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Alle Artikel kategorisiert unter »Paul Kaufmann«

Neunzigminütiger Digest – „Die Meistersinger von Nürnberg“ als Oper für Kinder in Bayreuth

29.07.19 (Peter P. Pachl) -
Während sonst für die Sonderreihe „Oper für Kinder“ bei den Bayreuther Festspielen ungewöhnliche Raumlösungen gefunden wurden, ist in diesem Jahr auf der Hälfte der Probebühne IV des Festspielhauses erstmals eine steile Tribüne errichtet. Auf der anderen Hälfte der Fläche der Probebühne ist das Orchester positioniert; davor eine Schusterwerkstatt, wie man sie auch auf dem Handwerkermarkt in Nürnberg zu sehen bekommt und in klassischer „Meistersinger“-Bühnenanordnung rechts davon das Haus Pogners – allerdings mit einem Balkon anstelle des für Beckmessers Ständchen obligatorischen Fensters zu Evas Zimmer. Ein Bericht von Peter P. Pachl.

Suggestiv, mäandernd – Toshiro Mayuzumis Oper „Der Tempelbrand“ in Straßburg

23.03.18 (Georg Rudiger) -
Ein junger, psychisch labiler Mönch kann die Schönheit eines goldenen Buddha-Tempels nicht ertragen. Der überirdische Glanz wirkt für ihn wie ein hämischer Kommentar zu den Trümmern seines Lebens – gegenüber seinen eigenen Verletzungen, die er aufgrund seiner Behinderung immer wieder erfahren hat, aber auch gegenüber den Problemen in der japanischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb zündet er im Jahr 1950 den Kinkakuij-Tempel in Kyoto an. Der japanische Schriftsteller Yukio Mishima hat für seinen Roman „Kinkakuji“ (1956) die wahre Geschichte poetisch verarbeitet; der Komponist Toshiro Mayuzumi nahm sie zur Vorlage seiner Oper „Der Tempelbrand“, die 1976 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt wurde.

Die Rollen der E. M. im Wandel der Zeiten

21.02.16 (Peter P. Pachl) -
„gelebt doch nur … ein Bühnenleben“ Janáceks „Die Sache Makropulos“ an der Deutschen Oper Berlin. Peter P. Pachl sieht und hört unter anderem eine unerhörte Evelyn Herlitzius.

Beglückend federnd und mitreißend – In Erfurt ist die neue „Entführung aus dem Serail“ ein beklemmendes Gegenwartsstück mit musikalischem Glanz

11.11.14 (Joachim Lange) -
Der Erfurter Intendant Guy Montavon macht seinen Job seit der Eröffnung des neuen Opernhauses gut. Mit dem eisernen Festhalten an dem Versprechen, jedes Jahr eine Uraufführung herauszubringen und regelmäßig auch etwas auf dem Sektor Ausgrabungen anzubieten, macht er ihn sogar sehr gut. Dass das weder im einen noch im anderen Fall immer ein Reißer wird, liegt in der Natur der Sache. Manchmal hat die Vergesslichkeit der Rezeptionsgeschichte auch ihre guten Gründe.

Bernstein meets Lachenmann – Uraufführung von Gordon Kampes „Kannst du pfeifen, Johanna“ an der Deutschen Oper Berlin

01.12.13 (Peter P. Pachl) -
Der Topos Schrottplatz auf der breiten Bühne gemahnt an Leonard Bersteins „Mass“ und hat auch klanglich einiges damit gemein, gemischt allerdings mit Lachenmanns ungewöhnlicher Instrumentalbehandlung, die offenbar bereits zur Standardausrüstung der jungen Komponistengeneration gehört. Ein Generationenthema hat sich Gordon Kampe für seine zweite Oper gewählt, und er nimmt das junge Publikum ernst, indem er alles andere als „kindgerecht“ schreibt.
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