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nmz fordert Stellungnahmen ein

01.03.08 () -

„Dieser Abschlussbericht der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland‘ wird für lange Zeit die Referenz deutscher Kulturpolitik sein“, schreibt Norbert Lammert in seinem Vorwort zum Bericht. Die neue musikzeitung holt ab sofort in lockerer Reihenfolge Stellungnahmen zu einzelnen Themen des Enqueteberichts bei Persönlichkeiten und Institutionen des Kulturbetriebs ein. Zu den „Handlungsempfehlungen Arbeitsrecht“ befragte die Redaktion Rolf Bolwin, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, Wolfgang Paul, ver.di Bundesvorstand, Bundesfachgruppenleiter Theater und Bühnen und Darstellende Kunst, und Hans Herdlein, Präsident der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger. Lesen Sie die Stellungnahmen auf den Seiten 6 bis 8 des nmz-Magazins.

Umsetzung wünschenswert

01.03.08 () -

Zu 3.: Die kommunalen Organisationen wie der Deutsche Städtetag oder die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (KGSt) sind im Zuge der Verwaltungsmodernisierung schon seit Langem dabei, die Kameralistik durch die moderne Haushaltsführung abzulösen. Eine mittelfristige Planungssicherheit für die Theater wird bereits vielfach praktiziert oder angestrebt. Diese Vorhaben gehen jedoch nur zögerlich voran, so dass dieser Handlungsempfehlung eine beschleunigte Umsetzung zu wünschen ist.

Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen

01.03.08 () -

Der Schlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ umfasst quantitativ beeindruckende 509 Seiten und versucht zu einer Fülle von Fragestellungen zum oben genannten Themenkreis eine Aufarbeitung des derzeitigen Spektrums zu leisten, um dann darauf aufbauend Empfehlungen abzugeben, wie nach Ansicht der Kommission die „Kultur in Deutschland“ weiter entwickelt werden soll.

Wo Worte nicht weiterhelfen

01.02.08 (Klaus-Martin Heinz) -

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Auch 2006 und früher hatte man schon beobachtet, wie eine rasant steigende Anzahl dementieller Erkrankungen diagnostiziert wird. All dies war also längst bekannt, als Verantwortliche der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) sich im Frühsommer 2006 zusammensetzten. Letztere hatte schon im März 2004 die „Demenzkampagne Rheinland-Pfalz“ gestartet mit dem Ziel, intensive und aktive Aufklärungsarbeit zum Thema Demenz zu betreiben und die Lebensqualität dementiell erkrankter Menschen zu verbessern. Als eine Maßnahme dieser Kampagne entwickelten Verantwortliche der Landesmusikakademie und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) im Frühsommer 2006 eine Fortbildung zum Thema „Demenz und Musik“. Zielgruppe: Fachkräfte der ambulanten und stationären Pflege.

Wünsche stehen für das Prinzip Hoffnung

01.12.07 () -
Wish You. Best Christmas Ever, hrsg. von Renate Heilmeier, Trikont, US-0377, 15,00 j

Fördergelder ins Kulturleben gerettet

01.11.07 (Agnes Degen) -

„Konzert des Deutschen Musikrates“ – dieser Name steht seit 1980 für ein Förderprogramm des Deutschen Musik-rates zugunsten der zeitgenössischen Musik. Seine Gründungsgeschichte ist ein Musterbeispiel dafür, wie aus einem Scheitern doch noch das Beste gemacht wurde: Der große Wurf einer Deutschen Nationalstiftung für Kunst und Kultur, Bestandteil der Regierungserklärung des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, konnte nicht realisiert werden. Im Bundeshaushalt waren bereits Haushaltsmittel für die geplante Nationalstiftung reserviert. Aber der Widerstand der Bundesländer gegen eine stärkere eigenständige Bundeskulturförderung war nicht zu überwinden; die Nationalstiftung konnte nicht geboren werden.

Der Geigenkinder Metamorphose

01.10.07 (Eckart Rohlfs) -

Was bringt ein Wettbewerb für musizierende Kinder im Schüleralter, wenn sie zum Beweis ihrer Begabung, vielleicht auch zur Befriedigung ehrgeiziger Eltern und tüchtiger Lehrmeister eine halbe Weltreise unternehmen müssen, beispielsweise aus dem fernen Asien – sollten sie nicht gerade gastweise einen Teil ihrer Ausbildung in Europa erhalten? Aber im Ursprungsland musikalischer Klassik einmal eingetaucht zu sein, ist Wunsch und Stolz, den sich die Familie etwas kosten lässt, auch wenn die 12-jährige Seo-Hyun Lim aus Korea als Beste ihrer Klasse weder die deutsche Preisurkunde noch die auf Englisch für den zusätzlichen EMCY-Kunstpreis lesen kann. Da bleibt nur die Kurzformel: der Weg sei das Ziel. Und das Ziel ist in gewissen Zeitabständen der nächste Wettbewerb, um sich im nächst höheren Rang testen zu lassen. Dazwischen Weiterförderung solcher Begabungen in Meisterkursen (der Juroren), in Orchesterprojekten – so jedenfalls sehen es Wettbewerbsleiter und Juryvorsitzender Professor Petru Munteanu und seine Sponsoren. Solcher Impetus jedenfalls gehört zur Intention derartiger Jugendwettbewerbe.

Großer Ärger um Großes Recht

01.06.07 (Barbara Lieberwirth) -

Was ist der Unterschied zwischen einer Oper Georg Friedrich Händels und einer von Helmut Lachenmann? Die Oper Lachenmanns ist urheberrechtlich geschützt, Händels Oper hingegen nicht mehr. Könnte man meinen; immerhin ist der Altmeister des Barock seit fast 250 Jahren tot. Wird aber die Händel-Oper neu editiert, unterliegt sie von da an – genau wie die Oper Lachenmanns – dem Urheberschutz. Gleiches gilt für Ergänzungen, die von zeitgenössischen Komponisten in ein bestehendes musikdramatisches Werk eingefügt werden, sei es weil das Werk vom ursprünglichen Komponisten nicht vollendet wurde oder weil Teile der Komposition verloren gingen. Die Urheberrechte am gesamten Werk leben mit einer Bearbeitung oder Vervollständigung von neuem auf.

Dramatische Perspektiven

01.06.07 (Direktor Händel-Haus) -

Deutschland verfügt über eine ungeheure Dichte an Musikfestivals. Von der Nordsee bis zu den Alpen verwandeln sich ganze Landstriche im Sommer in blühende Musiklandschaften. Ein großer Schatz, und ein großes kulturelles Potential! Wichtige Partner der Festivals waren und sind von jeher die öffentlichen Rundfunkanstalten, die im Rahmen ihres kulturellen Auftrages Live-Aufführungen regional oder gar bundesweit anbieten. Diese Ausstrahlungen sind zugleich Botschafter für Musik jenseits des Mainstreams oder gar neu entdeckte und edierte Stücke. Gerade dieser letzte Bereich entwickelt sich positiv, und es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht das eine oder andere, Archiven entrissene Werk begeisterte Aufführungen erlebt. Aus dem punktuellen Ereignis kann aber erst dann mehr werden, wenn diese Aufführungen auch verbreitet, sprich gesendet werden. Diese mediale Verbreitung ist es, die so manches Werk in die Repertoires der Theater bringt und damit den scheinbar festgelegten Spielkanon der Opernhäuser immer wieder mit neuen Werken belebt.

Die GEMA im Wettbewerb mit den Schwestern

01.06.07 (Barbara Haack) -

Vorauseilender Gehorsam oder weitblickendes Handeln angesichts zukünftiger Gesetzeslage? Mit der Gründung von CELAS hat die GEMA Fakten geschaffen. Als erste im Reigen der internationalen Verwertungsgesellschaften hat sie – gemeinsam mit der britischen Schwestergesellschaft MCPS/PRS – auf die Empfehlung der EU-Kommission reagiert, die da lautet: Verwertungsgesellschaften sollen zukünftig zueinander in Wettbewerb treten. Bisher regiert jede Gesellschaft quasi monopolistisch auf dem jeweiligen nationalen Terrain. Jetzt also soll sich dies – zumindest im Bereich der Online-Lizenzierung – ändern. Eine Ausdehnung auf andere Verwertungsarten ist dabei vermutlich eher eine Frage des „Wann“ denn des „Ob“. Immerhin: Der Supergau aus Urhebersicht konnte vermieden werden. In dem von der Kommission gewünschten Wettbewerb streiten sich die Gesellschaften nicht um die Nutzer, sondern um die Rechteinhaber. Das heißt: Komponisten und ihre Verlage werden zukünftig umworben und können mit einer Gesellschaft ihrer Wahl Verträge über die Verwertung ihrer Online-Rechte abschließen.

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