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Alle Artikel kategorisiert unter »Rückblende«

Vor 50 Jahren (1971/07)

„Hermann Prey wurde zum Vorsitzenden der Fachgruppe Gesang in der Gewerkschaft Kunst und Kultur gewählt.“ Eine solche Meldung würde alle überraschen. Aber ist es tatsächlich so absurd, wenn sich auch Musiker, also Arbeitnehmer im Dienste der Kultur, gewerkschaftlich organisieren?

Vor 100 Jahren (1921/07) – «In dieser Musik geschieht zu wenig»

09.07.21 (W. Nagel) -
[…] Paul Hindemiths Begabung und Können lassen sich auch in diesen Partituren erkennen. Die sonderbare Form und der seltsame Inhalt der Dichtungen bedangen besondere Ausdrucksmittel. Die Musik zu Kokoschkas Drama mag man expressionistisch nennen, obgleich der Ausdruck hier wie in der Musik zur Groteske wegen des vielen satztechnisch, polyphon Bedingten wohl nicht ganz paßt.

Sechs-Eck auf der Gitarre

28.05.21 (Hartmut Lück) -
Leo Brouwer, Gitarre, spielt Werke von Gaspar Sanz, Luys de Narváez, Fernando Sor, Cornelius Cardew, Hans Werner Henze und Leo Brouwer. Deutsche Grammophon Debut Nr. 2555 001, 30 cm, stereo, 6 DM

Oswald Spenglers „Untergang des Abendlandes“ und die Musik

28.05.21 (Paul Nettl) -
[…] Spenglers tiefste Ueberzeugung ist sein Glaube an den „Untergang des Abendlandes“, d.h. den Untergang der abendländischen Kultur. Die gesamte Musikgeschichte wird durch den Prozeß der Verdrängung der Vokal- durch die Instrumentalmusik begleitet, ein Prozeß, der die Befreiung der Tonkunst „von dem Rest des körperlichen im Klange der menschlichen Stimme“ darstellt. Mit der Vollendung der Sonatenform ist der Höhepunkt erreicht und schon Richard Wagner löst die Melodie auf, wie dies in der Malerei Manet und sein Kreis getan haben.

Vor 100 Jahren: Musikbriefe (1921/05)

22.05.21 (Juan Martin Koch) -
Tokio. Wenn wir heute über eine Beethoven-Gedächtnisfeier in Tokio berichten, wird mancher Leser vielleicht ungläubig fragen, wie ist das möglich? Woher die Kräfte, die im fernen Osten unserem gewaltigen Beethoven gerecht werden können? Und dennoch, allen Zweiflern sei gesagt, Beethovens 150. Geburtstag wurde hier in würdiger Weise durch drei große Orchesterkonzerte am 4., 5. und 11. Dezember gefeiert.

Vor 50 Jahren: Philharmonische Fronten (1971/05)

28.04.21 (Juan Martin Koch) -
[…] Schon im ersten Konzert stieß Klaus Hashagens „Die vier Apostel“ auf den handfest in Sprechchören sich organisierenden Widerstand. Der Verein „Rettet Dürer“ kündigte alsbald ein eigenes Konzert mit würdigerer Dürer-Festmusik an. Und beim dritten Konzert der Reihe mit einem neobarocken, höchst erfolgreichen Orgelkonzert von Harald Genzmer und den minimal-impressionistischen Orchesterskizzen „Stille und Umkehr“ von Bernd Alois Zimmermann – ausgerechnet sie wurden gleichsam ausgehustet – war vor allem angesichts der überdimensionalen Wortkomposition „… inwendig voller Figur…“ von dem Schweizer Klaus Huber mit massiven Störungen zu rechnen.

Wer hat die Darmstädter Ferienkurse ruiniert?

11.04.21 (Rudolf Frisius) -
[…] Nach vielen Jahren des Aufschwungs machten sich allerdings gegen Ende der fünfziger Jahre bereits retardierende Tendenzen bemerkbar. Das Auftreten von Cage provozierte die Polemik von Boulez, die indirekt auch auf aleatorische Musik von Stockhausen zielte. Wenig später gerieten Stockhausen und Nono öffentlich in Streit, weil Nono seine serielle musikalische Konzeption nicht mehr durch Aleatorik oder musikalische Grafik in Frage stellen wollte. An die Stelle von gemeinsamer fairer Diskussion und Weiterarbeit trat mehr und mehr nutzlose Polemik. Die bisherige Solidarität schwand dahin, rivalisierende Gruppen und Personen traten in Erscheinung. […]

Rückblende: Vor 100 Jahren - Rundfunk!

01.04.21 (Neue Musik-Zeitung) -
Hauptfunkstelle Königs-Wusterhausen | Die von Hinrich Ohlhauer (Hamburg) hergestellte Geige | Notlage einer Großnichte Franz Schuberts

„Tage der Neuen Musik“ in Hannover (1971/03)

[…] Das, was der Titel dieser Revue versprach, nämlich ein Sichten, Ordnen und schlagkräftig agitatorisches Interpretieren von Wirklichkeit-Fragmenten, eine Interpretation mit bestimmter politischer Stoßrichtung zudem, wurde anschließend durch ein anderes Werk eingelöst: „So kann es nicht weitergehen, aber so geht es weiter“, eine „große Oper in fünf Akten“, des 27jährigen Hamburger Komponisten Niels Frédéric Hoffmann.

Kunst und Künstler

29.03.21 (nmz) -
Aus Salzburg wird der „N.M.Ztg.“ geschrieben: Das Kuratorium des Mozarteums hatte eine Versammlung einberufen, in der der Direktor des Instituts, Dr. Bernhard Paumgartner, der Oeffentlichkeit, vor allem den Vertretern des Landes und der Stadtgemeinde, ein Bild der finanziellen Lage entwickelte. Das Haus ist gegenwärtig in äußerster Bedrängnis, da es ohne große Hilfsaktionen heuer nicht mehr möglich sein wird, das Defizit zu decken und weil die Einnahmen aus den Schulgeldern und den Subventionen nicht einmal mehr hinreichen, um die Lehrkräfte ausreichend zu bezahlen. Das Schulgeld kann nicht mehr erhöht werden.
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