Kopflos
Ein Artikel von Harry P. Loch.
Er vergräbt sich im Spielfeld und wird von einem Fußballspieler kopflos geschossen. Das bezeichnet die Intiative in eigenen Worten als „drastisch-humorvolle Tonalität“. Soll das heißen: Rübe ab, denen, die unauthorisiert kopieren? Die ZKM wurde laut Selbstbeschreibung „ins Leben gerufen, um Branchenkampagnen zur Erhöhung des Filmbesuchs in Deutschland zu entwickeln und durchzuführen.“ Das nennt man also respektvollen Umgang mit Menschen. Die Agentur („Zum goldenen Hirschen“), die diesen Spot entwickelte, stand übrigens auch Pate für die Kampagne „copy kills music“. Man weiß, was man treibt. Dreist kommt eben weiter. So schief das Bild einer kopienlosen Musik war, so menschenverachtend ist die neue Idee, „vermeintlichen“ Raubkopiereren ihre Treiben zu verleiden. Humorvoll?
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