Nov 252011
 

„Tannhäuser“ in der Biogas-Anlage, „Don Giovanni“ als Echtzeit-Thriller, Tenöre und Sopra­nistinnen, die im Kopfstand singen sollen, der Opernchor nackt an der Rampe: Wie weit kann, darf, soll Opernregie gehen im Bemühen das Genre publikumswirksam und/oder neudeutend aufzupolieren? Was ist den Interpreten, den Komponisten, den Librettisten noch zumutbar?
Antworten im Musikmagazin taktlos am 1. Dezember um 21.03 Uhr live aus dem Studio 4 des Bayerischen Rundfunks bei BR-Klassik. Moderation Theo Geißler und Marlen Reichert.

Oct 212011
 

„Musikvermittlung“ – dieses ursprünglich mit viel Bildungsbürger-Liebe besetzte Transport-Wort ist heftig in die Kritik geraten. Haben hastig ausgebildete Kulturmanager in Theater- und Orchester-Diensten den ursprünglich pädagogischen Eros zum billigen Marketinginstrument runtergewirtschaftet? Wird die Autarkie gerade der zeitgenössischen Komposition vom bemühten Lehrer-Zeigefinger mangels Kompetenz oder Respekt fahrlässig gemeuchelt? Antworten liefert das Musikmagazin taktlos, Ausgabe 155, am 3. November um 21.05 Uhr live bei BR-Klassik.

Jun 072011
 

Dank Web 2.0 klicken sich Musikfreaks von Berlin bis Buenos Aires durch Youtube & Co. Sie konsumieren und kommentieren, tippen bis die Tasten qualmen. Aber die virtuelle Meinungsfreiheit hat einen Haken: Während die gesichtslose Masse zum Meinungsmacher wird, mutiert der klassische Musikjournalist zur aussterbenden Spezies. Welchen Einfluss haben Onlinemedien auf die Meinungsfreiheit? Wer entscheidet was gut ist und was schlecht? Und was sagen die Rezensenten?
Taktlos fragt nach, am 7. Juni, 21:03-22:00 Uhr, live aus dem Schloss Gottesaue in Karlsruhe.

Apr 262011
 

Die deutschen Musikhochschulen bilden unermüdlich und mit hohem Aufwand Komponistinnen und Komponisten aus. Zu diesem kreativen Akademiker-Potenzial gesellen sich jährlich hunderte Autodidakten. Besteht für all diese Ton-Schöpfer – vor allem auch im Bereich der sogenannten „ernsten“ Musik – die Chance, sich mit dem erlernten Beruf zu ernähren?

Antworten liefern am 5. Mai um 21.03 Uhr bei BR-Klassik der Komponist und Kompositionslehrer Claus Kühnl, die 16-jährige Kompositionsstudentin Katharina Müller und Michael Roßnagl von der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Mar 292011
 

Wenn von kultureller Lebendigkeit die Rede ist, wird gern das hohe Lied des Ländlichen, der Provinz gesungen. Andererseits findet viel sogenannte Hochkultur in den Metropolen statt. ­Bayerns Kulturmetropole München präsentiert sich auf der Frankfurter Musikmesse ausgerechnet nicht mit ihren „Leuchttürmen“. Präsentiert wird das musikalische Wurzelwerk der Stadt.
Das Musikmagazin „taktlos“ über die Spannungsfelder Stadt–Land, Hochkultur und Freie Szene. Gäste: Hans-Georg ­Küppers, Felix Semmelroth und Katja ­Lucker.

Am 7. April taktlos-Livemitschnitt von der Frankfurter Musikmesse um 21.03 Uhr auf BR-Klassik.

Feb 232011
 

Ausgegrenzt: Klassik-Konzert? Oper? – da ist man schon zum Jammern bereit. Nein: gejammert wird hier nicht. Das Musikmagazin taktlos kümmert sich dieses mal um soziale Initiativen, um Selbsthilfegruppen, die Musik ins Zentrum ihres Aufgabenfeldes gestellt haben. Mit dabei: Der „Straßenchor“, das „Hartz-IV-Orchester“ und Menschen, die Erfahrungen mit „Musik am Rand der Gesellschaft“ gesammelt haben.

Am 3. März 2011 aus dem Studio des Bayerischen Rundfunks in München.

Feb 032011
 

Trommelwirbel, der Tiger springt durch den Feuerring: Tusch. Es jammert die Knopfharmonika, der Clown fällt über die eigenen Füße: Tusch. Orchester-Crescendo vom Laptop, Salto Mortale am Trapez zehn Meter über dem Manegenboden: Tusch. Die Denk-Artisten in der Feuilleton-Zirkuskuppel ratlos?

Faszination Zirkus: ein Zerrspiegel-Kabinett der Realität? Rekord-Verrenkungen, Monstrosi­tä­ten, brutale Dressur-Akte. Und die Musi spielt dazu, immer seltener live. Mit diesem scheint‘s so fernen Panoptikum beschäftigt sich das Musikmagazin taktlos in seiner 150. Ausgabe. Vorhang auf! Am 3. Februar um 21:03 auf BR-Klassik.

Jan 132011
 

Heller Aufruhr geht durch manchen Kindergarten. Dürfen Weihnachtslieder nur noch auswendig gesungen werden? Denn „Noten kopieren“ ist, wie Hänschen weiß, meistens nicht gestattet. Und so werden denn Kindergärten zur Kasse gebeten. Die ist zwar nie so richtig voll, aber Notenkenntnisse sollten einem schließlich auch was Wert sein.

Gegen dieses „Kassemachen“ der Komponisten, Kopisten und Verlage haben einige halbpopuläre Politiker einiges und wittern Wählerduft. Was ist dran am Kopierverbot für Noten, wem dient es und wem schadet es. Auf die Suche nach Fragen und nach Antworten begibt sich taktos in Ausgabe 149 am 13. Januar 2011 um 21:03 auf BR-Klassik.