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Alle Artikel kategorisiert unter »Guillaume Tell«

Gioacchino Rossinis „Guillaume Tell“ im Theater an der Wien

23.10.18 (Frieder Reininghaus) -
Zu Beginn und am tyrannentödlichen Höhepunkt der Oper wird Tells Geschoss jetzt in Wien im Nahkampf verabreicht. Von Hand in die Brust, auf freier Wildbahn. Der erstmals um 1550 von Aegidius Tschudis „Chronicon Helveticum“ kolportierten Legende zufolge war zwar eine Distanzwaffe im Einsatz. Schiller beschreibt minutiös den Hinterhalt, eine „hohle Gasse“ bei Küssnacht. Dort, nicht auf einer weiten verschneiten Fläche, soll der Anschlag des Wildschützen stattgefunden haben. Aber nun kommt alles ganz anders.

Zwischen Bürgermief und Gewalt – Die Münchner Opernfestspiele beginnen mit einer „Guillaume Tell“-Missdeutung

29.06.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie schön: erstmals wurde die Eröffnungspremiere der Münchner Opernfestspiele - bei Haus-Preisen von 243 Euro abwärts - auch als „Oper für alle“ auf großer LED-Wand live auf den Max-Josephs-Platz übertragen. Doch ein halbstündiges Unwetter fegte den Platz zu Beginn zunächst weitgehend leer – fast ein Omen, denn drinnen im Nationaltheater fegte am Ende ein Buh-Sturm das Bühnenteam – nun ja, leider zu spät an. Denn ihre arrogant überhebliche Neudeutung blockiert nun auf Jahre eine dramaturgisch ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem schwierigen Werk.

Teuer erkaufte Freiheit: Gioacchino Rossinis „Guillaume Tell“ am Staatstheater Nürnberg

04.03.12 (Juan Martin Koch) -
Es ist schon merkwürdig: Während man bei einem Werk Richard Wagners eine Aufführungsdauer von über vier Stunden ganz selbstverständlich akzeptiert und sie mit nachmittäglichem Beginn und langen Pausen entsprechend zelebriert, glaubt man dem Publikum eine gut vierstündige französische Oper nicht zumuten zu können.
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