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Alle Artikel kategorisiert unter »Paul Daniel«

Suggestiv, mäandernd – Toshiro Mayuzumis Oper „Der Tempelbrand“ in Straßburg

23.03.18 (Georg Rudiger) -
Ein junger, psychisch labiler Mönch kann die Schönheit eines goldenen Buddha-Tempels nicht ertragen. Der überirdische Glanz wirkt für ihn wie ein hämischer Kommentar zu den Trümmern seines Lebens – gegenüber seinen eigenen Verletzungen, die er aufgrund seiner Behinderung immer wieder erfahren hat, aber auch gegenüber den Problemen in der japanischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb zündet er im Jahr 1950 den Kinkakuij-Tempel in Kyoto an. Der japanische Schriftsteller Yukio Mishima hat für seinen Roman „Kinkakuji“ (1956) die wahre Geschichte poetisch verarbeitet; der Komponist Toshiro Mayuzumi nahm sie zur Vorlage seiner Oper „Der Tempelbrand“, die 1976 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt wurde.

Liebeszauber in Zeit und Raum – In Frankfurts Oper rührt Frederick Delius’ „A Village Romeo and Juliet“ zutiefst an

27.06.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Wolf-Dieter Peter hat sich in Frankfurt einer Opern-Premiere hingegeben, die er für Faust-Preis-verdächtig hält. Die Aufführung von Delius‘„A Village Romeo and Juliet“ sei gewesen „eine fast zu Tränen, zumindest human tief anrührende Verdichtung von Liebesglück und Liebestod in 100 Minuten fabelhaften Theaterzaubers, fließend in Zeit und Raum und Freud und Leid und Tod und …“

In Brüssel wird der Erdgeist freigesetzt: Krzysztof Warlikowski inszeniert Bergs „Lulu“ am Théâtre de la Monnaie

16.10.12 (Frieder Reininghaus) -
Lulu will, darf und kann nicht sterben. Unlängst präsentierte die Komische Oper Berlin eine grundlegende Neufassung von Alban Bergs unvollendet gebliebener Oper – Olga Neuwirth hatte eine weitgehende Neubearbeitung, eine Über- und Fortschreibung des auf Frank Wedekinds Dramen „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ gestützten Torsos angefertigt. Der eingebürgerten Traditionslinie folgend versuchte man es in Brüssel nun aber in der Hauptsache wieder mit der von Friedrich Cerha in den 60er- und 70er-Jahren komplettierten dreiaktigen Version, die allerdings diesmal gleich zu Beginn durch eine deklamierte Erweiterung bearbeitet und in die so manche Pause für stumme Choreographie eingelagert wurde.
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