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„Bitte die Musiker nicht füttern“ – Das Freiburger Barockorchester in der Corona-Pandemie

06.08.20 (Georg Rudiger) -
„Bitte die Tauben nicht füttern“, steht auf der Dachterrasse der Freiburger Karstadt-Filiale, wo sich einige Mitglieder des Freiburger Barockorchesters für ein Parcourkonzert versammelt haben. Die Sonne knallt auf den Steinboden. Mit rot-weißem Absperrband ist der Zuschauerbereich markiert. Aber auch die Restaurantgäste können einen Blick auf das bekannte Orchester werfen und den Tönen lauschen, die sich auf ungewohntem Terrain einen Weg durch das Brummen der Klimaanlage bahnen. Wäscheklammern sichern die Noten.

„Dirigieren lernt man nicht durch Nachdenken“ – Joana Mallwitz in Salzburg

04.08.20 (Georg Rudiger) -
Zwei Tage vor der Premiere. Die Proben zu „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen sind abgeschlossen. Joana Mallwitz hat während der Orchesterproben alle Interviewanfragen abgelehnt. Sie wollte sich ganz auf die Musik konzentrieren. Eigentlich hätte sie in diesem Sommer in Salzburg die Wiederaufnahme der „Zauberflöte“ dirigieren sollen. Nun ist es die kurzfristig angesetzte Neuproduktion der „Così fan tutte“ in der Regie von Christof Loy geworden. Eine Woche nach Pfingsten kam die Anfrage von Intendant Markus Hinterhäuser. Dazu musste eine eigene, 130-minütige Strichfassung erstellt werden, die ohne Pause gespielt wird. Auch die Probenzeit war verkürzt. Schwierige Umstände für eine Perfektionistin, die ungern Kompromisse macht?

„Elektra“ in Salzburg: eine Jubiläums Luxusklasse. Trotz allem

02.08.20 (Joachim Lange) -
Das erste Elektra-Wunder besteht allein schon darin, dass es überhaupt stattfinden konnte. Da waren nicht nur der genius loci und das 100jährige Jubiläum der Festspiele am Werke. Die hatten Protagonisten auf ihrer Seite wie Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und ihren bereits fünften Intendanten Markus Hinterhäuser. Geradezu trotzig beharrten von Anfang an auf dem „Wir spielen – wie abgespeckt auch immer“. Maskenpflicht, Ausweiskontrollen und eine ausgedünnte Platzierung in Sälen sind das eine. Ein ausgeklügeltes Kontroll- und Distanzsystem hinter der Bühne und vor allem der Mut von Orchestermusikern wie denen der Wiener Philharmoniker, sich auf eigene Vorsicht und regelmäßiges Testen zu verlassen das andere.

Vorbote einer gelockerten Zukunft? Zu Besuch beim Pärnu Music Festival

30.07.20 (Regine Müller) -
Das Pärnu Music Festival profitiert von der Normalität durch gelockerte Hygiene-Regelungen, die das baltische Land seiner besonders günstigen Corona-Entwicklung verdankt. Eine Reportage von Regine Müller.

Klingende Tagebücher aus dem Lockdown

29.07.20 (Till Dahlmüller) -
Das bundesweit in elf verschiedenen Städten durchgeführte Projekt „Hör.Forscher!“ ist eine Kooperation des Projekts KLANGRADAR vom netzwerk junge ohren und des Projekts „Klang.Forscher!“ der Stiftung Zuhören. Beim Projekt regen professionelle Komponist*innen Schüler*innen zwischen der fünften und zehnten Klasse an, nach Klängen zu forschen, mit ihnen zu experimentieren, zu spielen und schließlich ein Stück oder Hörspiel zu komponieren. Begleitet wird das Projekt von Mediencoaches und Lehrkräften.

Authentisch: Die Neuburger Kammeroper 2020 im Live-Stream mit Goethe

27.07.20 (Roland H. Dippel) -
Die Neuburger Kammeroper brachte die dritte Vorstellung ihrer Produktion des Singspiel-Pasticcios „Theatralische Abenteuer“ von Goethe und Vulpius für das Weimarer Hoftheater im Livestream. Das Experiment gelang, weil das kulturelle Sommerunternehmen über profunde regionale Ressourcen und gewinnende Alleinstellungsmerkmale verfügt: Aufführungen in deutscher Sprache, eigene Bearbeitungen und nie versiegende Entdeckerfreude an einem pittoresken Ort.

Kunst als Raum und Ort – Die anrührende Uraufführung von „Ach! – Fast eine Funkoper“ bei der Münchner Biennale

25.07.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Das las sich damals spannend: dass der verbittert aus der „Adenauer-Republik“ nach Italien übersiedelte Hans Werner Henze 1976 mit dem „Cantiere“ im toscanischen Montepulciano ein Festival ins Leben gerufen hatte. Die Dorfbewohner und begeisterte Laien der Umgebung wirkten in künstlerisch erstaunlichem Maße mit. Das strahlte schließlich sogar in die 1988 gegründete Münchner Biennale aus – und führte oft zur Überforderung der Beteiligten an der jeweiligen „Münchner Produktion“ – doch diesmal wurde unser Kritiker Wolf-Dieter Peter mehr als überrascht.

Vor 11 Jahren gestorben: Erinnerung an Reinhard Schulz

24.07.20 (Martin Hufner) -
Vor elf Jahren am 24. Juli 2009 verstarb Reinhard Schulz, unser leitender Redakteur für Musik und Kultur, nach langer und schwerer Krankheit. Er fehlt uns immer noch und immer wieder, wenn gerade die politische und kulturelle Welt deutlich aus den Fugen gerät.

Zwischen „Bazooka“ und „Wumms“

23.07.20 (Gabor Scheinpflug) -
Die Welt ächzt unter den wirtschaftlichen Folgen der Bekämpfung der aktuellen Pandemie und versucht diesen etwas entgegenzustellen. Deutschland scheint es im internationalen Vergleich ganz gut hinzubekommen: Zum Beispiel konnten durch den Einsatz des Instruments der Kurzarbeit viele Arbeitsplätze (zumindest vorerst) erhalten und damit Einkommensausfälle vieler sozialversicherungspflichtig Beschäftigter begrenzt werden. Kleine, mittelständische und auch verschiedene große Unternehmen konnten von staatlichen Hilfen und steuerlichen Erleichterungen profitieren. Der Einsatz der „Bazooka“ verhinderte zumindest in der akuten Situation des „Shutdowns“ den wirtschaftlichen Super-GAU.

Ein goldenes Dreieck

22.07.20 (Marco Frei) -
Wenn es um die Erforschung jüdischer Musikkultur geht, zählt Deutschland international zu den Vorreitern. Dafür sprechen aktuell zwei Professuren in Hannover und Weimar sowie gewichtige Einrichtungen wie das „Europäische Zentrum für jüdische Musik“ in Hannover. Mit dem neuen „Ben-Haim-Forschungszentrum“ an der Musikhochschule München kommt ein weiterer Baustein hinzu.
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