Keine Einigung bei Tarifverhandlungen für Bayreuther Festspiele
Die Streikdrohung der Gewerkschaft stehe deshalb «leider immer noch im Raum». Dennoch garantiere die Festspielleitung: «Die Premiere wird stattfinden.» Emmerich betonte, man habe eine große Verantwortung gegenüber dem Publikum. Zugleich warnte er die Gewerkschaft: «Der Imageschaden für die Festspiele, für Bayern, ja für ganz Deutschland wäre enorm», falls die Aufführungen beeinträchtigt würden.
Nach Angaben von ver.di-Bezirksgeschäftsführer Peter Igl liegen beide Seiten «nicht mehr weit auseinander». Knackpunkt sei derzeit das Geld. Konkret gehe es um die Eingruppierung der rund 200 bühnentechnischen Beschäftigten der Festspiele, darunter rund 140 freie Mitarbeiter, in eine Lohntabelle. «Die Arbeitnehmer interessiert natürlich, wie viel sie künftig kriegen», sagte Igl. Außerdem sollen in dem Haustarifvertrag – er wäre der erste in der Geschichte der Wagner-Festspiele - Fragen der Arbeitszeit und der Arbeitsbedingungen festgelegt werden.
Für den 22. Juli, drei Tage vor der Festspielpremiere, wurde eine weitere Verhandlungsrunde vereinbart. Emmerich räumte ein, dass es nun knapp werde, noch eine Einigung zu erreichen. Doch beide Seiten hätten «ein vitales Interesse daran», dass es «nicht zum schlimmsten Fall kommt». Igl sagte, er und seine Gewerkschaftskollege seien selbst «stolz auf die Wagner-Festspiele in unserer Heimatstadt». Es gebe ein gemeinsames Interesse mit den Festspiel-Verantwortlichen, dass alles gut über die Bühne geht. Allerdings hätten die Beschäftigten ein Anrecht auf eine tarifvertragliche Absicherung.
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