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Alle Artikel kategorisiert unter »Andrew Staples«

Der pure Händel-Glücksfall! Claus Guth inszeniert am „Theater an der Wien“ Händels „Saul“

26.02.18 (Joachim Lange) -
Jeder Regisseur, der sich darauf einlässt, ein Oratorium von Händel zu inszenieren, darf sich über das übliche Maß hinaus, als ein später Verbündeter des Barockmeisters fühlen. Als dessen Opern (und das dazugehörige Unternehmen) in London nicht mehr so recht gingen, schaltete er auf Oratorium um. Und machte weiter. Für den cleveren Manager seiner Selbst, gehörte dieser Relaunch zur Kunst des Überlebens. Das funktionierte auch über seinen Tod hinaus. Dank seiner Oratorien war er nie völlig weg vom Fenster. Was sich bei seinen Opern erst im 20. Jahrhundert mit einem fulminanten Crescendo als unsterblich erwies, stand bei den Oratorien nie in Frage.

Halbszenisch verschenkt – Samuel Barbers Oper „Vanessa“ in der Berliner Philharmonie

01.11.16 (Peter P. Pachl) -
Die Wiederbefragung der amerikanischen Erfolgsoper aus dem Jahre 1958 zeigte die musikalisch vielseitige Könnerschaft des 1911 geborenen amerikanischen Komponisten, im Zusammenspiel mit bewährten Topoi aus Oper und Drama im routiniert verfassten Libretto seines Komponistenkollegen Gian Carlo Menotti. Was Ende der Fünfigerjahre stilistisch anachronistisch wirkte, mag angesichts das nachfolgenden halben Jahrhunderts, dessen Tendenzen auch eine neue Tonalität gefördert haben, des Vorwurfs der Unzeitgemäßheit entbehren. Um so stärker jedoch fallen dramaturgische Unzulänglichkeiten ins Gewicht.
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