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Alle Artikel kategorisiert unter »Portrait«

Eigene Wahl statt Musik über Algorithmus

08.08.19 (Michael Scheiner) -
Pioniere sind sie gewissermaßen beide. Nach dem Schlagzeugstudium und einigen Jahren als Soloschlagzeugerin im New Mexico Symphony Orchestra von Santa Fe brach Robyn Schulkowsky eine konventionelle Karriere ab. Sie ging für ein Kompositionsstudium nach Köln zu Christoph Caskel. Noch während des Studiums startete sie mit Uraufführungen von Werken von John Cage bis Olga Neuwirth, Walter Zimmermann, Morton Feldman und Iannis Xenakis als Solistin durch. Als Instrumentalistin und Interpretin Neuer Musik nahezu allein auf weiter (Musik-)Flur, machte sie sich auch in der Free-Jazz-Szene, wie im Bereich so genannter Weltmusik einen Namen als Improvisatorin. In vielen Kooperationen, darunter mit Fredy Studer und dem amerikanischen Avantgarde-Schlagzeuger Joey Baron begann sie nach neuen Klängen und Klangmöglichkeiten zu forschen und diese auszuloten.

„Du bist zwar verrückt, aber wir machen das“

23.06.19 (Verena Düren) -
Mit gleich drei fulminanten Konzerten in Köln, Leipzig und Berlin feierte das Bundesjugendorchester Ende April sein Jubiläum. 175 Musiker waren bei Varèses „Amériques“ und Strauss’ „Eine Alpensinfonie“ auf der Bühne, davon 70 Ehemalige aus zahlreichen Kulturorchestern, aber inzwischen auch ganz anderen Berufssparten.

Bogotá liebt Brahms, Schubert und Schumann

29.05.19 (Michael Ernst) -
Kolumbien und Klassik, das scheint - aus eurozentristischer Sicht - ein ungleiches Paar zu sein. Mitnichten, wie das Festival „Bogotá es Brahms, Schubert, Schumann“ bewies. Die Wege sind weit in Bogotá, denn die Zehn-Millionen-Stadt (verlässliche Angaben zum anhaltenden Bevölkerungswachstum gibt es nicht) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten exorbitant in der kolumbianischen Anden-Hochebene erweitert.

Ein Bach-Doppelkonzert wird nie sterben

28.05.19 (Nele Gerschwitz) -
„Klassiker, wie das Bach-Doppelkonzert sind einfach wirklich wunderschöne Werke, die bis jetzt mehrere hundert Jahre überlebt haben und die nie sterben werden. Es kommen ja immer neue Zuhörer auf die Welt, die diese Musik dann wiederum zum ersten Mal hören und sich von ihr verzaubern lassen – wie schon so viele vor ihnen.“ Marie-Luise Dingler

Mindestens fünf Jahre ohne Orgel

08.05.19 (Hannah Schmidt) -
So richtig realisiert habe er noch nicht, was da am Montagabend Mitte April in Paris eigentlich passiert sei, sagt Notre-Dame-Titularorganist Olivier Latry, 57 – es sei zu schrecklich. Er sitzt am Donnerstagvormittag in einem Bus von Dresden nach Wien, noch immer etwas mitgenommen, wie man seiner Stimme zwischendurch durch das Telefon anhört. Erst am Tag zuvor hatte er in einer Pressekonferenz vor seinem Gastspiel im Dresdner Kulturpalast offiziell bekannt gegeben, dass die historische Cavaillé-Coll-Orgel auf der Empore zwischen den beiden Haupttürmen – mit 115 Registern und rund 8000 Pfeifen die größte Orgel Frankreichs – wohl von dem verheerenden Feuer verschont geblieben ist. Eine fast unglaubliche Nachricht. Der Schock sitzt dennoch tief.

Innerhalb des Mischklangs Akzente setzen

25.04.19 (Georg Rudiger) -
Schon die ersten Töne des Altsaxophons lassen aufhorchen. Der Contrapunctus I, das bekannte Thema aus Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“, hat jede Bodenhaftung verloren. Es sind durchsichtige, leicht vibrierte, zärtlich geblasene Klänge, mit denen Elliot Riley den vielgehörten Pfundnoten große Sinnlichkeit verleiht. Auch wenn auf der CD aus dem Jahr 2011 Christine Rall mit dem Sopransaxophon und die beiden Kollegen Kenneth Coon und Bruce Weinberger am Bariton- und am Tenorsaxophon einsetzen und die Vierstimmigkeit des Raschèr Saxophone Quartet erreicht ist, bleibt die lichte Transparenz erhalten.

Die trotzige Pierrette

04.04.19 (Anna Schürmer) -
Das astrologische Jahr 2019 steht unter dem guten Einfluss von Merkur, der mit Verstand und Erfolg die sinnesfreudigen Harmonien von Venus abgelöst hat. Und doch scheint ein guter weiblicher Stern ins Musikjahr 2019 abzustrahlen: Nachdem Rebecca Saunders als erste Komponistin den Ernst von Siemens Musikpreis abgeräumt hat, gewinnt Olga Neuwirth den Preis der Christoph und Stephan Kaske Stiftung.

„Das Klassik-Geschäft ist ein schmutziges geworden“

27.03.19 (Burkhard Schäfer) -
Musikinteressierten Menschen muss man Tabea Zimmermann nicht vorstellen. Der Name steht quasi synonym für „ihr“ Instrument: die Bratsche. Die weltweit gefeierte Solistin ist gleichzeitig auch Dozentin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Im Interview mit der nmz spricht die Künstlerin unter anderem darüber, welche technischen und physikalischen Besonderheiten die Bratsche bietet, wie sie die derzeitige Ausbildungssituation und den „Kulturstandort“ Deutschland einschätzt und was sie von der Hochglanz-Klassik hält.

„Ich weiß nicht, was das Neue sein soll“

17.02.19 (Georg Rudiger) -
Anno Schreiers Opern werden nicht auf Neue-Musik-Festivals, sondern an Stadttheatern gespielt. Der in Karlsruhe lebende Komponist zeigt in seinen Werken einen unverkrampften Umgang mit der musikalischen Vergangenheit. Georg Rudiger hat den 39-jährigen Komponisten in Baden-Baden getroffen und sich mit ihm einen Nachmittag lang unterhalten – über den Reiz von Einschränkungen, sein Desinteresse an elektronischer Musik und über seine neue Oper.

In den virtuellen Raum und zurück

08.02.19 (Stefan Pieper) -
„Ich bin schon immer ein Sinnsuchender gewesen. Ich mache grundsätzlich Projekte, die ich interessant finde und selbst gerne hören würde“, bekennt Martin Tchiba, Pianist, Komponist, und Improvisator. Gerade wurde er mit dem Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.
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