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Alle Artikel kategorisiert unter »Musik in Städten«

Aufwind ohne kulturelle Basis

13.04.17 (Verena Fischer-Zernin) -
... und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage? Was sich in Hamburg in diesen Monaten zuträgt, hat etwas Märchenhaftes. Die Elbphilharmonie ist tatsächlich fertig geworden. Da funkelt nun der Prachtbau, Stolz der Stadt, den diese sich nicht zu schade war, andernorts als „neues Weltwunder“ zu bewerben – Bescheidenheit wird überschätzt. Der Eröffnung im Januar war ein Medienspektakel sondergleichen. Die Architektur! Die Akustik! Allenthalben Superlative statt hanseatischer Nüchternheit. Eine Stadt, die traditionell als Hort der Pfeffersäcke gilt, schenkt sich als Wahrzeichen ausgerechnet einen Kulturtempel. Was macht das mit ihr? Und mit dem örtlichen Kulturleben?

„Du bist keine Weltstadt“

12.04.17 (Andreas Rossmann) -
Kultur in Bochum, das war jahrzehntelang zuerst, wenn nicht allein das Schauspielhaus, sowohl im eigenen Selbstverständnis als auch in der Außenwahrnehmung. Trotz der Skulptur „Terminal“ von Richard Serra, die 1980, von heftigen Debatten begleitet, schräg gegenüber des Hauptbahnhofs aufgestellt wurde, trotz Herbert Grönemeyer, der 1984 mit „4630 Bochum“ Popmusikgeschichte schrieb. Und wer dachte schon an das Musical „Starlight Express“, das hier seit 1988 rollt? Das Theater war der Leuchtturm der 370.000-Einwohner-Stadt; die Intendanten Peter Zadek (1972 bis 1977) und Claus Peymann (1979 bis 1986), davor schon Saladin Schmitt (1919 bis 1949) und Hans Schalla (1949 bis 1972) stehen dafür.

Eine Dauerfrequenz hält sich hartnäckig

05.04.17 (Juan Martin Koch) -
Wenn die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) – sonst eher für mahnende Worte angesichts abgewickelter oder fusionierter Klangkörper zuständig – eine frohlockende Pressemitteilung herausgibt, lässt das aufhorchen. „Ich bin überzeugt, dass wir gerade den Beginn einer Trendwende im Klassikbereich erleben“, gab Geschäftsführer Gerald Mertens Ende Februar anlässlich der Veröffentlichung der neuen DOV-Konzertstatistik zu Protokoll, die einen „Veranstaltungsrekord“ vermeldete. Grund zu Euphorie also?
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