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Urheberrecht und CD-Piraterie – zur Schutzwürdigkeit einer tonmeisterlichen Leistung

01.06.07 (Jens-Uwe Völmecke) -

„Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ – eine Binsenweisheit zwar, aber wie immer trifft sie die Sache auf den Punkt. Wer den Meisterbrief führt, hat in der Regel viel Zeit und Geld in die Hand genommen und in seine Ausbildung investiert, um von seiner Zunft als Fachmann anerkannt zu werden. Umso besorgter müssen Kollegen des Verbandes Deutscher Tonmeister (VDT) immer wieder registrieren, dass Arbeiten aus ihren Werkstätten – wenn sie im Zusammenhang mit der Restauration historischer Schallaufnahmen stehen – sehr schnell zum „Freiwild“ werden. Aufwendig neu gemasterte, oftmals mit viel Liebe zum musikalischen und historischen Detail klanglich vollständig überarbeitete und der gegenwärtigen Audiophilosophie angepasste historische Einspielungen fallen scheinbar ungebremst in das Haifischbecken der CD-Piraterie.

Freie Netze, Privatkopie und befreite Informationen

01.06.07 (Martin Hufner) -

Für öffentliche Diskussionen ist es von nicht zu unterschätzender Bedeutung, dass sie in der Öffentlichkeit stattfinden. Ein banaler Satz. Nur leider finden viele interessante Beiträge, gerade auch zur Frage eines öffentlichen Zugangs zu Wissen und Kunst, hinter fast verschlossenen Türen statt oder auf einem auch theoretischen Niveau, welches mehr an Stammtischgeplauder erinnert. Hier sollen drei Publikationen vorgestellt werden, die man in guter alter Buchform lesen kann, die aber zugleich auch zum kostenlosen Download bereitstehen. Eine nicht ganz neue Entwicklung im Handel mit niedergelegten Inhalten. Auch die nmz praktiziert dieses Vorgehen seit ihrer Präsenz im Internet, die mittlerweile auch schon fast 10 Jahre andauert.

Glossar Urheberrecht

01.06.07 () -

: Bureau International des Sociétés Gérant les Droits d’Enregistrement et de Reproduction Mécanique. Die internationale Vereinigung der nationalen Verwertungsgesellschaften zum Schutz mechanischer Rechte.

Neue Noten kurz vorgestellt

Instrumentalpädagogische Werke, Spielliteratur mit verschieden Schwerpunkten, Schwierigkeitsgraden und Zielgruppen, Kammermusik für den Unterricht sowie neue Urtextausgaben halten sich bei den Neuerscheinungen 2007 die Waage, aber auch Fachbücher unterschiedlichster Themen sowie Kinderbücher mit Musikbezug finden sich unter der Vielzahl der neuen Angebote.

Das Gefühl zu haben, immer besser zu werden

01.04.07 (Christian Höppner) -

Der alte Herr lugte zur Tür hinein, beinahe entschuldigend für die „Störung“, um nach einem Rat zu fragen. Worum es ging, stellte sich nach etlichen einkreisenden Schleifen heraus: er erwäge mit seinen 87 Jahren Geigenunterricht zu nehmen, weil seine Enkel mit ihm Streichquartett spielen wollten. In dem Spannungsfeld von „Dafür bin ich doch viel zu alt“ – und „wäre ja ein Traum, mit meinen Enkeln gemeinsam zu musizieren“ entspann sich ein wunderschöner Dialog, an dessen Ende eine Geigenlehrerempfehlung stand. Nach einem halben Jahr stürmten drei temperamentvolle Kinder mit ihrem Großvater in mein Musikschulleiterbüro und musizierten ein Streichquartett von Haydn. Sicherlich eine besonders günstige Konstellation mit instrumentalen Vorerfahrungen aus früher Jugend – aber beileibe kein Einzelfall.

Geldgeber, Gesellschafter und Geschäftsführer

01.03.07 () -

Nach dem Abschied Torsten Mosgrabers als künstlerischem Geschäftsführer des Deutschen Musikrates schälte sich ein anerkannter Theater- und Veranstaltungsfachmann als Top-Favorit für dessen Nachfolge heraus. Offensichtlich hatte man allerdings vergessen, das Gehalt präzise abzusprechen. Der Aspirant sollte ein knapp 20.000 Euro höheres Jahresgehalt bekommen als seine Geschäftsführer-Kollegen. Präsident Krüger machte sich für eine personalisierte Ausnahmeregelung stark und brachte diesen Vorschlag sogar noch durch den Aufsichtsrat. Gekippt wurde diese „Ausnahmeregelung“ in einer Gesellschafterversammlung des Musikrates. Die Vorgänge veranlassten die nmz nochmals nachzufragen. Andreas Kolb, Chefredakteur der neuen musikzeitung, traf sich mit Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates e.V. und Aufsichtsratsvorsitzender der Deutscher Musikrat gGmbH.

Henry Wieniawski zu Ehren

01.02.07 (Eckart Rohlfs) -

Um gerechte Urteilsfindung geht es an diesem Orte weiterhin, nur nicht um Gut und Böse, sondern um die Besten in Ton und Technik, in optimal gelungener Transmission im Geigenspiel. Ins einstige Tribunal der polnischen Stadt Lublin, stattlich restauriert im Herzen der Altstadt, waren sie einbestellt: 18 Juroren aus 11 Ländern. Es ging wie alle drei Jahre, jetzt zum zehnten Male, um ihr Qualitätsurteil über eine Hundertschaft junger Paganinis. Zwischen 11 und 17 beziehungsweise zwischen 17 und 25 Jahren zählen sie, angereist aus 23 Ländern, aus vielerlei Schulen und Traditionen. Die kurzen Teilnehmerbiografien lesen sich wie ein Katalog weltweiter nationaler wie internationaler Jugend-Wettbewerbe, bei denen vorher die Auftritte trainiert wurden. Dementsprechend selbstsicher, routiniert und als eindrucksvolle Eigenpersönlichkeit überzeugten die Mehrzahl der Vorspieler. Gefragt war das traditionelle Standard-Repertoire zwischen Bach, Klassikern, Paganini und Wieniawski.

Ein Wettbewerb kommt zurück

01.02.07 (Jörg Clemen) -

Am 11. März 2007 ist es so weit: der Internationale Telemann-Wettbewerb in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg öffnet seine Pforten und empfängt dazu auf historischem Instrumentarium musizierende Kammermusikensembles aus aller Welt.

Drei aus sechsundfünfzig durften in die Tonhalle

01.02.07 (Eckart Rohlfs) -

Aeolus – verbirgt sich dahinter ein Werbeslogan für fantasievolle Kulturreisen in Kleinasiens Touristikzone, Mogelpackung für das einstige Land der Aeolier, die heutige Türkei, die um europäische EU-Eingemeindung bangt? Nein, Aeolus, der Hort der Winde, bläst wirklich frischen Wind, aber nicht als „lispelnd Lied“ (Goethe) oder als „geheimnisvolles Saitenspiel“ (Mörike) durch die auch Wind-, Geist- und Wetterharfe genannte Aeolusharfe, sonder energisch tönend in das Blasinstrumentarium der Neuzeit.

Zehn Thesen und ein Fazit

01.10.06 (Max Fuchs) -

1. Die Moderne bedeutet für den Menschen eine zweifache Herausforderung: Zum einen stellen sich – aufgrund des ständigen Wandels und der Tendenzen zur Globalisierung – neue Orientierungsnotwendigkeiten. Zum anderen reduziert sich die Akzeptanz herkömmlicher Orientierungs- und Sinnstiftungsangebote.

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