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Es geht um Selbstbestimmung

20.01.23 (Ralf Dombrowski) -
Widerstand ist ein vielschichtiges Phänomen. Als Anahita Abbasi während eines Komponistinnengesprächs moderiert von Rita Argauer auf der Bühne des schwere reiters gefragt wurde, was es mit der Gründung der Iranian Female Composers Association (IFCA) auf sich habe, die inzwischen mehr als 50 Künstlerinnen weltweit unter einem Organisationsdach vereine, ging es in ihrer Antwort auch um die Rechte von Frauen auf Selbstbestimmung.

Eine neue Werkstatt für die Gegenwartsmusik

13.01.23 (Ralf Dombrowski) -
Vor wenigen Wochen erst hat der/gelbe/klang ein neues Hauptquartier bezogen. Das Ensemble konnte eine ganze leerstehende Etage anmieten, eine Zwischennutzung in einem Bürogebäude in München Allach. Es ist eine Form von Luxus, denn durch die Lage in einem Industriegebiet und die nur dezente Frequentierung der anderen Stockwerke ist es kein Problem, Außergewöhnliches zu proben, selbst wenn ein Komponist sich entschließen sollte, ein Werk für sechs Nebelhörner zu schreiben. Es ist auch ein Geschenk beispielsweise für Mathias Lachenmayr, der nicht nur als Perkussionist des Ensembles, sondern auch als Instrumentenbauer fungiert und seine zum Teil abenteuerlichen Konstruktionen nun in den eigenen Werkstatträumen gleich über den Flur schweißen, sägen, hämmern, lochen, schrauben, kleben kann.

Hort künstlerischen Möglichkeitssinns

12.10.22 (Michael Zwenzner) -
Mitte September in Berlin, Eröffnungskonzert des „Kontakte“-Festivals für Elektroakustische Musik in der Akademie der Künste. Gemeinsam mit Sängerin Anna Clare Hauf porträtiert das Ensemble Mosaik den österreichischen Komponisten Clemens Gadenstätter, bekannt für seine technologisch ausgefeilten, gerne auch multimedialen Setups, mit denen er sein Publikum zu expressiv vielschichtigen Musiktrips der geradezu psychedelischen Art einlädt.

Swing für alle

04.09.22 (Ralf Dombrowski) -
Es gibt Musiker, die den Jazz verändert haben. Charlie Parker war so ein Fall, John Coltrane oder Ornette Coleman. Und es gibt Musiker, die für Kontinuitäten sorgen. Das ist die Domäne von Joe Viera. Denn seit den 1960er-Jahren gehört der Münchner Saxophonist, Pädagoge und Bandleader zu den Persönlichkeiten im Hintergrund, vernetzt die Szene und sorgt für Grundlagen, die es der Musik ermöglichen, weiter zu wachsen. Ursprünglich studierter Physiker, hatte er sich mit eigenen Bands zunächst dem traditionellen und dezent modernen Jazz seiner Zeit zugewandt, bald aber erkannt, dass es nicht genügt zu spielen, um über den eigenen Wirkungskreis hinaus etwas zu erreichen.

Das innerste Erleben zum Klingen zu bringen

30.08.22 (Thomas Otto) -
Nichts weniger als ein „Zauberer“ müsse Erich Steffen gewesen sein, sagt Chorleiter, Hochschullehrer und Ehrenpräsident des Chorverbandes Berlin, Reinhard Stollreiter über Erich Steffen, den Gründer des Berliner Mozart-Chores. Wie sonst solle es möglich gewesen sein, dass er es binnen kurzer Zeit schaffte, mit einfachen Volksschulkindern innerhalb eines Jahres einen so ausgezeichneten Kinderchor zu formen? Die Geschichte des Berliner Mozart-Chores ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte mit Konzerten in In- und Ausland und mit unzähligen Aufnahmen, die vor 100 Jahren begann und bis heute anhält. Und sie beruht, wie Reinhard Stollreiter sagt, auf einem einfachen Geheimnis: die kindliche Seele mit den Liedern anzusprechen und das innerste Erleben zum Klingen zu bringen. Über die Geschichte und die Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Chores sprach Thomas Otto mit der langjährigen Leiterin Sabine Fenske, die anlässlich des Jubiläums auch die Chronik des Chores herausgegeben hat: „Von Weißensee nach Wilmersdorf – 100 Jahre Berliner Mozart-Chor“

Auf Tuchfühlung mit der Musik

29.08.22 (Eva Blaskewitz) -
Drei mittelgroße Zimmer einer Altbauwohnung in Berlin-Friedenau, durch Flügeltüren miteinander verbunden. An den Wänden zeitgenössische Kunst: großformatige abstrakte Gemälde und Miniaturen. In den Räumen verteilt afrikanische und asiatische Plastiken. Vitrinen voller ungewöhnlicher Objekte, Fotos, Bücher, Fundstücke.

Ein Ensemble auf seinem Weg

29.08.22 (Georg Beck) -
Wrocław, im Mai – Man muss schon etwas üben, soll ein Ensemblename wie dieser halbwegs unfallfrei, dazu mit der richtigen Betonung über die Lippen kommen: Spółdzielnia Muzyczna. Was das bedeutet? Wie man auf so etwas verfällt?

Der letzte virtuose Meister seines Genres

18.07.22 (Dieter David Scholz) -
Georg Kreisler, der letzte Altmeister des Kabaretts, wurde vor 100 Jahren, am 18. Juli 1922, geboren. Vor knapp 20 Jahren verabschiedete er sich von der Bühne und dem Konzertsaal, aber vergessen ist er keinesfalls, dazu sind seine literarischen und nichtliterarischen, seine spöttisch-satirischen Hinterlassenschaften zu originell. Er konnte hinreißend Klavier spielen, hatte ein freches Mundwerk und fürchtete sich vor nichts und niemandem.

Ein hartnäckiger Probierer

11.07.22 (Peter Gülke) -
Selbst in Zeiten nach oben sich weitender Alterspyramiden muss man sich‘s verdeutlichen – und darf keinesfalls dabei stehenbleiben, die Jahreszahl zu feiern: Denn dieser „Uralte“ ist weiterhin nahezu unvermindert tätig und beschenkt uns mit Interpretationen, bei denen Altersreife und jugendliche Beschwingtheit ununterscheidbar werden, durchpulst von einer Freude des Schenkens, von sprudelnder Bejahung, die – gleichfalls ununterscheidbar – bei dem tief Gläubigen diesseitiges Leben ebenso betrifft wie das jenseitige: „Ich glaube an die Auferstehung“. Der Verfasser dieser Hommage, vor mehr als 40 Jahren sein Assistent, später fast Freund geworden, erinnert sich, dass Blomstedt in der Dresdner Heide beim gemeinsamen Joggen vor Bäumen stehenbleiben, sie lange betrachten, bestaunen konnte – „Schöpfung“ für ihn überall und wir allenthalben Brüder von allem, was Schöpfung ist.
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