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Gamelan wird gemein


(nmz) -
Ein Artikel von Martin Hufner.

Ausgabe: 
3/03 - 52. Jahrgang

Urheberrechtliche Streitereien sind seit der Beschleunigung der Internets ein stetes Problem: Für die, die derartige Rechte verwerten, für die, die sie nicht kennen wollen und immer böse mit der Kostenlos-Kultur wackeln. Beide Positionen sind so verhärtet und können nicht mehr miteinander umgehen. Was soll der Streit, haben sich die Betreiber von „Creative Commons” (http://www.creative-commons.org) gefragt und eine sehr fein abgestufte Rechtevergabe konstruiert. Die ist gar nicht mal so neu. Den Grundstock bilden drei Prinzipien: 1. Soll der Autor bei Verwendung immer als Autor genannt sein; 2. Ist eine kommerzielle Nutzung gestattet? 3. Sind Veränderungen am Werk gestattet? Alle diese Prinzipien-Fragen kennt man auch im normalen Urheberrecht, das ist nicht das besondere, sondern die dezidierte und differenzierte Vergabe der Rechte durch den Autor. Es gibt nicht mehr nur: alles ist frei, wie bei den Open-Source-Vertretern, oder das alles ist erst einmal gegen die Verwendung geschützt, es sei denn sie wird erlaubt und bezahlt. Hinter „Creative Commons” stecken übrigens nicht einfach amerikanische Freaks sondern auch zahlreiche renommierte Rechtsgelehrte wie Lawrence Lessing und dahinter gleich die Standford Law School. Und mit Hilfe einer durch das Lizensierungsmodell von „Creative Commons” gekennzeichneten Quelle ist es ein leichtes, kreative Leistungen in der Gemeinschaft zu verteilen, sie in der wörtlichsten Form zu „veröffentlichen”, der Öffentlichkeit nutzbar zu machen: zum Beispiel Gamelan-Musik (http://www.ibiblio.org/gamelan/audio/

Not in our name

„Nicht in unserem Namen” nennt sich eine Initiative amerikanischer Bürger, die sich dagegen wehren, dass auch in ihrem Namen Unrecht geschieht (http://www.notinourname.net/). Auf deren Website heißt es: „Das Versprechen des Widerstandes / Wir als Menschen, die in den Vereinigten Staaten leben, glauben, / dass es unsere Pflicht ist, uns den Ungerechtigkeiten zu widersetzen, / die von unserer Regierung – in unserem Namen – begangen wurden.” Unter http://www.notinournamemusic.com gibt es Musik zu dieser Initiative von Saul Williams.

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