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Bernhard Goetzke und Lil Dagover in "Der müde Tod" von Fritz Lang. Foto: Murnau-Stiftung
Bernhard Goetzke und Lil Dagover in "Der müde Tod" von Fritz Lang. Foto: Murnau-Stiftung
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Fritz Langs "Der müde Tod" auf der Berlinale 2016

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Berlin - Filmmusik hat im Konzertsaal Konjunktur. Doch nur wenige Dirigenten bringen in Vergessenheit geratene Filmmusikklassiker mit so viel Forscherdrang, Expertise und historischer Informiertheit auf die Bühne wie Frank Strobel. Am 12. Februar 2016 bringt er im Berliner Friedrichstadtpalast im Rahmen der Reihe Berlinale Classics Fritz Langs Film "Der müde Tod" auf die Bühne.

Strobel präsentiert mit diesem Filmklassiker nicht nur die Weltpremiere der digital restaurierten Fassung, sondern bringt auch gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin die neue von ZDF/arte in Auftrag gegebene Filmmusik von Cornelius Schwehr zur Uraufführung.
 
Dass Filme und ihre Musik nicht allein in fiktionale Welten entführen, sondern durchaus den Zeitgeist einer Gesellschaft widerspiegeln, hat Frank Strobel schon mit dem Filmmusikkonzert zum pazifistischen Film J’accuse (Abel Gance, 1919) im November 2015 in der Pariser Salle Pleyel gezeigt.
 
Auch "Der müde Tod" (1921) reflektiert die Überdrüssigkeit einer ganzen Gesellschaft am Sterben nach dem Ersten Weltkrieg. Nicht nur die Menschen verkraften das Sterben nicht länger, auch der Tod selbst hat keine Lust mehr zu töten. In Kombination mit Cornelius Schwehrs Musik wird die Aktualität dieses „Volkslieds in sechs Versen“ deutlich; Dirigent Frank Strobel sorgt für die präzise Verquickung von Bild und Musik.

Termine:

12. Februar 2016, 17 Uhr, Berlin, Friedrichstadtpalast
15. Februar 2016, TV-Premiere Arte
Der müde Tod (im Rahmen der Berlinale Classics)
Film: Fritz Lang, Musik: Cornelius Schwehr (UA)
Frank Strobel, Dirigent
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

 

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