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Alle Artikel kategorisiert unter »Inge Brandenburg«

Jazzliebe und Schlagerlaufbahn

18.06.19 (Marcus A. Woelfle) -
Vor allem in Deutschland hegten Jazzfans und Kritiker lange das Vorurteil gegen Vokalisten, sie hätten den Jazz nur als Leiter zu einer ertragreicheren Karriere missbraucht. Wer sich in die Niederungen des Schlagers begab, wurde mit Verachtung gestraft. Abgesehen von der verqueren Moral, ein Künstler solle lieber verhungern als Erfolge zu feiern, übersah die „Jazzpolizei“ dabei zweierlei: Wer seine Karriere in der Swing-Ära startete, empfand Jazz als einen Teil der Unterhaltungsmusik mit Massenpublikum, daher nahm und nimmt man in den USA die Grenzen zwischen Jazz und Pop nie so genau; andererseits ließen die Plattenfirmen wenig künstlerische Freiheiten, hüben wie drüben.

Späte Würdigung einer großen Sängerin

21.11.17 (Michael Scheiner) -
„End Price: 541 US-Dollar“, rund 448 Euro. Soviel wurde für das Album „It’s Alright With Me“ bei einer Internetauk­tion vor zwölf Jahren gezahlt. Vermutlich hätte sich Inge Brandenburg darüber geärgert, vielleicht sogar einen ihrer berüchtigten Wutanfälle bekommen. Denn sie hätte nichts davon gehabt, dass ihr einziges „richtiges“ Jazzalbum, das sie 1965 selbst für die CBS produziert hatte, heute Sammlerwert hat und zu exorbitanten Preisen gehandelt wird. Vielleicht wäre sie aber auch stolz darauf gewesen, es allen Ignoranten und Kritikern richtig gezeigt zu haben: „Seht her, ich bin etwas wert! Ich bin die beste Jazzsängerin und kann Bleibendes schaffen!“

Morgen ist es vielleicht schon zu spät

07.10.11 (Viktor Rotthaler) -
Es gibt in der Popgeschichte immer wieder Figuren, die eher Gerücht geblieben sind, weil ihre Werke im „Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit“ zu verstreut waren, wie bei Friedrich Hollaender, oder einfach bis heute keine ihnen „gemäße“ Tonträger vorhanden waren, wie bei Inge Brandenburg.
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