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Alle Artikel kategorisiert unter »Portrait«

Bekannter Lehrer, unbekannter Komponist

22.06.22 (Benjamin Schweitzer) -
„Wir sprechen natürlich deutsch.“ Mit diesen Worten begann meine erste Begegnung mit Paavo Heininen. Der Satz hallte lange nach. Das war nicht nur eine kommunikationstechnische Vereinbarung, sondern erschien mir wie eine programmatische Ansage: Die Verortung und Verwurzelung in der Tradition der deutschen (Nachkriegs-)Moderne war aus Heininens ästhetischem und kompositionstechnischem Ansatz nicht wegzudenken. Es verstand sich von selbst, dass er auch ein ausgesprochen gepflegtes und nuanciertes Deutsch beherrschte.

Musikgeschichte als polyphones Netz

27.05.22 (Konstantin Parnian) -
Übergänge zwischen zeitgenössischer Musik und jüngerer Musikgeschichte knüpfen – das zeichnet das Zafraan Ensemble besonders aus. Uraufführungen zu realisieren ist seit der Gründung integraler Bestandteil der künstlerischen Arbeit. Mit einer zehnteiligen Konzertreihe feierte die Gruppe in den vergangenen zwei Jahren an verschiedenen Spielorten Berlins ihr zehnjähriges Jubiläum. Unter dem Titel „UA Berlin“ wurden neue Auftragswerke Stücken aus dem 20. Jahrhundert gegenübergestellt, die in Berlin uraufgeführt wurden. Angefangen mit den 1910er-Jahren diente dabei jedes Mal ein anderes Jahrzehnt als Ausgangspunkt.

Mozart ohne Wissensballast

31.03.22 (Sarah Lindenmayer) -
„Alles in einem: Freigeist Mozart“. Unter diesem Motto feiert Würzburg vom 20. Mai bis zum 19. Juni 2022 zum einhundertundersten Mal sein Mozartfest. Das Festival steht unter dem Stern des Aufbruchs in ein neues Jahrhundert. Wobei der „Stern“ ganz wörtlich genommen werden kann, denn Artiste étoile ist in diesem Jahr erstmals eine Komponistin. Was könnte mehr Aufbruch signalisieren? Isabel Mundry, Komponistin, Hochschulprofessorin und prägende Figur in der Welt der Neuen Musik, kuratierte acht Programme für das Mozartfest. Vier ihrer Stücke sollen ihre Uraufführung in Würzburg erleben, darunter das Auftragswerk „Si­­­g­­na­turen“ für zwei Klaviere, Schlagzeug und Streicher.

Von Klängen und Kommunikation

31.03.22 (Stefan Lindemann) -
Zum zehnjährigen Bestehen des Bremer Neue-Musik-Ensembles New Babylon wurden zehn Kompositionsaufträge aus verschiedenen Generationen, Kulturkreisen und ästhetischen Stilrichtungen vergeben, um die herum dann zehn unterschiedliche Programme konzipiert wurden. Ein Bericht von der Auftaktveranstaltung.

Stadt, Land, Saxophon

21.03.22 (Verena Trottmann) -
Gerade in der Neuen Musik fühlt er sich „zu Hause“ und heißt zeitgenössische Projekte willkommen. Durch seine Bodenständigkeit kann man in der Begegnung mit Christian Segmehl einen sehr lebensnahen Blick auf Musik und Kultur werfen. In seinen Konzerten sind Neulinge willkommen – für erfahrenere Hörer ist der Besuch einer seiner Saxophonabende aber auch eine echte Bereicherung. Er spielte bereits mit Orchestern in Russland, Südafrika oder Nordamerika. 2010 erhielt der Saxophonist den „ECHO Klassik“. Doch für seine eigens organisierten Konzerte spielt vor allem Regionalität für Christian Segmehl eine bedeutende Rolle.

Silence to be beaten – Von der Tugend des Sagens

13.03.22 (Markus Hechtle) -
Am 13. März feiert der Komponist und Hochschullehrer Wolfgang Rihm seinen 70. Geburtstag. Sein ehemaliger Schüler Markus Hechtle, jetzt selbst Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Karlsruhe, gratuliert ihm auf seine Weise.

Herausfordernd und dankbar

09.03.22 (Juan Martin Koch) -
Die Wiederentdeckung des Komponisten Eduard Wilsing schreitet voran. Anlässlich der Ausgabe sämtlicher Klavierwerke im Verlag Dohr hat Juan Martin Koch mit dem Herausgeber Guido Johannes Joerg gesprochen.

Hommage à Christoph Caskel

Zu Ehren von Christoph Caskel hatten ehemalige Studierende und Hochschulkollegen am 15. Januar zum Konzert in den Kölner Jazzclub Loft geladen. Das Geburtstagskonzert wurde von Hans Martin Müller, dem Begründer des Loft und früheren Hochschulkollegen von Christoph Caskel mit einer Laudatio eröffnet. Der Flötist Müller erinnerte an das Cimarrón-Quartett, in dem beide mit dem Bariton William Pearson und dem anwesenden Gitarristen Wilhelm Bruck in den 1970er und 80er Jahren zusammen spielten. Dr. Tilmann Fischer, der Direktor der Rheinischen Musikschule Köln, bedankte sich bei Chris­toph Caskel für sein Engagement im Bereich des Schlagzeug-Nachwuchses und versicherte: „Die Rheinische Musikschule ist noch in 100 Jahren stolz, dass Christoph Caskel zum Kollegium gehörte.“

Ausbildung als Fragezeichen

28.02.22 (Stefan Pohlit) -
Am 15. Februar 2022 wäre der Komponist, Professor und Waldorflehrer Peter-Michael Riehm (1947–2007) 75 Jahre alt geworden. Wer ihn näher kannte, weiß, wie sehr sich sein still-authentisches Wesen dem rein „Begrifflichen“ entzieht.

Engagierte Musik

25.02.22 (Matthias R. Entreß) -
Mir begegnete Johannes Wallmanns Musik erstmals bei dem Berliner Festival Kryptonale 1999, das in den Wasserspeichern Prenzlauer Berg stattfand und sich der Musik im Raum, live gespielt oder als multimediale Installation, kurz, der Klangkunst widmete. Damals blickte Wallmann auf eine produktive Schaffenszeit zurück, in der er sich bereits in den 1970er-Jahren – zum Beispiel in Synopsis (1978) für Kammer­ensemble mit Diaprojektionen von Bildern Kurt W. Streubels – um die Verschmelzung verschiedener Sinneseindrücke bemühte.
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