Schubert meets Marinera Trujillana

Orchesteraustausch: Droste-Hülshoff-Schule, Junges Ensemble Berlin und Orquesta de Barro Peru


(nmz) -
Bereits Monate vor dem Austausch begannen die Vorbereitungen für diese kulturelle Begegnung. Beide Orches-ter studierten das Konzertprogramm ein, es fanden Informationsabende und Sprachkurse statt. Partner vor Ort waren das „Orquesta de Barro“ und Arpegio Perú.
Ein Artikel von Tatjana Merzyn.

Inspiriert vom venezolanischen Jugendorchesterprojekt „El Sistema“ hat sich das 2003 gegründete Projekt Arpegiu Perú zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, Instrumentalunterricht zu ermöglichen und sie durch das Gemeinschaftserlebnis Orchester in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Über ehemalige deutsche Freiwillige, die in Peru unterrichtet hatten, entstand der Kontakt zum Sinfonieorchester der Droste-Hülshoff-Schule und zum Jungen Ensemble Berlin e.V. Durch die Unterstützung etwa durch das Goethe-Institut und die Jeunesses Musicales Berlin konnte das Orchester im April 2010 tatsächlich nach Peru reisen. Mit im Gepäck hatten sie neben ihren eigenen Instrumenten rund 40 gespendete Geigen und Streicherzubehör.

Auf dem Programm standen intensive Probenarbeit mit den Peruanern und sechs Konzerte etwa in der deutschen Schule in Lima, aber auch in einem der ärmsten Viertel der Stadt vor rund 600 Schülern. Dadurch bekamen die deutschen Jugendlichen einen sehr ambivalenten Eindruck von den peruanischen Lebensverhältnissen. Neben klassischen Werken, wie der „Unvollendeten“ von Schubert, wurden auch lateinamerikanische Werke gespielt.
So musizierten die insgesamt rund 90 Jugendlichen zur großen Begeisterung des Publikums auch die „Marinera Trujillana“ – einen sehr populären peruanischen Tanz. Darüber hinaus begleitete ein Reporterteam des größten peruanischen Fernsehsenders den gesamten Aufenthalt. Neben Probenarbeit und Konzerten war auch Zeit für viele andere Aktivitäten, wie zum Beispiel einen „Marinera“-Tanzkurs, gemeinsame Ausflüge und Spiele. So konnten sprachliche Barrieren bald überwunden und viele interkulturelle Freundschaften geschlossen werden. Der zweite Teil des Austauschs fand im September ebenso erfolgreich in Berlin unter anderem mit einem Konzert im Kammermusiksaal der Philharmonie statt. Fortsetzung folgt … Weitere Infos zum Projekt finden Sie unter www.arpegioperu.org.

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