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Alle Artikel kategorisiert unter »Gerhard Rühm«

Von der Furie des Verschwindens

02.11.15 (Gerhard R. Koch) -
„Abschied“, das jüngste Buch von Peter Gülke, thematisiert zweierlei: den Verlust eines geliebten Menschen und den „Abgesang“, das formale wie emotionale Schließen von Musik. Und wenn schon Schubert bekundete, er kenne keine „fröhliche“ Musik, so kann man nicht eben weniger bedeutender „ernster“ Musik einen mehr oder weniger ausgeprägten Requiem-Charakter zuschreiben: Sie gedenkt eines Dahingegangenen (nicht nur Individuums), sondern erhebt auch die Hoffnung, dass nicht alles ein für allemal im Orkus verschwunden sei. Nun sind die Donaueschinger Musiktage nicht gerade das Jahres-Meeting der metaphysischen Trostes bedürftigen abendländelnden Wertekonservativen: Moderne und Avantgarde gelten schließlich nicht unbedingt als Refugien religiöser Sinnstiftung. Trotzdem ergab sich in mehrfacher Weise eine Art Memento-Stimmung.

Personalia 2015/10

27.09.15 (nmz-red) -
Jurowski folgt auf Janowski +++ Karl-Sczuka-Preis für Rühm +++ Landesjazzpreis BW für Dauner +++ Nelsons nach Leipzig +++ Clemens Schuldt nach München

Mit der Axt gegen Flügel und Klavier

05.10.13 (Dirk Klose) -
Im Sommer 1964 wurde auf dem Campus der Freien Universität Berlin ein Klavier zertrümmert. Drei mit Äxten bewaffnete junge Männer schlugen auf ein Instrument ein, das erst nach zäher „Gegenwehr“ seinen Geist auf- gab. Zahlreiche Studierende beklatschten das Spektakel, u nter ihnen auch Redakteure einer Tendenzpresse, die tags darauf vehement den „moralischen Niedergang“ Berliner Studenten beklagten.
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