Deutsche Nationalstiftung ernennt Kurt Masur zum Ehrensenator
Mit seinen Erfahrungen und seinem Ansehen habe Masur das Anliegen der Stiftung wesentlich gefördert. Der Dirigent war 1993 Gründungsmitglied der Nationalstiftung und gehörte zu den bekanntesten Unterstützern der SED-Opposition. Am 9. Oktober 1989 trug er mit dem Aufruf «Keine Gewalt!» wesentlich zur Stabilisierung der Lage während der Montagsdemonstration von 100.000 Leipzigern bei.
Masur ist neben dem früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, dem Historiker Fritz Stern, dem Soziologen Wolf Lepenies und dem Politikwissenschaftler Karl Dietrich Bracher der fünfte Ehrensenator der Nationalstiftung.
Die Deutsche Nationalstiftung will das Zusammenwachsen Deutschlands und die nationale Identität der Deutschen als Teil eines vereinten Europas fördern. Sie organisiert internationale Jugendprojekte, veranstaltet Tagungen und verleiht jährlich den Deutschen Nationalpreis. 2009 wurden die Schriftsteller Erich Loest, Monika Maron und Uwe Tellkamp für ihre literarische Aufarbeitung von Erfahrungen in der DDR mit der Auszeichnung geehrt. 2010 hatten der Übersetzer polnischer Literatur, Karl Dedecius, und der emeritierte Erzbischof von Oppeln (Polen), Alfons Nossol, den mit 50.000 Euro dotierten Preis erhalten.
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