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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Kurz-Schluss – Wie ich einmal auf der CeBIT in Hannover der „Gesellschaft 5.0“ auf reichlich unangenehme Weise begegnete

26.04.17 (Theo Geißler) -
Man wird nicht jünger, nicht stärker. Eigentlich redet ein harter Schnüffel-Knochen wie ich nicht über persönliche Schwächen. Das ist bekanntlich geschäftsschädigend. Bedauerlicherweise blieb allerdings mein Zusammenbruch beim Besuch der diesjährigen CeBIT in Hannover dank der allgegenwärtigen Videoüberwachung ohnedies nicht geheim. Auf der Facebook-Seite „Messe-intim“ finden sich schamlose Bilder. Deshalb zunächst Hintergründiges zur Klärung: … [vorab aus Politik & Kultur 3/2017]

Leucht-Turmbläser [update, 22.4.]

20.04.17 (Andreas Kolb) -
Radialsystem oder Neuköllner Oper in Berlin, Theaterhaus in Stuttgart, Schwere Reiter in München, IRCAM in Paris, ZKM in Karlsruhe, Ensemble Modern Akademie in Frankfurt, INNM in Darmstadt, Hellerau in Dresden – die Akteure der Neuen Musik, neuerdings auch als Gegenwartsmusiker unterwegs, zählen meist genauso zu einer freien Szene wie die Kollegen aus dem Jazzsektor. Augenscheinlich haben sie es jedoch wesentlich besser verstanden als die Jazz-Kollegen, sich zentrale Orte für ihre Musik zu schaffen.

Hochschulen-Absturz

19.04.17 (Martin Hufner) -
Die gute Nachricht: Nach wie vor ist die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) laut Hochschulranking durch Quacquarelli Symonds die Nummer 1 unter den deutschen Hochschulen. „Die sehr gute Platzierung der Hochschule für Musik und Theater München im internationalen Hochschulranking von Quacquarelli Symonds ist ein Beleg für die hervorragenden Studienbedingungen an der renommierten Hochschule hier in München (…). Zur sehr guten Platzierung in dem internationalen Ranking gratuliere ich der Hochschule für Musik und Theater München sehr“, kommentierte Wissenschafts- und Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle das Hochschulranking noch vor einem Jahr.

Bremer Zwerge

12.04.17 (Gordon Kampe) -
„Autsch. Hier tut’s weh.“ – „Da können wir nicht helfen, unsere Ärzte sind in Rente.“ – „Das ist doch ein Krankenhaus?“ – „Ja, wir verkaufen jetzt Turnschuhe. Man muss sich weiterentwickeln.“ Was hier nach Mumpitz tönt, das geht als Argument im Kulturbereich offensichtlich ganz gut durch: Mit dem Fortgang verdienter Personen, werden Inhalte gleich mitpensioniert.

Das innere Ohr

07.04.17 (Moritz Eggert) -
Der Beginn jeden Komponierens ist das, was man im Kopf hört, bevor man eine Taste drückt, einen Mausklick macht oder ein Sample auslöst. Ohne dieses innere Hören ist Komponieren nicht Komponieren, sondern Ausprobieren.
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Post-Westlich

02.04.17 (Max Nyffeler) -
„Russia‘s foreign minister calls for ‘post-West world order’ in speech to global leaders“, titelte jüngst der britische „Independent“ über den russischen Außenminister Sergej Lawrow. Die schlagwortartig verkürzte Aussage kann man auf newsfront.info ausführlicher nachlesen. Demnach sagte Lawrow: „Die Welt wird objektiv post-westlich. Der Moderne ist es nicht gelungen und wird es auch nicht gelingen, und man muss sich daran gewöhnen, dass die Welt multipolar wird, und dass vor allem die führenden Spieler ihre kollektive Verantwortung für die Welt und Stabilität erkennen und in der Praxis umsetzen müssen.“ Und weiter: „Ich meine damit Westeuropa, die USA, Australien, Neuseeland, also den historischen Wes­ten, der bereits seit Jahrzehnten die erste Geige bei internationalen Angelegenheiten spielte.“ Mittlerweile, so Lawrow, sei es aber zur „Entstehung neuer Machtzentren gekommen“.

Prekäre Verhältnisse

02.04.17 (Leserbrief) -
Die von Ulrich Rademacher im Rahmen seines Artikels „‚Geht doch!‘ gibt´s nicht!“ angesprochene Forderung des VdM von 80 Prozent Festanstellungen für Musikschulen, die Mitglied im VdM sind, ist sicherlich begrüßenswert, obwohl sich das Problem der prekären Beschäftigung im Bereich der Musikschullehrkräfte dadurch (auch in dem unwahrscheinlichen Fall, dass die Politik irgendetwas in dieser Art umsetzen sollte) freilich nicht lösen lassen würde, weil ein guter Teil der Honorarlehrkräfte ja gerade an Einrichtungen beschäftigt wird, die gar nicht Mitglied im VdM sind.

Schutzpatron David Garrett

22.03.17 (Martin Hufner) -
David Garrett ist Violinist, Backstagereporter, Filmheld und so vieles andere auch. Das macht er je nach Blickwinkel mit mehr oder weniger Erfolg. Als Erfolg darf aber gelten, dass ihm 2017 der Frankfurter Musikpreis zugesprochen wurde. Da reiht er sich ein unter Kollegen wie Hans Zender, Michael Gielen, György Ligeti, Udo Lindenberg oder Peter Sadlo.

Der letzte Mensch

19.03.17 (Max Nyffeler) -
Da bezeichnet einer den bürgerlichen Kunstbegriff „als Nachricht und Beispiel kreativer Souveränität“. Er sieht darin einen „Lichtblick des Menschenbildes“ und eine „tiefgreifende Glückserfahrung“. Verbunden sei das mit einer Begeisterungsfähigkeit und Verantwortung für das, was gemeinhin „Geist“ genannt werde – eine „Sinneserfahrung, worin sich Denken und Fühlen in höchster Aktivität begegnen und uns an unser Potenzial als humane Geschöpfe erinnern“. Autonome Kunst ist für ihn eine „Antwort über den Kopf des Schaffenden hinweg auf die Wirklichkeit“.
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