenz der „International Artist Managers’ Association“ (IAMA) besuchten, zeigt zumindest einen wachsenden Gesprächsbedarf.

Wie der Künstler zum Irrsinnigen gemacht wird

01.07.08 (Max Nyffeler) -

Ein Mitleid erregendes Künstlerschicksal wie aus dem Bilderbuch: Lars, das vielversprechende junge Malertalent aus der norwegischen Provinz, kommt nach Düsseldorf, um hier an der berühmten Kunstakademie zu studieren. Doch der psychisch Anfällige wird durch seine Umwelt systematisch fertiggemacht; seine Studienkollegen mobben ihn grausam und sein Vermieter wirft ihn aus der Wohnung, da er sich unglücklicherweise in die fünfzehnjährige Tochter des Hauses verliebt hat. Die einzige Sicherheit, die ihm bleibt, ist sein inneres Wissen: Ich kann malen und Helene liebt mich. Damit macht er sich wieder auf den Weg nach Hause, wo er ein Leben als unbeachteter Maler verbringt und schließlich vereinsamt stirbt.

Polymorph und nicht-linear: Das Wunder als Betrug

01.06.08 (Albrecht Dümling) -

Walter Braunfels, der 1920 in München mit „Die Vögel“ einen nachhaltigen Erfolg errang, schuf 1938–1942 seine letzte Oper. Als „Halbjude“ diffamiert, lebte er in diesen Jahren der inneren Emigration isoliert am Bodensee. Seine Jeanne d’Arc-Oper verstand er als Ausdruck geistigen Widerstands gegen die NS-Diktatur. Die französische Nationalheldin, die allein der göttlichen Stimme gehorcht, betrachtete er als Heilige und Vorbild. Gestützt auf die Prozessakten von 1431 schilderte der Komponist in seinem Libretto das bewegte, trotz aller Widersprüche schließlich siegreiche Schicksal des Bauernmädchens: Die Oper endet mit einem Wunder, das sie als Heilige erkennen lässt.

Der Rhapsode

01.03.08 (Reinhard Schulz) -

Sich mit nie nachlassender Leidenschaft für das einzusetzen, was man für sein eigenes schöpferisches Wollen als einzig gangbaren Weg erachtet, das ist nicht nur in der Kunst oft ein steiniger Weg. Der am 12. März 1938 in Athen geborene Komponist Dimitri Terzakis ist ihn immer gegangen und setzt ihn auch heute mit ­ungebrochenem Elan fort. „Ich experimentiere mit einem seltenen Phänomen in der Neuen Musik, nämlich mit der Melodik. Doch das geschieht auf einer anderen Basis als in der abendländischen Musik. Diese Basis bildet ein noch nicht abgenutztes Intervallmaterial und zusätzlich die bereits erwähnten Klangsymbole.“ Das äußerte Terzakis in einem Interview, mit dem Intervallmaterial meinte er die Tetrachorde in der altgriechischen und byzantinischen Musik, mit den Symbolen benannte er differenzierte mikrotonale Schärfungen und Abmilderungen des Tons, um dem melodischen Verlauf eine ganz unverwechselbare Physiognomie zu verleihen.

Patchwork und Verstellungen im Büro

01.02.08 (Reinhard Schulz) -

Eine Kammer- oder besser Bürooper vom Münchner Komponisten Christoph Reiserer und ein zwischen allen Stilen bunt hüpfendes Setting der Österreicherin Olga Neuwirth (zusammen mit dem „ICI Ensemble“) haben das Münchner Publikum aus der vorweihnachtlichen Nostalgie gerettet und klar konturierte Ausblicke auf neue musikalische Wege geliefert.

Aufwändig und eigenwillig

01.02.08 (Christa Brüstle) -

Inmitten der Hellersdorfer Plattenbauten haben auch in diesem Jahr bei der „Pyramidale 6“ Susanne Stelzenbach und Ralf Hoyer ein vielfältiges Programm präsentiert. Mit Musik, Performances, Texten und einer Installation, darunter etliche Uraufführungen, folgte man dem vieldeutigen Motto „Die Erotik des Kontrastes“.

Die besondere Oper

01.02.08 () -

Von Luigi Cherubinis knapp 30 Opern ist „Médée“ die bekannteste, doch „Der Wasserträger“ von 1800 war Cherubinis erfolgreichste Oper und wurde zum musikhistorischen Wegweiser. „Fragt ihr mich, welche Oper ich gut finde, so nenne ich euch den ,Wasserträger‘, denn hier ist das Sujet so vollkommen, dass man es ohne Musik als ein bloßes Stück geben könnte, und man es mit Freuden sehen würde“, urteilte Goethe über Cherubinis Werk. Beethovens einzige Oper „Fidelio“ wäre ohne den „Wasserträger“ nicht denkbar, bereits in der Ouvertüre ist die musikalische Verwandtschaft mit Beethovens fünf Jahre später entstandenem Meisterwerk deutlich zu hören.

Gefühlssturm im U-Bahnhof

01.02.08 (Georg Beck) -

Für die Schlagzeilen sorgten andere. Charme hatten sie alle. Unter den zum NRW-Theaterfestival „Impulse“ eingeladenen Produktionen der freien Szene gefiel auch die einzige Musiktheater-Produktion dieses Festival-Jahrgangs. Obwohl bereits im Herbst 2005 in den Berliner Sophiensälen uraufgeführt, ist die mit Thomas Bernhard aufbereitete Purcell-Adaption erst jetzt in den Impulse-Fokus geraten. Eine Nachlese.

Zwei Stimmen, viele Rollen, eine Show

01.09.07 (Andreas Kolb) -

Sie ist kein Staatstheater, sagt sie, und kann gerade deshalb immer machen was sie will. Sie gehört zur freien Szene München und ist dennoch jederzeit in der Lage mit ihren Projekten Räume bis 500 Zuschauer leicht zu füllen. So auch Anfang Juli in der Muffathalle: Dort hatte Helga Pogatschars Kurzoper „Peep“ Premiere – ein Zweipersonen-Stück von gut einer Stunde Dauer.

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