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Hyperaktives Sensorium

09.05.18 (Dirk Wieschollek) -
„Wir laden unsere Batterie/Jetzt sind wir voller Energie/Wir sind die Roboter“ tönt es zu Beginn von Kraftwerks zukunftsweisendem Album „Mensch-Maschine“ und dieses „Wir“ war schon 1978 mehr als das lyrische Ich der Maschine, sondern auch aus der Perspektive der Menschen gesprochen, die sich auch jenseits der Kraftwerk-Bühne allmählich anschickten, sich in androide Mischwesen zu verwandeln. Hatten Kraftwerks technisch-soziale Utopien zu Beginn des PC-Zeitalters noch die Aura von Science-Fiction, sind die Vermischungen von Mensch und Technik, Lebenswirklichkeit und digitaler Konstruktion zu Beginn des 21. Jahrhunderts in jede Faser des Alltags eingedrungen.
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So wach und aktiv wie lange nicht mehr

27.04.18 (Wolf Loeckle) -
Städten mag es ergehen wie einzelnen Menschen. Kommen doch auch die daher wie ein Star, als Diva, als Machtexponent, als Kümmerling. Sie können Objekt des Hasses werden. Oder womöglich blind machender Liebe. Der bayerischen Landeshauptstadt München widerfährt beides im Übermaß. Doch auch Kollegen gewissermaßen wie Berlin oder Wien erleben solches. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verwandelt München sich in die Stadt einer „verrückten Utopie“. Es war, als hätte München sich auf dem Planeten weiter nach unten bewegt, weiter nach Süden „in Richtung Sonne, Lässigkeit, Schönheit, Meer“. Mediterrane Visionen.

Einfach neugierig

25.04.18 (Guido Krawinkel) -
Mit einer Frage fing alles an: „Wie kann es sein, dass Komponistinnen so unbekannt und in den Konzertprogrammen so schlecht repräsentiert sind?“ Das fragte sich die Leipziger Pianistin Kyra Steckeweh.

Musik muss zunächst einmal überhaupt nichts

18.04.18 (Juan Martin Koch) -
Er zählt zu den profiliertesten Künstlern seiner Generation: Mit seinen Konzertprogrammen und Aufnahmen fordert Igor Levit sein Publikum zur intensiven Auseinandersetzung mit Musik heraus und bekennt mit klaren Äußerungen unter anderem auf seinem Twitter-Account politisch Farbe. Juan Martin Koch hat den Pianisten zum Gespräch getroffen.

Dieses Bewegen im halbdunklen Fühlwissen

27.03.18 (Ralf Dombrowski) -
Der Wahl-Münchner Gitarrist und Komponist Gunnar Geisse hat den Jazz hinter sich gelassen. Nach mehr als drei Jahrzehnten in der Szene zählt er inzwischen zu den Pionieren der elektronischen Musik und entwickelt Klänge und Konzepte, die in die Zukunft weisen.

Immer wieder neuAnders

13.03.18 (hans-joachim hespos) -
Am 13. März wird Hans-Joachim Hespos, das immer noch große Enfant terrible der Neuen Musik, 80 Jahre alt. Zeit und Anlass, zurückzublicken, was Ute Schalz-Laurenze zusammen mit ihm getan hat.

Die Orgel überdauert – wenn sie gepflegt wird

28.02.18 (Burkhard Schäfer) -
Im Dezember 2017 hat die UNESCO die deutsche Orgelbaukunst und -musik zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Medial schlug das hohe Wellen, zumindest kurzzeitig. Kann diese Auszeichnung aber auch dabei helfen, die Orgel aus ihrer (sakralen) Nische herauszuholen, gar populär zu machen? Einer, der es wissen muss, ist Philip Hartmann, seit 2005 Bezirkskantor für das Dekanat Ulm und Mitherausgeber des Standardwerks „Handbuch Orgelmusik“ (Bärenreiter/Metzler). Wir sprachen mit ihm über den „Orgelstandort Deutschland“ und darüber, warum es so schwer ist, Nachwuchs für die „Königin der Instrumente“ zu finden.

Mit Schostakowitsch zurück in die Zukunft

27.02.18 (Marco Frei) -
In Kasan erlebt das Tatarische Nationalorchester gegenwärtig eine neue Blüte. Dafür steht auch ein Schostakowitsch-Zyklus, der jetzt auf CD erschienen ist. Und dies in einer Stadt, die für Orchester kein einfaches Pflaster ist.

Raus aus der Komfortzone

23.02.18 (Dirk Wieschollek) -
Es ist ein populärer Irrglaube, „Neue Musik“ sei gleichbedeutend mit verkopften Struktur-Exerzitien, deren adäquate Umsetzung hochspezialisierten Ausnahmekönnern vorbehalten bleibt, die die nervenaufreibende Ereignisfülle tiefschwarzer Notenblätter mit der Perfektion eines Uhrwerks vorantreiben. Dass jede zeitgenössische Musik aber auf der Ebene des Sinnlichen ansetzt, und auch ganz anders funktionieren und lebendig werden kann, daran erinnert jenseits virtuoser Hochseilartistik oder kurzlebiger Education-Projekte seit geraumer Zeit eines der hierzulande ambitioniertesten musikalischen Vermittlungsprojekte: das Ensemble der Länder.
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