Opernsängerin Margaret Price gestorben
Für ihre Verdienste erhielt sie den Titel einer Bayerischen Kammersängerin und wurde in ihrer Heimat 1993 zur «Dame» geadelt. Zuletzt lebte die Sängerin wieder in einem kleinen Ort in Wales und züchtete Hunde.
Den Schwerpunkt im Bühnenrepertoire der walisischen Sorpanistin bildeten zunächst vor allem die großen Partien in Mozart-Opern, vor allem die Donna Anna im «Don Giovanni», die Contessa in «Figaros Hochzeit», die Fiordiligi in «Così fan tutte» und Pamina in der «Zauberflöte». Auch im italienischen Fach war sie zu hören und sang einige Verdi-Partien. Der zweite Schwerpunkt ihrer Tätigkeit waren Liederabende insbesondere mit Werken von Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Richard Strauss.
Einige ihrer Rollenporträts sind auf Tonträgern festgehalten, darunter auch die Isolde, die sie in Carlos Kleibers Tristan-Einspielung von 1982 sang. Der Maestro hatte die Sängerin überraschend für die Aufnahme verpflichtet, obwohl sie die Partie nie auf der Bühne gesungen hatte. Ihre ungewöhnlich lyrische und sehr überzeigend vom Belcanto her gedachte Interpretation gab Kleiber recht.
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