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Rückblende: Vor 100 Jahren – 1921/02

26.02.21 (nmz - jmk) -
Der so lange verachtete Leierkasten soll jetzt reformiert werden. Der Vorsteher der Londoner Musikschule, Sir Hugh Allen, hat auf einer Konferenz der englischen Musikgesellschaft zu dieser Tat aufgefordert. Er hob hervor, daß der Leierkasten eines der wichtigsten Verbreitungsmittel der Musik sei und diese Kunst selbst an Ohren bringe, die sie sonst nie erreicht. Daher dürfe man nicht dulden, daß diese Instrumente, die die vorzüglichsten Träger der Verbreitung guter Musik unter den Volksmassen seien, nur für die niedersten Gassenhauer mißbraucht würden und er schlägt vor, von nun an auf den Drehorgeln Menuette von Bach und Händel, Walzer von Tschaikowski und ähnliche klassische Musikstücke zu spielen.

Rückblende: Vor 50 Jahren – 1971/01: Cage gibt das Komponieren auf

Höhepunkt und Abschluß des Festivals bildeten zwei John-Cage-Tage. Cage war selbst seit einiger Zeit in Paris und hat an Vorbereitungen und Veranstaltungen persönlich mitgewirkt. Bei fast allen Präsentationen kamen ästhetische Zufallsmodelle zur Geltung. Auf Zufallsoperationen beruht etwa das Material seiner Carillon-Musiken, gespielt auf dem Glockenspiel von St. Germain-l’Auxerrois.

Vor 50 Jahren: „In die konservative Gesellschaft hineingehen“

[…] C.H.B.: Sie haben Ende der fünfziger Jahre ein vielzitiertes Stichwort aufgebracht: „Alea“, Dieses Stichwort war musikalisch exakt determiniert: als Bezeichnung des „dirigierten Zufalls“, einer kompositorisch gelenkten, das heißt der musikalischen Textur eingewebten, bewußt in sie einbezogenen Freiheit der Interpretation. Für das, was daraus geworden ist – eine Lawine von Willkür und ein Klischee –, können Sie nichts. Wie sehen Sie heute das Problem von Freiheit und Determination?

Vor 100 Jahren: Walter Braunfels: „Die Vögel“. Ein lyrisch-phantastisches Spiel

27.11.20 (Richard Würz) -
Keine Oper mit üblichem, normal gefügtem Szenenbau. Auch kein musikalisches Drama mit theatergerechten und starken Wirkungen. Vielmehr ein parabolisches Stück, das zu seinem vollen Verständnis vom gewöhnlichen Theaterpublikum nicht gerade wenig voraussetzt. Wer dieses Spieles tiefsten Sinn nicht ohne weiteres zu erfassen vermag, der kann doch der in reine Klangschönheit gerückten Ausdruckswelt der Braunfelsischen Musik unmöglich teilnahmslos gegenüberstehen.

Vor 100 Jahren

29.10.20 (Paul Marsop) -
Es ist mir eine liebe Pflicht, unserem Jenner im Namen der Amtsgenossen ein Wort des Abschieds zu weihen. Fünfundzwanzig Jahre sind nun verflossen, seit wir den Dreißigjährigen, als Nachfolger des unvergessenen Richard Barth, zum Universitäts-Musikdirektor berufen haben. Was unsere Aufmerksamkeit gerade auf ihn lenkte und ihm unter den Bewerbern den ersten Platz sicherte, war seine Beziehung zu Meister Johannes Brahms. Jenner war, wie man weiß, der einzige, der sich rühmen konnte, im eigentlichen Sinne Schüler von Brahms gewesen zu sein.

Vor 50 Jahren: Nur bekannte Namen wurden eingekauft

29.10.20 (Karlheinz Roschitz) -
Proteste gegen geschäftstüchtige Avantgarde-Komponisten und die etablierte Gesellschaft, Provo-Attacken gegen Festivalmanager, Buh- und Pfeifkonzerte heizten bei den vergangenen Festivals zeitgenössischer Musik in Venedig die Atmosphäre stets kräftig an. Das Spiel auf dem Vulkan des Protests erzeugte Spannung, stellte so manche angekündigte Sensation bis zur letzten Minute in Frage. Nicht so diesmal, beim 33. Musikfest im Teatro „La Fenice“, bei dessen Start internationale Prominenz wie äußerer Glanz, sonst Venedigs Stärke, eher karg bemessen waren. […]

Musikkritiker und Zeitungsinserat

23.10.20 (Paul Marsop) -
[…] Schneidet doch einmal aus einer größeren angesehenen Tageszeitung die in einem Musikwintermonat der Gegenwart gedruckten Konzert- sowie Opernkritiken aus und geht sie hintereinander durch: auf der Hand liegt, daß der Musikredakteur und seine Helfer mit völlig belanglosen Auslassungen über die Notenfabrikate wiederkäuender Komponisten jeglicher Farbe und Herkunft, mit unausgesetztem Breittreten an gleicher Stelle tausendmal besprochener Loewe-Abende und Beethoven-Reproduktionen, mit Aufzählung läppischer Wunderkindereien trotz aller Papierknappheit eine Unzahl Spalten füllen. Notgedrungen, auf Befehl.

Ein großer Initiator – Zum Tode von Heinrich Strobel

29.09.20 (Gerhard R. Koch) -
Heinrich Strobel, der in diesem August in Baden-Baden gestorben ist, war, obwohl weder als Komponist noch als Interpret tätig, eine der Vaterfiguren der Neuen Musik, als Schriftsteller und Organisator ein Motor von Bedeutung.
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