Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »1«

Startseitenplatz 1

Keine Lösung im Weltraum-Theater – Deutsche Erstaufführung von Dai Fujikuras „Solaris“ in Augsburg

19.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Bald werden sie im Alltag um uns sein: Roboter mit rasant lernender künstlicher Intelligenz und einem Aussehen nach Wunsch, Lust und Laune. Schon 1961 hat Stanislaw Lem den Planeten Solaris beschrieben, dessen Plasma Lebewesen entsprechend menschlichen Alp- und Traum- und Wunsch-Vorstellungen hervorbringen kann. Daran haben sich die Komponisten Michael Obst (1996) und Detlev Glanert (2012) versucht. Nun wagte das Theater Augsburg die in Paris uraufgeführte „Solaris“-Vertonung des Japaners Dai Fujikuras.

Einblicke in Denkprozesse

17.05.18 (Mathias Nofze) -
„Enseigner librement la recherche en train de se faire“ (Forschung in ihrer Entstehung zu lehren) – das ist das Motto des in Paris ansässigen Collège de France, jener einzigartigen französischen Wissenschaftsinstitution, die sich seit 1530 natur- und geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung widmet. Dem Publikum sollen weniger Ergebnisse präsentiert als vielmehr Einblicke in Denkprozesse gewährt werden.

Zumutung oder Offenbarung?

16.05.18 (Verena Fischer-Zernin) -
Nicht mehr und nicht weniger als ein gebautes Wunder erwartete die Welt, als am 11. Januar 2017 die Elbphilharmonie ihre Pforten öffnete. Der Große Saal würde einer der zehn besten Konzertsäle überhaupt, das stand für die Beteiligten fest. Ob des Saalklangs seien bei den ersten Proben des NDR Elbphilharmonie Orchesters im Herbst 2016 Tränen der Ergriffenheit geflossen, hieß es: ein für die Spannungsdramaturgie hochwillkommenes Aperçu.

Von der Traumfabrik zur Realität – Frankfurts Oper bietet eine ganz besondere „Lustige Witwe“

15.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Im operettig schön-schiefen Bild: Nicht einmal die Fledermaus kann der lustigen Witwe das Wasser reichen – was Verfilmungen angeht. Nach dem sensationellen Erfolg auf allen Bühnen der Theaterwelt okkupierte das neue Medium den Stoff in einem ersten Stummfilm: 1918 drehte ein Ungar „A Vig özvegy“ – und machte als Michael Curtiz mit „Casablanca“ später Filmgeschichte. Inzwischen hatten Stroheim und Lubitsch sehr unterschiedlich lustige „Witwen“-Filme gedreht, es häuften sich die Zitate in Filmen… und genau da setzte das Frankfurter Team um Regisseur Claus Guth an.

Neue Themenportale als Vorgeschmack auf den Relaunch

11.05.18 (Juan Martin Koch) -
Mit drei neuen Themenportalen hat das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), ein Projekt der Deutscher Musikrat gGmbH, in jüngster Zeit auf sich aufmerksam gemacht, zuletzt in den Bereichen „Musik und Integration“ sowie „Fort- und Weiterbildung“. Juan Martin Koch hat mit Projektleiter Stephan Schulmeistrat gesprochen.

Hyperaktives Sensorium

09.05.18 (Dirk Wieschollek) -
„Wir laden unsere Batterie/Jetzt sind wir voller Energie/Wir sind die Roboter“ tönt es zu Beginn von Kraftwerks zukunftsweisendem Album „Mensch-Maschine“ und dieses „Wir“ war schon 1978 mehr als das lyrische Ich der Maschine, sondern auch aus der Perspektive der Menschen gesprochen, die sich auch jenseits der Kraftwerk-Bühne allmählich anschickten, sich in androide Mischwesen zu verwandeln. Hatten Kraftwerks technisch-soziale Utopien zu Beginn des PC-Zeitalters noch die Aura von Science-Fiction, sind die Vermischungen von Mensch und Technik, Lebenswirklichkeit und digitaler Konstruktion zu Beginn des 21. Jahrhunderts in jede Faser des Alltags eingedrungen.

Weltpremiere: Der Film „Die Seele der Geige“ von Benedikt Schulte beim DOK-fest München 2018

07.05.18 (Wolf Loeckle) -
Wer den Wald (den deutschen zumal) als Hort des Seelenvollen begreift, wer ihn als Zentrale von Schönheit und Farbenreichtum versteht, um dort auf der Suche nach kontemplativentschleunigender Kraftsteigerung das Muskelwachstum via Training zu forcieren gedenkt, wer ihn als Treffpunkt der Mythen und Mysterien versteht, der sollte nicht vergessen, dass er sich inmitten rein wirtschaftlich generierter Umgebungen aufhält. Da wird – was die Profitmaximierung meint – in mehrfach aufeinander folgenden Generationen gedacht. So nach neunzig Jahren mag ein guter Baumstamm „erntereif“ sein. Auch Geigenbauer gehen zuweilen in die Natur – notgedrungen.

Virtuell in der Oper: Das Theater Wuppertal wagt ein Experiment mit Francesca Caccinis „La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina“

06.05.18 (Andreas Hauff) -
Es ist schon erstaunlich: Seit langen Jahren kreisen Diskussionen und Forschungen in Kulturszene und Kulturwissenschaften immer wieder um die Gender-Frage. Doch Francesca Caccinis Oper „La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina“ – soweit bekannt, die erste von einer Frau komponierte Oper – bringt kein Theater auf die Bühne. Fast keines, muss man sagen, denn die Wuppertaler Oper hat jetzt einen Versuch gemacht. Aber sie verschiebt den Fokus des Stückes und versteht „liberazione“ (Befreiung) als Lizenz zur Digitalisierung.

Plädoyer für Live-Konzerte: Beat Furrer erhielt den Ernst-von-Siemens-Musikpreis 2018

05.05.18 (Roland H. Dippel) -
Aktuell fördert die Ernst-von-Siemens-Stiftung 115 ausgewählte Projektanträge mit einer Summe von 3,5 Mio. Euro. Am 3. Mai erhielt der österreichisch-schweizerische Komponist Beat Furrer im Prinzregententheater München den mit 250.000 Euro dotierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis und trat selbst ans Pult des von ihm gegründeten Klangforum Wien. Die drei mit je 35.000 Euro dotierten Komponisten-Förderpreise gingen an Clara Iannotta, Oriol Saladrigues und Timothy McCormack.

Mozart würde Handy tragen – Zickenkriege bei Mozart oder: So machen’s (jetzt) alle

04.05.18 (Michael Ernst) -
Dresdens Musikhochschule interpretiert „Così fan tutte“ studentisch modern - auf musikalisch hohem Niveau. Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden hat es derzeit sehr schwer: Als Haus ohne Hüter wartet die Bildungseinrichtung seit dem Rücktritt ihrer umstrittenen Rektorin, die damit einer drohenden Abwahl zuvorkam, auf sinnvolle Weichenstellungen für die Zukunft. Momentan fährt die Hochschule quasi auf Sicht: Strukturelle Entscheidungen sind auf später verschoben, der generelle Modus besagt, bislang geht alles so weiter wie bisher. Schlimmstenfalls könnte das Stillstand und / oder Rückschritt bedeuten.
Inhalt abgleichen