Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Thema«

Glossar

01.04.06 (Jörg Lohner) -

Schlagwörter wie „Live-Stream“ oder „Podcast“ geistern mittlerweile wie selbstverständlich durch die Internetlandschaft. Letzteres wurde wegen seiner unglaublich schnellen Verbreitung 2005 vom „New Oxford American Dictionary“ sogar zum Wort des Jahres gewählt, unabhängig davon, ob die Mehrheit der Internetnutzer überhaupt weiß, wovon hier die Rede ist. Das folgende Glossar versucht, etwas Licht in den Begriffsdschungel des „WorldWideWeb“ zu bringen und die wichtigsten Fachausdrücke in puncto „Multimedia und Internet“ kurz zu erläutern.

Alter Wein in alten Schläuchen

01.05.05 () -

Der Begriff Persönlichkeit, so befand Theodor W. Adorno schon 1966 in seiner „Glosse über Persönlichkeit“, ist nicht mehr zu retten. Ursprünglich als Abstraktum formuliert, in dem der Begriff der Menschheit als Ideal mitschwingt, wurde er auf Individuen übertragen, die nun nicht mehr Persönlichkeit haben, sondern angeblich unmittelbar sind. Damit wird der Begriff aber gründlich entwertet: Die starken, mächtigen, gewieften, erfolgreichen „Persönlichkeiten“ haben in der Regel nichts mehr mit dem Gebildeten im Sinne Humboldts zu tun, dessen Aufgabe es noch war, ‚soviel Welt als möglich zu ergreifen, und so eng, als er nur kann, mit sich zu verbinden’. Die Flexiblen, Dynamischen, Belastbaren, Teamfähigen, die gleichzeitig ein vorbildliches Familienleben führen, womöglich Kammermusik betreiben oder mindestens ein Konzertabonnement besitzen, und dabei in aller Welt präsent sind und die Konkurrenz kreativ an die Wand und in die Knie drücken – wie immer man sie nennen mag: „Persönlichkeiten“ im humboldtschen Sinne sind sie in der Regel nicht, eher noch deren Karikaturen.

Ein Musiksender spielt keine Musik mehr

01.02.05 (Sven Ferchow) -

Im Wirtschaftsdeutsch sehen die Fakten präzise aus. Der Konzern Viacom (unter anderem CBS, Paramount, Musikkanal MTV) hält rund 95 Prozent der Aktien an der Viva Media AG mit ihrem Musiksender VIVA. Zudem kontrolliert Viacom neben VIVA und MTV die Kleinsender VIVA Plus sowie MTV Pop. VIVA lebt unwidersprochen unter der Fuchtel des ehemaligen Konkurrenten MTV. Einhergehend mit wirtschaftlichen Folgen wie eventuelle Standortverlagerung oder MitarbeiterReduktion sind Programm-Umstrukturierungen, deren Folgen letzte Reste der Musikkultur bei VIVA im Jahr 2005 humorlos plätten.

Die Vokalpolyphonie und die Uhr

01.02.05 (Reinhard Schulz) -

Filme über Musik sind immer eine heikle Sache. Denn allzu oft werden einfach Rezepturen angewandt, die reibungslos, dennoch aber inhaltlich holprig, das musikalisch sich Ereignende ins Bild bringen. Öde sind oft die Regieführungen, die einfach dem Dirigenten und dem spielenden Orchester folgen (mit den Verdoppelungen: Wenn die Klarinette die Hauptstimme spielt, sieht man die die Löcher und die Klappenmechanik abgreifende Hand, was ebenso nahe liegt wie es hilflos wirkt und meist auch noch vom musikalischen Gewebe ablenkt). Öde sind genauso häufig die Schwenks durch den Raum (mit Vorliebe bei Kirchen wegen der reich zur Verfügung stehenden Bilderflut) oder gar Ausflüge in die Weite der Fantasie mit ziehenden Wolken, brechenden Wellen und weiten Landschaften. Die Musik hat nichts davon, wird zur akustischen Zierde.

Auslaufmodell Rundfunkklangkörper

01.02.05 (Susanne Geißler) -

Am 19. Januar 2005 lud der Deutsche Musikrat in Zusammenarbeit mit dem WDR Pressevertreter zu einer Podiumsdiskussion ein. Teilnehmer waren Monika Griefahn, Vorsitzende des Bundestagssausschusses für Kultur und Medien, Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats, Thomas Schmidt-Ott, Chefmanager des Symphonieorchesters und Chores des Bayerischen Rundfunks und Claus Strulick, Stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. Zugeschaltet via Bildschirm war Fritz Pleitgen, Intendant des Westdeutschen Rundfunks. Es moderierte Albrecht Dümling, Musikwissenschaftler und -kritiker.

Johannes Wallmanns „Glocken Requiem 2005“ wird in Dresden uraufgeführt

01.02.05 (Barbara Lieberwirth) -

Am 13. Februar richten gleich mehrere Programme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ihren Fokus nach Dresden, auf den 60. Jahrestag der Zerstörung der Elbestadt. Überträgt Arte, wie auf Seite 4 berichtet, Giuseppe Verdis „Messa di Requiem“ live aus der Semperoper oder das MDR Fernsehen den Gedenkgottesdienst aus der Kreuzkirche, so will sich „Figaro“, das Kulturradio des Mitteldeutschen Rundfunks, in den öffentlichen Raum der Elbestadt begeben.

Öffentlich-rechtlich oder öffentlich bestechlich

01.12.04 (Klaus Bernbacher) -

Am 3. November fand im Bremer Haus der Bürgerschaft eine öffentliche Anhörung durch die Medienausschüsse der fünf norddeutschen Bundesländer Schleswig-Hostein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen statt. Gemäß §5a Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrages erstatten alle zwei Jahre ARD, ZDF und Deutschland Radio den Landesparlamenten einen Bericht über ihre wirtschaftliche und finanzielle Lage.

In Sorge um die Funk-Kultur

01.12.04 (Uli Kostenbader) -

Gestatten Sie mir, namens des Deutschen Musikrates auf Ihr Interview in der Stuttgarter Zeitung vom 20.10. 2004 und die aktuelle Diskussion um eine mögliche Neuordnung der SWR-Klangkörper einzugehen. Der Deutsche Musikrat e.V. mit Sitz in Berlin und Bonn vertritt als einer der größten Dachverbände in Deutschland rund acht Millionen Mitglieder aus den Bereichen der Profi- und Laienmusik, der musikalischen Bildung und der Musikwirtschaft.

Wie online darf der Rundfunk sein?

01.12.04 (Martin Hufner) -

Thema Medienkrise in der nmz Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bläst gehörig der Wind entgegen. Grund sind nicht nur die Entwicklungen der einzelnen so genannten Kulturprogramme der Sender sondern auch ihre Legitimation in der EU. In der EU scheint man alles auf die Ermöglichung eines fairen Wettbewerbs zu setzen. Konstruktionen aus Subventionen oder Gebühren, so schätzt man es ein, führen zu Verzerrungen im Wettbewerb – zum Nachteil privater Unternehmen.

Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: