Erst Klavier spielen, dann Noten lernen

Cleopatra Valentina Perepelita veröffentlicht „Kreative Klavierschule“


(nmz) -

„Ich kann spielen!“, so lautet der Titel der neuen Klavierschule der Komponistin und Klavierpädagogin Cleopatra Valentina Perepelita.

Ein Artikel von Aylin Leysieffer.

Perepelita setzt in ihrer Klavierschule in erster Linie auf Improvisationsspiel. Der Schüler erhält eine Begleit-CD mit Volksliedern in der Fünftonlage, die den Schüler in das Spielen nach Gehör einführen soll. Perepelitas Klavierschule (bestehend aus acht Kapiteln) ist ein Versuch, den Schüler frühzeitig in das Improvisieren und Komponieren einzuführen und in ihm die Neugier und Spontaneität zum Ausprobieren zu wecken.

„Diese Spontaneität sollte man jetzt nutzen. Später, wenn die Kinder von Noten abhängig sind, geht diese Spontaneität leicht verloren“, so heißt es in Perepelitas Vorwort. Nach einer ersten Einführung über die Geschichte der Tasteninstrumente, einem kurzem Abriss über das Klavier und der für das Klavierspiel immer noch wichtigen Einführung über die richtige Haltung erfolgt im vierten Kapitel, „Die ersten Schritte zur Improvisation“, die Aufforderung an den Spieler, sich erst einmal selbst am Klavier auszuprobieren. Perepelita verzichtet dabei auch nicht auf Elemente der Neuen Musik. Neben Glissando, Pedal und den verschiedenen Artikulationsmöglichkeiten werden nicht nur die schwarzen und weißen Klaviertasten in das Improvisationsspiel einbezogen, sondern auch die Klaviersaiten im Innenraum des Klaviers. Diese Herangehensweise fordert vom jungen Pianisten Kreativität und Flexibilität und bietet ihm eine abwechslungsreiche Alternative zum herkömmlichen Spiel nach Noten. Eine Heranführung an das Spielen nach Noten erfolgt erst im siebten Kapitel, nachdem sich der Schüler in der vorangegangenen Lektion, „Spielen nach Gehör“, zunächst an dem Nachspielen der gewählten Volksstücke ausprobiert hat.

Daran schließen sich 28 kleine Stücke, die meisten von Perepelita selbst komponiert. Abschließend wird der junge Spieler noch einmal dazu aufgefordert, selbst kleinere Werke zu komponieren. Wenn er auch diese Lektion mit Bravour bestanden hat, kann er das auf der letzten Seite abgedruckte Zeugnis gemeinsam mit seinem Lehrer unterschreiben – ein gelungener Abschluss, der dem jungen Pianisten viel Motivation zum Bearbeiten des nächsten Bandes bieten dürfte. Peripelitas Schule eignet sich für den Anfängerunterricht, da sie sich nicht nur auf den Prima-Vista begabten Schüler konzentriert, sondern versucht, alle Aspekte zu berücksichtigen, die für das Klavierspiel notwendig sind. Somit bietet sie dem Schüler mehrere Motivationsmöglichkeiten sich auszuprobieren und eigene Stärken zu finden.

Beschriebene Rezensionsobjekte: 

Ich kann spielen!

  • Cleopatra Valentina Perepelita
  • fürr Klavier
  • S. 88
  • 2008
  • Chromatic Edition, Köln
  • ISMN M-700238-28-5
  • Kreative Klavierschule mit Begleit-CD, Band 1
     

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