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Abrahams „Ball im Savoy“ in Lübeck – surreal und nebulös

05.09.18 (Arndt Voß) -
Auch bei den Musicals sind schon etliche in die Jahre gekommen. Warum sollte man da nicht eine vergessene Operette wiederbeleben, Paul Abrahams „Ball im Savoy“ etwa? Das Theater Lübeck tat es zur Saisoneröffnung (Premiere: 1. September 2018) mit Bravour und ein paar Versatzstücken, das paradoxe Ballvergnügen zu problematisieren.

Wiedergutmachung mit anrührenden Momenten: Paul Abrahams „Ball im Savoy“ an der Komischen Oper Berlin

10.06.13 (Peter P. Pachl) -
Der eindrucksvollste Moment der Neuproduktion von Paul Abrahams Operette „Ball im Savoy“ ereignete sich nach einem Staniolkonfetti-Finale, als angehängte Coda. Intendant und Regisseur Barrie Kosky unterbrach den Applaus für eine Ansprache: Von Syphilis infiziert, habe der emigrierte Komponist im Pyjama und mit weißen Handschuhen auf der Madison Avenue den Verkehr dirigiert, im Wahn, es sei ein Orchester. Nach jüdischem Glauben, so Barrie Kosky, befinde sich Paul Abrahams Seele als Dybuk in einem fremden Körper; mit einem Ritual solle dieser Kultur-Dybuk befreit und Paul Abraham nach Berlin zurückgeholt werden: Als Zugabe sang das gesamte, sich an den Händen haltende Ensemble am Ende sechsstimmig und a cappella, Abrahams „Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände... Good Night“.
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