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Kreativkraftwerk in personam

15.07.17 (Andreas Kolb) -
Was den Trend zur Gehaltsästhetik in der Musik unserer Tage angeht: Peter Michael Hamel war und ist schon immer diesseitig gewesen mit seiner Kunst. Das ging los mit seinem Militärdienst beim Lufttransportgeschwader in Neubiberg. Vier Semester Kompositionsstudium hat ihn das gekostet, da kann er sich fünf Jahrzehnte später noch darüber echauffieren, und schon damals sang er „Eine Armee ohne Kultur ist eine unwissende Armee“. Als Vertreter der 68er-Generation versuchte der 1947 in München geborene Musiker den Spagat zwischen der Hochkultur und den Worten des Vorsitzenden Mao Zedong. Das ging nicht immer ohne Reibungs- und Materialverluste: Stets gab es aber auch musikalischen Materialgewinn als Ergebnis dieser Konflikte.

Über die Krise von Zufluchtsstätten

15.06.17 (Hans-Jürgen Linke) -
Eine Art Anfang war „Ungebräuchliches“ für Oboe, entstanden 1964, in Frankfurt am Main uraufgeführt am 10. Dezember 1965 durch den Komponisten selbst und acht Monate später einer größeren Öffentlichkeit bei den Darmstädter Ferientagen für Neue Musik vorgestellt. Rolf Riehm, Komponist und Oboist, lieferte damit vielleicht eine Art Exposé seiner Lebensarbeit, die sich immer unter intensiver und unerbittlich kritischer Anstrengung mit dem Konventionellen beschäftigt hat.

Universalgelehrte in Sachen Theremin

07.06.17 (Guido Krawinkel) -
Ein Holzkasten mit etwas Elektronik drin, zwei Antennen, ein Stromkabel, ein Lautsprecher. Das ist ein Theremin. Viel dran ist also nicht, rein technisch gesehen zumindest, und doch strahlt das Instrument auch 96 Jahre nach seiner Erfindung durch den Russen Leon Theremin immer noch eine große Faszination aus.

Kann ein Friedenssymbol zu provokativ sein?

02.06.17 (Martin Hufner) -
Zu seinem Stück „Adhan“ schreibt Maximilian Marcoll: „Pfingsten ist ein ursprünglich jüdisches Fest (Shavuot), das – laut Bibel – gerade von den Aposteln gefeiert wurde, als der Heilige Geist in sie fuhr und sie befähigte, in allen Sprachen zu sprechen, die damals in Jerusalem vertreten waren. Das Pfingstfest wurde einem bereits bestehenden jüdischen Feiertag also quasi aufmoduliert und markiert einerseits die ‚Geburt der Kirche‘, andererseits aber auch ein Gegenbild zu Babel: Die Verständigung zwischen unterschiedlichen Kulturen.

Frankreichs romantisches Erbe wird in Venedig gehütet

30.05.17 (Andreas Kolb) -
Nicht „Aimez-vous Brahms?“ oder „Aimez-vous Monteverdi“, sondern „Aimez-vous Fernand de La Tombelle?“ durften sich Venedigs Musikliebhaber in den Monaten April und Mai verschwörerisch zuraunen. Warum empfindsame französische Lieder und Streichquartette gerade in der Lagunenstadt? In einer kleinen Gasse in der Nähe des Kanals Rio di San Giacomo dall‘Orio liegt das Palazzetto Bru Zane, ein früheres Lusthaus des einflussreichen venezianischen Adelsgeschlechts Zane. Seit acht Jahren ist das Palazzetto im Besitz der Bru Fondation, die dort das Centre de musique romantique française einrichtete.

„Der Musiker muss schwitzen“

23.04.17 (Rainer Nonnenmann) -
Das Kölner Festival „Acht Brücken“ 2017 widmet vom 28. April bis 7. Mai Unsuk Chin einen Schwerpunkt. 13 Werke der südkoreanischen Komponistin gelangen zur Aufführung, darunter groß besetzte Ensemble-, Konzert- und Orchesterwerke. Chin wurde 1961 in Seoul geboren, studierte dort Komposition und ab 1985 dank eines DAAD-Stipendiums bei György Ligeti in Hamburg. Seit 1988 lebt sie in Berlin. Mit ihr sprach Rainer Nonnenmann.

Musikalische Autorität, moralische Institution

25.03.17 (Dieter David Scholz) -
Er hatte Giuseppe Verdi persönlich noch kennengelernt, denn er wohnte der Uraufführung von Verdis Otello bei, 1887 in der Mailänder Scala. Arturo Toscanini war damals zwanzig Jahre alt.

Das Etikett „cool“ bringt nichts

15.03.17 (Nils Mönkemeyer) -
Bratscher standen unter den Streichern lange Zeit im Schatten der Geiger und Cellisten. Nils Mönkemeyer hat es ganz nach oben geschafft. Er ist nicht nur ein erfolgreicher Solist, der mit renommierten Orchestern unter Dirigenten wie Marc Minkowski, Markus Stenz, Mario Venzago, Sylvain Cambreling oder Michael Sanderling auftrat. Unter seinen Kammermusikpartnern finden sich Namen wie Sabine Meyer, William Youn und Julia Fischer.

Fünf plus eins als vokale Glücksformel

08.03.17 (Juan Martin Koch) -
„Once upon a time“: Es war einmal, vor 25 Jahren, eine Gruppe fünf ehemaliger Regensburger Domspatzen, die mit Jazz­arrangements aus dem gewohnten Chorrepertoire ausscherte. Mit einer Sopranistin zum Sextett komplettiert gewannen sie 1994 den Deutschen Musikwettbewerb. Der Rest ist Singer-Pur-Geschichte.

Mit Bach gegen alle Widerstände

25.02.17 (Albrecht Dümling) -
Das Klavier hatte die im Januar 1927 in Pilsen geborene Zuzana Ružicková schon als Kind fasziniert. Eigentlich hatten die Eltern ihr keinen Musikunterricht geben wollen. Als die achtjährige Zuzana während einer schweren Lungenentzündung aber immer von Musik und vom Klavierspiel träumte, erfüllten sie ihr diesen dringenden Wunsch.
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