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Nach Veröffentlichung der PISA-Schulstudie steht auch in NRW die Landesregierung unter Druck, Reformen im Bildungssektor durchzuführen. So wurde der großflächige Ausbau von Ganztagsangeboten an Grundschulen angekündigt. Wenn die Musik die Chancen nutzen will, die sich durch die neue Weichenstellung ergeben, müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Mitgliederversammlung des Landesmusikrates am 7. September in Hamm soll hierzu beitragen.
Zur Mitgliederversammlung des Landesmusikrates NRW in Hamm Nach Veröffentlichung der PISA-Schulstudie steht auch in NRW die Landesregierung unter Druck, Reformen im Bildungssektor durchzuführen. So wurde der großflächige Ausbau von Ganztagsangeboten an Grundschulen angekündigt. Wenn die Musik die Chancen nutzen will, die sich durch die neue Weichenstellung ergeben, müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Mitgliederversammlung des Landesmusikrates am 7. September in Hamm soll hierzu beitragen. Schul-Staatssekretär Dr. Meyer-Hesemann wird über die „Entwicklung der Ganztagsschule in NRW” referieren. Da ein mögliches Vorbild für die Einbindung von Musikangeboten die in Rheinland-Pfalz bereits geschlossene Rahmenvereinbarung von Landesmusikrat und Bildungsministerium „Musik in der neuen Ganztagsschule“ sein könnte, ist ein Vertreter des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums für ein Korreferat eingeladen. Im anschließenden Round-table-Gespräch werden sich Vertreter der Ministerien, die schulpolitischen Sprecher der Fraktionen im Landtag und Vertreter des Landesmusikrates über Rahmenbedinungen für eine Einbeziehung von zusätzlichen Musikangeboten in die Ganztagsschule beraten. In diesem Zusammenhang soll darauf hingewirkt werden, dass Musik als „9. Säule“ in ein bestehendes Papier des NRW-Ministeriums „Verlässliche Ganztagsangebote“ aufgenommen wird.Parallel dazu werden den Delegierten der Mitgliedsverbände „Best-Practice”-Modelle für Kooperationen mit Grundschulen und Kindergärten vorgestellt, die eine Anregung für eigenes Engagement geben könnten. Es geht hierbei nicht nur um die Kooperation mit Musikschulen, sondern auch mit Musikverbänden und -vereinen oder zum Beispiel kirchlichen Einrichtungen. Alle Fachleute in NRW sind künftig verstärkt aufgefordert, ihr Know-how in Schulen und Kindergärten einzubringen, damit aktives Singen und Musizieren nicht zum Privileg für wenige wird. Denn mit ausgebildeten Schulmusikern oder musikalisch vorgebildeten Erzieherinnen allein ist der Bedarf nicht zu decken. Etwa 80 Prozent des Musikunterrichts an den Grundschulen werden derzeit von Lehrern abgehalten, die nicht im Fach Musik ausgebildet sind – wenn Musik überhaupt unterrichtet wird.
Die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld „Musikunterricht an Kindergärten und allgemein bildenden Schulen” soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Zum 25-jährigen Bestehen des Landesmusikrates im nächsten Jahr ist eine öffentliche Tagung hierzu geplant.