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Alle Artikel kategorisiert unter »Delusion of the Fury«

Bochumer Eröffnung mit Partch

04.09.13 (Hans-Jürgen Linke) -
Heiner Goebbels inszeniert zur Eröffnung seiner zweiten Ruhr-Triennale-Saison Harry Partchs „Delusion of the Fury“ in der Bochumer Jahrhunderthalle. Platz für ein Orchester gibt es hier nicht, höchstens für ein paar Darsteller, denn die Bühne in der Jahrhunderthalle Bochum steht voller wunderlicher Gegenstände und Aufbauten: an Gestellen hängende Glasballons, verschiedene systematisch montierte Röhren, meterlange gepols­terte Bohlen auf hölzernen Resonanzkästen. Es handelt sich ausschließlich um Musikinstrumente, einige sehen aus, als hätte jemand an ihnen herum gebastelt, andere sind kleine Bühnen auf der Bühne. Sie tragen Namen wie Chromomelodeon, Cloud-Chamber Bowls, Marimba Eroica, Blue Rainbow, Castor & Pollux, Zymo-Xyl, und das Tonsystem ihrer Stimmung hat nichts mit Chromatik zu tun, sondern basiert auf Helmholtz’ „Lehre von den Tonempfindungen“ und einer daraus abgeleiteten 43-teiligen Skala, die Harry Partch seiner Musik zugrunde gelegt hat. Der Klang des vorwiegend perkussiven Instrumentariums entspricht in puncto Wunderlichkeit und Eigenart dem Anblick der Instrumente. Heiner Goebbels hat die europäische Erstaufführung von Harry Partchs Mitte der 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts entstandener letzter Musiktheater-Arbeit „Delusion of the Fury“ inszeniert und als Eröffnungs-Produktion an den Anfang der aktuellen Ruhr-Triennale-Saison gesetzt.

Musiktheater-Schocker zur Eröffnung der Ruhrtriennale

13.08.13 (dpa) -
Bochum - Eine Oper ohne Sänger, ein Orchester ohne Dirigent - «The Delusion of the Fury» gilt dennoch oder gerade deswegen als Meisterwerk von Harry Partch (1901-1974). Der amerikanische Komponist war und ist ein Außenseiter, deshalb schätzt ihn Heiner Goebbels. Sein Wahlspruch lautet: «Für eine starke künstlerische Erfahrung brauchen wir die Begegnung mit etwas, das wir noch nicht kennen.»
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