Es fehlt nicht allein an Geld
Künstler und Kulturschaffende diskutierten im Medienzentrum
Ein Artikel von Michael Backhaus.
Fazit: Der Bund, Länder und Kommunen sollten die Krise als Chance nutzen und ihre Förderpraxis grundsätzlich überdenken. Wichtig bleiben die Förderung der Infrastruktur (Musikschulen und Büchereien) sowie die Vermittlung grundlegender Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen). Wer in jungen Jahren an Literatur und Musik herangeführt wird, wird später auf die Angebote des Kulturbetriebes nicht verzichten mögen – und dafür angemessen zu zahlen bereit sein. Sodann sollte der Staat auf dem Gesetzeswege das private Mäzenatentum beispielsweise durch die Erleichterung von Stiftungsgründungen oder die Einrichtung von Stipendien fördern. Zu den sinnvollen öffentlichen Hilfen für die Kunst zählt die Bereitstellung von Räumlichkeiten oder öffentlichen Plätzen, um Kunstschaffenden Möglichkeiten zur Ausübung ihrer Künste oder schlicht zum Üben zu geben. Dazu bedarf es aber der Koordinierung des Bedarfs und der Möglichkeiten in Kreisen und Kommunen, um mit wenig Aufwand viel zu bewirken. Da kann die Nutzung eines Musikraumes genau so hilfreich sein wie der Einsatz des städtischen Bauhofs. Voraussetzung dafür aber ist, dass die Beteiligten – zum Beispiel Kulturreferenten und Kulturschaffende – sich an einen Tisch setzen und unmittelbar miteinander die Probleme besprechen.
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