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Alle Artikel kategorisiert unter »Martin Gerke«

Deutsche Erstaufführung: Neufassung von Nicola Sanis „NeIl tempo sospeso del volo“ an der Staatsoper Berlin

29.04.17 (Peter P. Pachl) -
Das Schwierigste für einen lebenden Komponisten ist es nicht, eine Uraufführung zu bekommen, sondern nachgespielt zu werden. Der 1961 in Ferrara geborene Nicola Sani, unter anderem Schüler von Stockhausen, brachte 2007 in Reggio Emilia sein siebtes Bühnenwerk „NeIl tempo sospeso del volo“ zur Uraufführung. Zehn Jahre später, kurz vor dem 25. Jahrestag der Ermordung Falcones, holte es Jürgen Flimm als zweite Bühne an die Staatsoper, die es unter dem Titel „Falcone“ als deutsche Erstaufführung in deutscher Übersetzung präsentiert.

„Comeback“ im doppelten Sinne: Uraufführung des Musiktheaters von Oscar Strasnoy an der Staatsoper Berlin

02.10.16 (Peter P. Pachl) -
Man nehme zwei prominente Figuren der Zeitgeschichte, die womöglich als Künstler in Berlin gewirkt haben und kombiniere deren unterschiedliche Lebensläufe und politische Haltungen, umgeben von Partnern und anderen Familienangehörigen. Der in Berlin als junger Komponist besonders gepflegte und auch gefeierte Oscar Strasnoy geht davon aus, dass das Musiktheater von den Spannungen zwischen seinen Protagonisten lebt.

Akustische Verunsicherung oder: Aleatorik als Referenz verschärfter Haftbedingungen

24.06.16 (Peter P. Pachl) -
Uraufführung von Matthias Hermanns „Die Luft hier: scharfgeschliffen“ in Berlin. An den Anfang ihres diesjährigen Festivals „Infektion!“ stellte die Berliner Staatsoper im Schillertheater eine in vieler Hinsicht ungewöhnliche Musiktheater-Uraufführung. Matthias Herrmanns Musiktheater „Die Luft hier: scharfgeschliffen“ hat das Ziel, „individuelle, gesellschaftliche und politische Deformationen [...] sicht- und hörbar“ zu machen. Dabei soll das Publikum die verschärften Bedingungen von Isolationshaft am eigenen Körper spüren.

Bernstein meets Lachenmann – Uraufführung von Gordon Kampes „Kannst du pfeifen, Johanna“ an der Deutschen Oper Berlin

01.12.13 (Peter P. Pachl) -
Der Topos Schrottplatz auf der breiten Bühne gemahnt an Leonard Bersteins „Mass“ und hat auch klanglich einiges damit gemein, gemischt allerdings mit Lachenmanns ungewöhnlicher Instrumentalbehandlung, die offenbar bereits zur Standardausrüstung der jungen Komponistengeneration gehört. Ein Generationenthema hat sich Gordon Kampe für seine zweite Oper gewählt, und er nimmt das junge Publikum ernst, indem er alles andere als „kindgerecht“ schreibt.
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