Jubel für Premiere von Umberto Giordanos Revolutionsoper in Bregenz
Für die Neuinszenierung hatte Bühnenbildner David Fielding einen gigantischen Männertorso auf die Bühne im Bodensee gestellt. Er erinnert an Jacques-Louis Davids berühmtes Gemälde «Tod des Marat», das den jakobinischen Revolutionär als malerischen Leichnam in einer Badewanne zeigt. Die Inszenierung des britischen Regisseurs Keith Warner geizte nicht mit Effekten und Massenszenen. Etwa 400 Menschen auf und hinter der Bühne wirkten an dem etwa zweistündigen Spektakel mit.
Am Pult der Wiener Symphoniker stand Ulf Schirmer, Chefdirigent des Rundfunkorchesters des Bayerischen Rundfunks und künftiger Intendant der Leipziger Oper, der das hoch gelobte Soundsystem der Seebühne mit entwickelt hat. Bis zum 21. August soll «André Chénier» insgesamt 24 Mal gezeigt werden. Neben dem «Spiel auf dem See» präsentiert das Festival in den kommenden vier Wochen eine Opern-Uraufführung sowie weitere Höhepunkte aus Theater, Konzert und Avantgardekunst. Rund 200 000 Menschen besuchen alljährlich die Bregenzer Festspiele.
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