Die Einsamkeit des Dirigenten vor dem Orchester
Das Dirigentenforum als Chance für junge Kapellmeister
Ein Artikel von Mathias Nofze.
In der Schlusspartie der „Mittagshexe“ warnt er Kütson vor einem flächendeckenden Stringendo, das die strukturelle Klarheit gefährden könnte. „Wenn ich das vorschlagen darf“, setzt er hinzu. „Wir wollen den Kontakt zwischen Dirigenten verschiedener Generationen, aber auch von Dirigenten untereinander fördern“, so beschreibt Andreas Bausdorf, Projektleiter des Dirigentenforums, das Ziel der Veranstaltung. Peter Gülke weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig das ist: „Am Beginn meiner Laufbahn hatte ich nur sehr wenige Menschen, die mir kompetenten Rat gegeben haben.“ Besonders tückisch sei die Übergangsphase von der Musikhochschule ins Berufsleben.
Auch heute gelte noch vielfach: „In der Praxis ist der Dirigent einsam.“ Diese Einsamkeit wenigstens zeitweise aufzubrechen, ist Ziel des Dirigentenforums, um das „wir im Ausland beneidet werden“, so Gülke. Den Kursteilnehmern bleiben als Gewinn viele bereichernde Erfahrungen für die eigene Praxis. Der Kurs ermöglicht da den Blick über den Tellerrand.
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