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Alle Artikel kategorisiert unter »Verbände Interview«

Was tun, wenn Kopierbarkeit die Kreativität entwertet

28.04.12 (Enjott Schneider) -
Seit 2003 ist Enjott Schneider Mitglied des Aufsichtsrates der GEMA. Seit dem 8. März 2012 bekleidet er nun deren Vorsitz. Schneider folgt damit Jörg Evers, der sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegte, dem Aufsichtsrat jedoch als Mitglied erhalten bleiben wird. Enjott Schneider hat seit 1979 eine Professur an der Musikhochschule München inne, zunächst für Musiktheorie und kirchenmusikalische Komposition, seit 1996 für Filmkomposition. Er ist Urheber von zahlreichen Filmmusiken, unter anderem für „Die Flucht“, „Jahrestage“ und „Nicht alle waren Mörder“. Zudem genießt er Renommee als Komponist großer Orchester- und Bühnenwerke sowie von Solokonzerten. Zur Uraufführung kommen in diesem Jahr unter anderem seine 5. Sinfonie und das Gallus-Oratorium „Leben in der Stille“. Er ist „composer in residence“ beim Beijing Modern Musikfestival 2012. nmz-Herausgeber Theo Geißler sprach mit Schneider über seine neue Funktion, das Urheberrecht im digitalen Kontext und die Zukunft der GEMA.

Starker deutscher Jazz mit neuem Groove

11.04.12 (Jörg Lichtinger) -
Seit fast 40 Jahren sind die deutschen Jazzmusiker in der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) auch auf politischer Ebene organisiert. Erklärtes Ziel ist, dem deutschen Jazz „den angemessenen gesellschaftlichen Stellenwert in der deutschen und europäischen Kulturvielfalt zu verschaffen“. Spielstättenförderung oder die kritische Versorgungslage von Musikern sind Langzeit-Themen der UDJ, ihre Vorstöße in die Öffentlichkeit waren in der Vergangenheit jedoch recht überschaubar. Im Dezember 2011 haben einige Berliner Jazzmusiker mit der Unterschriftenaktion „Initiative für einen starken Jazz in Deutschland“ für wesentlich mehr Wirbel gesorgt, als der UDJ das in den letzten Jahren gelungen ist. Damit führten die Aktivisten gewissermaßen eine „friedliche Revolution“ herbei, denn neben einer Grundsicherung für Musiker und Festgagen bei Konzerten forderten sie auch eine grundlegende Reform der UDJ, um deren Schlagkraft zu erhöhen. Der Strukturwandel wurde nun Anfang 2012 mit einem Wechsel im Vorstand der UDJ vollzogen, die Ziele der „Initiative für einen starken Jazz in Deutschland“ wurden übernommen. Die neue Vorsitzende ist die Pianistin Julia Hülsmann, Mitinitiatorin der Initiative.

Ambitionierte Ziele, politische Aktivitäten

06.03.12 (Barbara Haack) -
Ende Oktober 2011 wählte der Landesmusikrat Niedersachsen einen neuen Präsidenten – nach 18-jähriger Amtszeit von Karl-Jürgen Kemmelmeyer, der nicht mehr kandidierte. Sein Nachfolger ist Franz Riemer (Foto: privat). Wie Kemmelmeyer ist er Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sein Fachgebiet ist die Musikpädagogik, von 2008 bis 2010 war er Vizepräsident der Hochschule. Über seine ersten Eindrücke im neuen Amt und seine Pläne für die Zukunft sprach er mit Barbara Haack.

Drei Verbände, ein Ziel: kontinuierlicher Musikunterricht

08.02.12 (Jürgen Terhag) -
Ende Dezember 2011 ging der Hamburger Convent, ein Zusammenschluss der musikpädgogischen Verbände VDS (Verband deutscher Schulmusiker), AfS (Arbeitskreis für Schulmusik und allgemeine Musikpädagogik) und VdM (Verband deutscher Musikschulen), mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit: „Musikpädagogik klagt: Kultusminister rauben der Schule die Musik“. Diese ungewöhnliche konzertierte Aktion war für die neue musikzeitung Anlass, mit drei Vertretern der Verbände über die Themen ästhetisches Kombifach in der Grundschule, Schulzeitverdichtung und Begriffswirrwarr im bildungspolitischen Bereich zu sprechen: Ortwin Nimczik (Vorsitzender des VDS), Jürgen Terhag (Bundesvorsitzender AfS) und Winfried Richter (Vorsitzender des VdM).

Die Szene fordert flexible und zeitnahe Lösungen

06.12.11 (Bernd Schweinar) -
Seit 20 Jahren steht er als Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft baye­rischer Musikinitiativen“ vor, die sich kürzlich in „Verband für Popkultur in Bayern“ umbenannt hat: Bernd Schweinar. Anlässlich dieses Jubiläums sprach nmz-Chefredakteur Juan Martin Koch mit dem „Bayerischen Rockintendanten“ über die Arbeit des Verbandes, die Rock- und Popförderung in Bayern und über seinen neuen Hauptberuf, denn seit Anfang des Jahres ist Bernd Schweinar künstlerischer Leiter der Musikakademie Schloss Alteglofs­heim, die schon seit 2003 das Rock.Büro SÜD beherbergt.

„Es ist die Musik, die das Land im Innersten zusammenhält“

31.10.11 (Hermann Wilske) -
Wie die Made im sprichwörtlichen Speck? Ein bisschen gewagt ist dieses Bild für den Landesmusikrat Baden-Württemberg. Auch wenn man sich dort im Vergleich zu anderen Bundesländern recht gut gepolstert mit Fragen der Musikpolitik oder der Kinder- und Jugendbildung auseinandersetzen kann. Prof. Dr. Hermann Wilske, der seit Juni amtierende Präsident des Landesmusikrates Baden-Württemberg, ist sich dieser privilegierten Situation bewusst, denkt jedoch nicht daran, den Dingen ihren kulturpolitischen Lauf zu lassen. Mit ihm sprach Susanne Fließ über Theorie und Praxis des Lehrbetriebs, glückliche Menschen auf schwäbischen Tanzböden und musikpädagogische Mogelpackungen.

Musik ist keine Privatsache

05.10.11 (Andreas Kolb) -
Die Mitgliederversammlung des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz wählte am 15. Juni 2011 Christoph-Hellmut Mahling wieder einstimmig ins Amt des Landesmusikratspräsidenten. Es ist damit seine dritte Amtsperiode. Mahling wurde am 25. Mai 1932 in Berlin geboren. Er studierte nach Ablegung der Privatmusiklehrerprüfung 1957 bis 1962 an den Universitäten Tübingen und Saarbrücken bei W. Gerstenberg, G. Reichert, J. Müller-Blattau und W. Salmen. 1962 promovierte er zum Dr. phil. an der Universität des Saarlandes, 1972 folgte die Habilitation ebendort. Von 1980 bis 2000 hatte er eine C4-Professur für Musikwissenschaft an der Universität Mainz inne und leitete in dieser Zeit das Musikwissenschaftliche Institut. Die nmz sprach mit ihm über Kulturpolitik in Rheinland-Pfalz.

Vom Wunsch nach Veränderung – Der Pianist, Komponist und Kulturbeweger Franz Liszt im Gespräch

08.09.11 (Franz Liszt) -
Als sich im Jahr 1861 der Allgemeine Deutsche Musikverein konstituierte, zählte Franz Liszt zu den Gründungsmitgliedern. Bis zu seinem Tod war er dem Verein und dessen regelmäßig veranstalteten Tonkünstlerfesten eng verbunden. Schon in seiner Zeit als reisender Klaviervirtuose hatte er sich, etwa in der Artikelserie „Über die Situation der Künstler und ihre Stellung in der Gesellschaft“ (1835 in französischer Sprache erschienen), „kulturpolitisch“ geäußert, später plante er die Gründung einer Goethe-Stiftung, die mit Wettbewerben in verschiedenen Disziplinen der Kunstförderung dienen sollte. Grund genug, anlässlich seines 200. Geburtstags im Oktober das Gespräch mit ihm zu suchen.

JeKi in den Alltag der Kinder integrieren

30.06.11 (Andreas Kolb) -
Zum 1. August 2011 tritt Birgit Walter die Nachfolge von Manfred Grunenberg an der Spitze der Stiftung „Jedem Kind ein Instrument“ an. Die 36-jährige Leiterin der Musikschule Euskirchen ist gebürtige Essenerin und hat nach Abschluss ihres Studiums in den Fächern Gesang und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik Köln Kulturmanagement und Wirtschaftswissenschaften studiert. Für die neue musikzeitung sprach Andreas Kolb mit der designierten Direktorin und dem Mitglied des Vorstandes der JeKi-Stiftung.

„Ich habe Netzwerke zu schätzen gelernt“

06.06.11 (Martin Bayerstorfer) -
Martin Bayerstorfer wurde im Oktober 2010 zum Präsidenten des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen e.V. (VBSM) gewählt. In ihm trifft man einen Gesprächspartner, der in der bayerischen Landespolitik ebenso zu Hause ist wie in der Region, in der er seit vielen Jahren mit seiner Familie lebt und arbeitet. Der gelernte Landwirt hat eine überraschende politische Karriere vorzuweisen und tritt den Beweis an, dass Visionen zur musikalischen Bildung in jedem engagierten Kopf entstehen können. Susanne Fließ sprach mit dem neuen Präsidenten.
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