Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2009: András Schiff
Der Klangmagier Schiff (56), der weltweit als einer der feinsinnigsten Interpreten unserer Zeit gilt, teilt seine umfassenden Kenntnisse auch als Kammermusikpartner, Liedbegleiter und Lehrer. Schiff selbst ist überzeugt: „Die Menschen brauchen in unserer lärmigen Zeit Poesie und Wärme.“ Immer wieder hat er diese Mission aufs Schönste erfüllt, wie der Initiativkreis Ruhr betont.
Dem Klavier-Festival Ruhr ist András Schiff seit Jahren verbunden. Zuletzt wurde er vom Festivalpublikum 2008 für seinen Schubert-Abend in der Essener Philharmonie mit Ovationen gefeiert. Am Dienstag, 30. Juni, 20 Uhr, verneigt sich András Schiff im Konzerthaus Dortmund vor dem Genie von Joseph Haydn, dessen 200. Todestag das Klavier-Festival Ruhr mit einem Programmschwerpunkt würdigt. In einem weiten Bogen führt er durch den Klavierkosmos des Komponisten: Vom selten gespielten, launigen Capriccio „Acht Sauschneider müssen seyn“ über Fantasien und Variationen bis zur letzten großen Sonate in Es-Dur, die das Sonatenwerk Haydns meisterhaft vollendet.
Im Haydn-Jahr 2009 überreicht Festival-Intendant Franz Xaver Ohnesorg András Schiff daher die Stahlplastik „Diapason“, die der Düsseldorfer Künstler Friederich Werthmann einer Stimmgabel nachempfunden hat. András Schiff ist damit der zwölfte Träger dieser Auszeichnung nach Bella Davidovich (1998), Daniel Barenboim (1999), Dmitri Bashkirov (2000), Graham Johnson (2001), Leon Fleisher (2002), Pierre-Laurent Aimard (2003), Alfred Brendel (2004), Pierre Boulez (2005), Chick Corea (2006), Martha Argerich (2007) und Maurizio Pollini (2008).
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