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Alle Artikel kategorisiert unter »Frauen in der Musik«

Liebe Leser*innen

01.04.21 (Juan Martin Koch) -
Hoffentlich fühlen Sie sich alle mit dieser Anrede angesprochen und können damit leben, dass wir in unserer Zeitung seit einiger Zeit nach den Sternchen greifen. Die Diskussion über deren Verwendung flammt in der Redaktion immer mal wieder auf, aber am Ende bleiben wir bei unserer Entscheidung, die grammatikalischen und typografischen Bedenken zugunsten eines Ziels zurückzustellen, das eigentlich selbstverständlich sein sollte, es aber auch im Musik- und Kulturleben längst nicht ist: die gleichberechtigte Sichtbarkeit von Männern, Frauen und Menschen diverser Geschlechtszuordnung.

Etablierung, Verantwortung, Gegenwind: Ein Gespräch zum Thema Frauen- und Genderforschung in der Musik

Seit Ende der 1970er Jahre haben Musikwissenschaftlerinnen maßgeblich dazu beigetragen, die Bedeutung von Frauen in der Musikgeschichte sichtbar und hörbar zu machen. Wie sich das Fach der musikalischen Frauen- und Genderstudies seither entwickelt hat und wie Forscherinnen deren Aufgaben heute definieren, darüber hat Juan Martin Koch mit drei Vertreterinnen gesprochen: mit Susanne Rode-Breymann (HMTM Hannover), Anna Ricke (Musikwiss. Seminar Detmold/Paderborn) und der Kulturmanagerin Magdalena Waller. 

Solide bunt

01.02.21 (Theo Geißler) -
Je älter, desto kälter – oder: Je oller, desto doller? Steht es einem der Kultur verpflichteten Informations- und Meinungs-Transportorgan in unserer gerade die Künste verwüstenden Zeit an, zu feiern? Dieses Jahr einen siebzigsten Jahrgang, nächstes Jahr auch noch den siebzigsten Geburtstag? Wenn ich in meiner Redaktionsstube auf eine rotregal-gerahmte grüne Wand gucke, ungefähr vier mal vier Meter, gefüllt mit den gebundenen Jahrgängen der neuen musikzeitung (die bis 1969 „Musikalische Jugend“ hieß), befällt mich eine zweifelhafte Mischung aus Stolz und Sentimentalität.

Orchestervereinigung: Zukunft der Orchester ist weiblich

04.03.20 (dpa) -
Berlin - In deutschen Orchestern geben immer mehr Frauen den Ton an. «Die Zukunft der Orchester ist weiblich», erklärte Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DVO), am Mittwoch in Berlin. Während früher fast ausschließlich Männer in Berufsorchestern spielten, betrage der Frauenanteil heute 41 Prozent: «In absehbarer Zeit werden Frauen dominieren.»

Leipziger Gewandhausorchester entdeckt die Frauen

27.03.19 (dpa) -
Leipzig - Das Leipziger Gewandhaus setzt in der Saison 2019/2020 einen ungewohnt weiblichen Schwerpunkt. Der 200. Geburtstag von Clara Schumann sei der Anlass gewesen zu schauen, welche Musik von anderen Komponistinnen noch in die Spielplan genommen werden könnten, sagte der künstlerische Planer und Leiter des Konzertbüros, Tobias Niederschlag, am Dienstag in Leipzig.

Die Maestras kommen - Frauen erobern das Dirigentenpult

18.02.19 (dpa, Georg Etscheit) -
Vor gar nicht so langer Zeit waren Frauen am Pult klassischer Orchester noch kritisch beäugte Exoten. Doch die Männerdomäne der «Pult-Matadore» ist ins Wanken geraten. Heute gibt es ein breites Feld von Frauen in mehr oder weniger herausgehobenen Positionen des Musiklebens.

Vom Ende der Unsichtbarkeit

07.11.18 (Andreas Kolb) -
„Raus mit den Männern aus dem Reichstag und raus mit den Männern aus dem Landtag (…) und rein in die Dinger mit der Frau“, sang Claire Waldoff alias Clara Wortmann 1926 in der Berliner Revue „Von Mund zu Mund“. Das war acht Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland, von Frauenquote war damals keine Rede. In der aktuellen Legislaturperiode sind immerhin 30,9 Prozent der Bundestagsabgeordneten Frauen, in den Landtagen sieht es ähnlich aus. Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen sind die Frauen auf dem Vormarsch. Nur im Bereich der Musik waren sie lange Jahre ausschließlich als Musen erwünscht – und vielleicht noch als Harfenistinnen.

Wo sind die Frauen?

12.09.18 (Moritz Eggert) -
In einer Kritik der nmz-Ausgabe 7/8-2018 über eine Opernveranstaltung mit Kompositionsstudenten der Münchener Musikhochschule im Rahmen der Münchener Biennale wurde „das vollständige Fehlen von Nachwuchskomponistinnen“ unter den Reihen der Komponisten bemängelt. Es stimmt: Keine einzige Komponistin wirkte bei diesem Projekt („Liminal Space“) mit. Benachteiligung von Frauen? Regie des Projektes machte eine Frau, auch im Orchester spielten zahlreiche Frauen, auf der Bühne wirkten mehr Sängerinnen als Sänger mit. Aber dieses wie auch letztes Jahr gab es bei den Aufnahmeprüfungen im Fach Komposition fast keine weiblichen Bewerbungen.

Jubiläum im Shitstorm

11.04.18 (Martin Hufner) -
Über viele Jahre gehörten die GEMA und die GEZ zu Reizworten in der öffentlichen Diskussion. Immer gab es viele Leute, die etwas gegen die Institutionen hatten. Man war im Dauerfeuer der Kritik. Die GEZ gibt es mittlerweile nicht mehr. Und die GEMA, die gibt es selbstverständlich noch. Aber sie ist längst nicht mehr so stark im Fokus von Angriffen von innen wie außen. Das ist gut so. Die Kritik bleibt natürlich nötig, sie wird aber in der Regel viel sachlicher geführt. Fast immer. Doch dieses Jahr entzündete sich ein Shitstorm anlässlich der Durchführung der 10. Ausgabe des Deutschen Musikautorinnenpreises. Was war denn da passiert?

Women Wanted: Hat die Musikbranche ein Frauenproblem?

22.09.17 (dpa, Jenny Tobien) -
Berlin - Stellen wir uns mal vor, es gäbe keine Helene Fischer. Die Schlager- und Pop-Königin ist so omnipräsent, dass eine Tatsache nahezu verdrängt wird: Die Musikbranche hat ein Frauenproblem. Ob in den Charts, bei den gängigen Preisverleihungen oder auf Festivals: Künstler sind deutlich präsenter als Künstlerinnen.
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