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Musikalische Werkstatt mit Zukunftspotenzial

01.11.04 (Max Nyffeler) -

„Ich habe über Erziehung immer dieselben Ideen gehabt”, sagt Pierre Boulez, „es muss schnell gehen – nicht brutal, aber sehr hart. Wenn man einen Schock hat, fängt man an, sich zu bewegen. Und das ist für die Studenten sehr gut, finde ich.” Pierre Boulez hat genaue Vorstellungen über den Unterricht mit Neuer Musik. Nicht lange drumherum reden, sondern gleich in medias res. Aber nicht etwa mit pädagogischer Schmalspurkost, sondern mit Stücken wie den monumentalen „Earth Dances” von Harrison Birtwistle, dem komplex zerklüfteten „A Mirror on Which to Dwell” von Elliott Carter, Schönbergs Klavierkonzert und György Ligetis „Melodien”. Aus solchen Brocken bestanden die drei Schlusskonzerte, mit denen sich die Lucerne Festival Academy Mitte September nun erstmals dem Publikum vorstellte.

Ruhe erzwingt, was sonst nicht gelingt

01.11.04 (Sven Ferchow) -

Schön ist es geworden, das neue R.E.M.-Album. Schön ruhig. Schön wäre es, könnten wir uns in Deutschland über derart engagierte Musiker wie Michael Stipe (Gesang), Peter Buck (Gitarre) und Mike Mills (Bass) freuen, die politische Ansichten deutlich und nicht nur plakativ vertreten. Bei R.E.M. mündet das ungeachtet einer bevorstehenden Veröffentlichung des neuen Albums „Around the Sun“ in der glatten Forderung: „Wählt George W. Bush am 2. November ab“. Dieses aktive Politik-Engagement klingt bei R.E.M., immerhin die Einheimser des lukrativsten Plattenvertrages aller Zeiten (70 Millionen Dollar für fünf Alben), um Welten gewichtiger als die zarten Versuche deutscher Kollegen in Kamera-Nähe.

Liebschaften über Generationen hinweg

01.11.04 (Elisabeth Schwind) -

Es ist ein merkwürdiges Ding mit der Liebe zwischen der Neuen Musik und der Alten Musik. Zu beobachten ist sie allerorten. Da greifen Komponisten die isorhythmischen Prinzipien eines Machaut auf, Purcell- oder Gesualdo-Bearbeitungen werden angefertigt, man bezieht sich auf barocke Formmodelle oder schreibt für Cembalo oder Countertenor. Auch die Konzertveranstalter greifen die Gegenüberstellung von Alt und Neu immer häufiger auf. Dabei muss das innige Nebeneinander doch eher verwundern. Schließlich sind die Musiker der Historischen Aufführungspraxis wie der zeitgenössischen Musik ausgesprochene Spezialisten ihres Fachs. Überschneidungen des Repertoires gibt es da praktisch keine.

Von Verknüpfungspunkten und Reibungsflächen

01.10.04 (Daniela Zimmer) -

Seit ihrer gemeinsamen Gründung als „Verein der Musikverleger gegen musikalischen Nachdruck“ im Jahre 1829 ist die Geschichte von DMV (Deutscher Musikverleger Verband) und GDM (Gesamtverband deutscher Musikfachgeschäfte) eng miteinander verwoben. Heute hat der Fachverband Musikalien innerhalb des GDM die engsten Verknüpfungspunkte, aber auch Reibungsflächen mit den Verlegern.

Das ist Arbeit am und mit dem Publikum

01.10.04 (Hans-Jürgen Linke) -

Die Edition Peters in Frankfurt zählt zu den großen und traditionsreichen deutschen Musikverlagen. Von den Wänden im Büro des Geschäftsführers Karl Rarichs und im Konferenzzimmer blicken mehr als zwei Jahrhunderte mitteleuropäischer Musikgeschichte. Nachwuchsförderung, sagt Rarichs, war immer ein besonderes Anliegen des Hauses, weil Nachwuchsförderung nichts Anderes ist als Arbeit für die eigene Zukunft.

Geschichte des DMV in Zahlen

01.10.04 () -

23. Mai 1829 Gründung des Deutschen Musikverleger-Verbandes
(damals noch „Schutzverband“ genannt) unter Führung des Verlegers Friedrich Hofmeister in Leipzig

Laternen lassen Ramallah aufleuchten

Palästinensische Künstler hatten vor drei Jahren die Idee, ein umfangreiches, echtes, professionelles Musical zu produzieren: so wurde „Fawanees“ („Laternen“) geboren. Uraufführung war im August 2004 in Ramallah.

Von der Rolle der Controller

01.05.04 (Barbara Haack) -

175 Jahre Jubiläum feiert der Deutsche Musikverlegerverband in diesem Jahr. Grund genug, auf der Messebühne über Situation und Zukunft, Probleme und Chancen der Verlage und ihres Verbandes zu sprechen. Dagmar Sikorski, Verbandspräsidentin und Chefin der Sikorski Musikverlage, Detlef Kessler vom AMA Verlag, Thomas Tietze von Bärenreiter und Jens-Markus Wegener, Alster Musikverlag, diskutierten mit Moderator Theo Geißler aktuelle Fragen der Branche.

Star-Kult

01.05.04 (Sven Ferchow) -

Wie wird man, wer ist ein Star und wie definiert man den Begriff Star? Nicht nur darüber diskutierten unter Moderation von Matthias Matuschik (Bayern 3/Pro Sieben, Foto li.) in Frankfurt Dieter Gorny (Vorstandsvorsitzender der VIVA AG, Foto 2.v.l.), Henning Rümenapp (Gitarrist Guano Apes, 3.v.l.) und Ricky Orth (aus der zweiten Staffel der Casting Show „Deutschland sucht den Superstar“), sondern auch über die Frage, ob es Patentrezepte für die Starwerdung gibt. Für Henning Rümenapp spielt die Definition keine Rolle, denn er sieht den Begriff „Star“ als Beschreibung, die von den Medien geprägt wird und über das eigentliche Starleben und die häufig unaufregenden Momente gar nichts aussagt. Ricky Orth, der als Erster aus der Casting Show „DSDS“ gewählt wurde, hat schnell gemerkt, dass „es zwar toll ist, vor einem Millionen- Publikum aufzutreten und sich zu präsentieren, allerdings wäre dies alles umsonst, wenn man nicht den nötigen Ehrgeiz entwickelt, Star zu werden oder den Beruf des Musikers zu ergreifen“. Für Dieter Gorny, dessen Sender VIVA unzählige Stars (Grimme-Preisträgerin Charlotte Roche, Stefan Raab, Heike Makatsch) entdeckte, ist nicht Masse sondern Klasse das Prinzip der Findung. Wenn die Moderatoren genug Charisma mitbringen, sieht er für die Karriere der Nachwuchsmoderatoren alle Türen offen stehen. Unabhängig vom Werdegang der Talente (Casting, Bandgründung oder Einstieg im TV-/Hörfunk-Bereich) waren sich die Diskutanten einig, dass es heutzutage extrem wichtig ist, wieder langfristig auf Personen zu setzen und eine gewachsene Karriere die besten Voraussetzungen zum Starwerden bildet.

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