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Alle Artikel kategorisiert unter »Europa«

Schlaglicht: Mit alten Göttern gegen die Krise – Musikinstrumentenbau in Griechenland

05.07.18 (Elisabeth Heinze) -
Im August will Griechenland aus dem Kreditprogramm aussteigen. Die Gläubigerinstitutionen (Europäische Kommission, Europäische Zentralbank, Internationaler Währungsfonds und Europäischen Stabilitätsmechanismus) begrüßen das, doch die Wirtschaft ist noch lange nicht wieder in Schwung. Viele haben längst das Land verlassen. Anders Familie Koumartzis. Mitten in der Krise, 2012 gründete sie das Unternehmen „Lutherios Musikinstrumente“ in Nordgriechenland, das sich auf Instrumentenbau von traditionellen und antiken griechischen Saiteninstrumenten und Trommeln spezialisiert hat.

Landesmusikakademie Berlin goes Europe

01.12.17 (Joachim Litty) -
Die Geschichte beginnt im Herbst 2012, Hauptprotagonist ist Giampaolo Vicere aus Benevento, einer Stadt im südlichen Italien, gute 1,5 Stunden von Neapel entfernt im Landesinneren gelegen. Das Telefon klingelt und in gebrochenem Englisch wird mir die Frage gestellt, ob die Landesmusikakademie (LMAB) denn ein Akkordeon für die Teilnahme am Workshop mit den 17 Hippies zur Verfügung stellen könne – der Start einer äußerst produktiven, wie sich später herausstellen wird, bis heute andauernden Zusammenarbeit. Bejaht, getan, kommt es noch am Rande des Workshops zu ersten Gesprächen über die Zielstellung von Landesmusikakademien und deren Aufgabenstellung innerhalb der bundesrepublikanischen Musiklandschaft. Unser italienischer Gast ist von der Idee fasziniert und träumt von nun an davon, ein Pendant in Italien auf die Beine zu stellen – was mit der Cooperativa Immaginaria konkret wird.

Klassikmusiker spielen im Berliner Radialsystem für Europa

11.05.17 (dpa) -
Berlin - Mit einem Konzert im Berliner «Radialsystem» wollen an diesem Sonntag (14. Mai, 17.00 Uhr) Klassikmusiker für die europäische Einheit spielen. Der Initiative «Musicians4unitedeurope» haben sich nach deren Angaben mittlerweile 400 Musiker angeschlossen, darunter Dirigenten wie Paavo Järvi, Alan Gilbert, Vladimir Jurowski und Yannick Nézet-Séguin.

Sinn und Sinnlichkeit, mehrstimmig

11.05.17 (Anne Kohler) -
Im Norden Europas hat das Chorsingen eine reiche Tradition, aber es werden auch neue, ungewöhnliche Wege gegangen. Dort entstehen Chorwerke, die stilistisch breit gefächert und klanglich spektakulär sind. Die Vielfalt und Produktivität scheinen mir fast größer zu sein als in Deutschland, wo beim Deutschen Chorfest in Stuttgart die meisten Werke in der Wettbewerbskategorie „Zeitgenössische Musik“ schon zur klassischen Moderne zählten. Stöbert man bei den deutschen Chormusikverlagen nach neuen Veröffentlichungen, stößt man auf viele skandinavische, baltische, osteuropäische und amerikanische Namen.

Der letzte Mensch

19.03.17 (Max Nyffeler) -
Da bezeichnet einer den bürgerlichen Kunstbegriff „als Nachricht und Beispiel kreativer Souveränität“. Er sieht darin einen „Lichtblick des Menschenbildes“ und eine „tiefgreifende Glückserfahrung“. Verbunden sei das mit einer Begeisterungsfähigkeit und Verantwortung für das, was gemeinhin „Geist“ genannt werde – eine „Sinneserfahrung, worin sich Denken und Fühlen in höchster Aktivität begegnen und uns an unser Potenzial als humane Geschöpfe erinnern“. Autonome Kunst ist für ihn eine „Antwort über den Kopf des Schaffenden hinweg auf die Wirklichkeit“.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal als überzeugter Europäer leider gezwungen wurde, um Hilfe zu bitten

26.10.16 (Theo Geißler) -
Eigentlich war ich immer ein in der Wolle gefärbter Europäer. Als alter Humanist ist mir bekannt, dass der Name in seinem tieferen Sinn „Weit-Sicht“ beinhaltet. Wie treffend! Und Wikipedia entnehme ich befriedigt, dass als europäische Identität jener Teil der Identität oder des Bewusstseins einer Person oder Personengruppe bezeichnet wird, der sie befähigt, sich als Europäer zu begreifen und eine bejahende Haltung zu einer gemeinsamen Identität („Wir-Gefühl“) und zum Zusammenleben der Menschen und Völker in Europa im Sinne einer Gemeinschaft einzunehmen. In einem breiten Identitätsdiskurs bezieht sich der Begriff auch auf Haltungen zur Verfasstheit Europas oder zur Rolle und zum Selbstverständnis Europas und der Europäer in der Welt. Wie für mich verfasst. [Vorab aus Politik & Kultur]

Brexit: Bühnenverein befürchtet Nachteile im Kulturaustausch

18.07.16 (dpa) -
Köln - Der Deutsche Bühnenverein befürchtet bei einem Brexit neue Hürden im europäischen Kulturaustausch mit Großbritannien. «Opernhäuser, Theater, Orchester, sie alle engagieren ohne große bürokratische Hindernisse Künstlerinnen und Künstler aus allen Ländern der EU und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Integration», erklärte der Geschäftsführende Direktor Rolf Bolwin in Köln.

Kulturhauptstadt: Breslau als «Quintessenz von Multikulturalität»

18.01.16 (dpa, Eva Krafczyk) -
Breslau - Feuer und Wasser, Choräle und Trommeln - mit einer Performance von 1300 Künstlern hat Breslau seinen ersten großen Auftritt als Europäische Kulturhauptstadt. Die Organisatoren hoffen auf das «wichtigste Jahr der Nachkriegsgeschichte» der Stadt. Mehr als tausend Projekte sollen das Kulturleben bereichern und Touristen in die Stadt bringen.

Wie machen es die anderen? Kulturgutschutz im Ländervergleich

13.08.15 (dpa) -
Berlin - Die geplante Verschärfung des Schutzes von Kulturgütern in Deutschland hat einen beispiellosen Streit ausgelöst. Der Vorzeigekünstler Georg Baselitz ließ aus Protest gegen die Pläne von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) seine Leihgaben in Museen abhängen. Wird der Kunsthandel stranguliert? Droht Sammlern die Enteignung? Eine dpa-Umfrage zeigt, dass in anderen europäischen Ländern teils schärfere Regeln gelten als in Deutschland geplant.

An der unsichtbaren Front

01.06.15 (Max Nyffeler) -
Bis 1989 war Berlin eine sogenannte Frontstadt, und für ihr Überleben spielte die Kultur eine wichtige Rolle. „Schaufenster des freien Westens“ hieß das damals. Heute verläuft die Front weiter östlich, durch die Staaten im Einflussbereich der früheren Sowjetunion, und sie ist von anderer Gestalt. Es gibt keine Mauer und keinen Schießbefehl mehr. Die Front geht heute mitten durch die Gesellschaft und den Alltag hindurch. Sie ist unsichtbar, aber man kann sie spüren.
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