Höhepunkt in der Berliner Philharmonie
Orchesteraustausch des Jungen Ensembles Berlin e.V. mit der Akademiska Kapellet der Uni Lund
Ein Artikel von Annette Mende.
Im Gepäck hatten wir die Pulcinella-Suite von Igor Strawinsky und die erste Sinfonie von Johannes Brahms, die wir zunächst in der wunderschönen Aula der Universität Lund zum Besten gaben. Lund ist eine traditionsreiche Universitätsstadt 20 km nördlich von Malmö, im äußersten Süden Schwedens gelegen.
Der romanische Dom aus dem Jahr 1145 und die malerische Altstadt machen die Stadt auch für Touristen attraktiv, doch eigentlich ist Lund, zumindest während der Vorlesungszeit, fest in der Hand der Studenten. Unser Partnerorchester, die Akademiska Kapellet, hat dementsprechend auch viele repräsentative Aufgaben und spielt häufig zu offiziellen Anlässen des Universitätslebens. Dem Orchester werden von der Universität dafür eigene Probenräume zur Verfügung gestellt, ebenso wie die Aula für die regelmäßig stattfindenden sinfonischen Konzerte. Am nächsten Tag spielten wir dasselbe Programm noch einmal in Malmö und bedankten uns anschließend bei unseren schwedischen Gastgebern für die erwiesene Gastfreundschaft mit einem großen Fest.
Für den Gegenbesuch „unserer“ Schweden im Januar 2008 hatten wir uns einiges einfallen lassen: Ein Ausflug zum Schloss Sanssouci in Potsdam mit eigenem Konzert in der Friedenskirche im Schlosspark stand ebenso auf dem Programm wie eine gemeinsame Feier im architektonisch interessanten Haus der skandinavischen Botschaften mitten im Zentrum von Berlin.
Unbestrittener Höhepunkt des Besuches war aber das gemeinsame Konzert im großen Saal der Berliner Philharmonie. Auf dem Programm stand neben der Finlandia von Jean Sibelius, die wir alle zusammen spielten (!), die Sinfonia Concertante für Cello und Orchester von Sergej Prokofjew, gespielt von der Akademiska Kapellet und Stefan Moberg, Student an der Musikhochschule in Malmö und die sechste Sinfonie von Peter Tschaikowsky, die das Sinfonieorchester des Jungen Ensembles Berlin abschließend zum Besten gab. Der Auftritt in diesem weltberühmten Konzertsaal war für uns alle ein unvergessliches Erlebnis und bildete den krönenden Abschluss eines sehr geglückten deutsch-schwedischen Austauschprojektes, das nicht zuletzt dank der finanziellen Förderung durch die Jeunesses Musicales Deutschland so erfolgreich durchgeführt werden konnte.
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