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Alle Artikel kategorisiert unter »Verbände Interview«

Vom Singen in Zeiten des Lebensabschnitts-Chors

02.10.12 (Hans Jaskulsky) -
„Zelter-Plakette“, „Jedem Kind seine Stimme“, „Bundesjugendchor“: Projekte, die einer breiten musikinteressierten Öffentlichkeit zur bekannten Größe geworden sind oder es im Begriff sind zu werden. Ursprung und Heimat haben sie unter dem Dach eines großen Chorverbands, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC). Gegründet vor 60 Jahren, umfasst sie fünf große Chorverbände und hat viele gesellschaftliche Strömungen erlebt und mitgestaltet. Darüber, was war, was ist und wie es weitergeht, sprach Susanne Fließ mit Universitätsmusikdirektor Prof. Dr. Hans Jaskulsky, Präsident der nun unter dem neuen Namen Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) firmierenden ehemaligen Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände.

„Aufbauen, stärken und befähigen, das ist unser Ziel“

30.08.12 (Andreas Kolb) -
Nach Montevideo (Uruguay) und Dar-es-Salaam (Tansania) in den vergangenen Jahren fand die Weltkonferenz der Jeunesses Musicales International (JMI) in diesem Jahr vom 24. bis 30. Juli in Weikersheim, dem Sitz der deutschen Sektion der JMI, statt. Vertreter aus über 30 Nationen nahmen daran teil. Die Jeunesses Musicales Deutschland ist bereits zum vierten Mal Gastgeber der Veranstaltung: 1960 fand sie in Berlin statt, 1972 in Augsburg. 1996 war Weikersheim erstmals Austragungsort der Weltkonferenz. Für die neue musikzeitung sprachen Lena Kleinschmidt und Andreas Kolb im Vorfeld der Konferenz 2012 mit Per Ekedahl, dem Präsidenten der JMI.

Die musikalischen Quellen zum Leben erwecken

02.07.12 (Juan Martin Koch) -
Vor 60 Jahren wurde in Paris das „Répertoire International des Sources Musicales“ (RISM) gegründet. Als „Internationales Quellenlexikon der Musik“, so die in Deutschland geläufige Bezeichnung, erschließen seither Arbeitsgruppen in über 35 Ländern die musikalischen Quellen aus Bibliotheken, Musikmuseen, Musikarchiven oder kirchlichen und privaten Sammlungen Die Zentralredaktion, die seit 1987 in Frankfurt am Main beheimatet ist, fasst die von den Arbeitsgruppen erstellten Quellen-Dokumentationen in Buchpublikationen, auf CD-ROM und seit 2010 auch in einer kostenlosen Online-Datenbank zusammen. Mit Klaus Keil, dem Leiter der RISM Zentralredaktion, sprach Juan Martin Koch.

Große Historie, lebendige und reiche Gegenwart

07.06.12 (Andreas Kolb) -
Seit sieben Jahren ist der frühere Bremer Regierungschef Henning Scherf Präsident des Deutschen Chorverbands (DCV), mit 700.000 aktiven Sängerinnen und Sängern in 20.000 Chören Europas größte Vereinigung singender Menschen. Zwei Wochen vor dem Start des Deutschen Chorfestes in Frankfurt vom 7. bis zum 10. Juni sprach die neue musikzeitung mit ihm über das bevorstehende Großevent sowie die Feiern zum 150. Jubiläum der Deutschen Sängerbünde im Herbst.

Was tun, wenn Kopierbarkeit die Kreativität entwertet

28.04.12 (Enjott Schneider) -
Seit 2003 ist Enjott Schneider Mitglied des Aufsichtsrates der GEMA. Seit dem 8. März 2012 bekleidet er nun deren Vorsitz. Schneider folgt damit Jörg Evers, der sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegte, dem Aufsichtsrat jedoch als Mitglied erhalten bleiben wird. Enjott Schneider hat seit 1979 eine Professur an der Musikhochschule München inne, zunächst für Musiktheorie und kirchenmusikalische Komposition, seit 1996 für Filmkomposition. Er ist Urheber von zahlreichen Filmmusiken, unter anderem für „Die Flucht“, „Jahrestage“ und „Nicht alle waren Mörder“. Zudem genießt er Renommee als Komponist großer Orchester- und Bühnenwerke sowie von Solokonzerten. Zur Uraufführung kommen in diesem Jahr unter anderem seine 5. Sinfonie und das Gallus-Oratorium „Leben in der Stille“. Er ist „composer in residence“ beim Beijing Modern Musikfestival 2012. nmz-Herausgeber Theo Geißler sprach mit Schneider über seine neue Funktion, das Urheberrecht im digitalen Kontext und die Zukunft der GEMA.

Starker deutscher Jazz mit neuem Groove

11.04.12 (Jörg Lichtinger) -
Seit fast 40 Jahren sind die deutschen Jazzmusiker in der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) auch auf politischer Ebene organisiert. Erklärtes Ziel ist, dem deutschen Jazz „den angemessenen gesellschaftlichen Stellenwert in der deutschen und europäischen Kulturvielfalt zu verschaffen“. Spielstättenförderung oder die kritische Versorgungslage von Musikern sind Langzeit-Themen der UDJ, ihre Vorstöße in die Öffentlichkeit waren in der Vergangenheit jedoch recht überschaubar. Im Dezember 2011 haben einige Berliner Jazzmusiker mit der Unterschriftenaktion „Initiative für einen starken Jazz in Deutschland“ für wesentlich mehr Wirbel gesorgt, als der UDJ das in den letzten Jahren gelungen ist. Damit führten die Aktivisten gewissermaßen eine „friedliche Revolution“ herbei, denn neben einer Grundsicherung für Musiker und Festgagen bei Konzerten forderten sie auch eine grundlegende Reform der UDJ, um deren Schlagkraft zu erhöhen. Der Strukturwandel wurde nun Anfang 2012 mit einem Wechsel im Vorstand der UDJ vollzogen, die Ziele der „Initiative für einen starken Jazz in Deutschland“ wurden übernommen. Die neue Vorsitzende ist die Pianistin Julia Hülsmann, Mitinitiatorin der Initiative.

Ambitionierte Ziele, politische Aktivitäten

06.03.12 (Barbara Haack) -
Ende Oktober 2011 wählte der Landesmusikrat Niedersachsen einen neuen Präsidenten – nach 18-jähriger Amtszeit von Karl-Jürgen Kemmelmeyer, der nicht mehr kandidierte. Sein Nachfolger ist Franz Riemer (Foto: privat). Wie Kemmelmeyer ist er Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sein Fachgebiet ist die Musikpädagogik, von 2008 bis 2010 war er Vizepräsident der Hochschule. Über seine ersten Eindrücke im neuen Amt und seine Pläne für die Zukunft sprach er mit Barbara Haack.

Drei Verbände, ein Ziel: kontinuierlicher Musikunterricht

08.02.12 (Jürgen Terhag) -
Ende Dezember 2011 ging der Hamburger Convent, ein Zusammenschluss der musikpädgogischen Verbände VDS (Verband deutscher Schulmusiker), AfS (Arbeitskreis für Schulmusik und allgemeine Musikpädagogik) und VdM (Verband deutscher Musikschulen), mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit: „Musikpädagogik klagt: Kultusminister rauben der Schule die Musik“. Diese ungewöhnliche konzertierte Aktion war für die neue musikzeitung Anlass, mit drei Vertretern der Verbände über die Themen ästhetisches Kombifach in der Grundschule, Schulzeitverdichtung und Begriffswirrwarr im bildungspolitischen Bereich zu sprechen: Ortwin Nimczik (Vorsitzender des VDS), Jürgen Terhag (Bundesvorsitzender AfS) und Winfried Richter (Vorsitzender des VdM).

Die Szene fordert flexible und zeitnahe Lösungen

06.12.11 (Bernd Schweinar) -
Seit 20 Jahren steht er als Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft baye­rischer Musikinitiativen“ vor, die sich kürzlich in „Verband für Popkultur in Bayern“ umbenannt hat: Bernd Schweinar. Anlässlich dieses Jubiläums sprach nmz-Chefredakteur Juan Martin Koch mit dem „Bayerischen Rockintendanten“ über die Arbeit des Verbandes, die Rock- und Popförderung in Bayern und über seinen neuen Hauptberuf, denn seit Anfang des Jahres ist Bernd Schweinar künstlerischer Leiter der Musikakademie Schloss Alteglofs­heim, die schon seit 2003 das Rock.Büro SÜD beherbergt.

„Es ist die Musik, die das Land im Innersten zusammenhält“

31.10.11 (Hermann Wilske) -
Wie die Made im sprichwörtlichen Speck? Ein bisschen gewagt ist dieses Bild für den Landesmusikrat Baden-Württemberg. Auch wenn man sich dort im Vergleich zu anderen Bundesländern recht gut gepolstert mit Fragen der Musikpolitik oder der Kinder- und Jugendbildung auseinandersetzen kann. Prof. Dr. Hermann Wilske, der seit Juni amtierende Präsident des Landesmusikrates Baden-Württemberg, ist sich dieser privilegierten Situation bewusst, denkt jedoch nicht daran, den Dingen ihren kulturpolitischen Lauf zu lassen. Mit ihm sprach Susanne Fließ über Theorie und Praxis des Lehrbetriebs, glückliche Menschen auf schwäbischen Tanzböden und musikpädagogische Mogelpackungen.
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