Vorsichtiger Optimismus bei Betreibern von Musikspielstätten
Die Umfrage wurde in drei Monaten in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Sachsen durchgeführt. 31 Prozent der rund 2.000 befragten Betreiber geben für die vergangenen drei Jahre einen wirtschaftlich steigenden Trend an, für 46 Prozent blieb die Lage unverändert und 23 Prozent verzeichneten einen negativen Trend.
Spielstätten überwiegend wirtschaftlich stabil
Nach dem Verständnis der «Initiative Musik» sind Spielstätten «Orte, an denen mindestens 25 Konzerte oder musikalische Darbietungen im Verlauf eines Jahres live und in einem festen Gebäude stattfinden. Dort spielen professionelle Musiker und Musikerinnen oder legen professionelle künstlerische DJs auf. Die Größe des Ortes ist auf maximal 2.000 Besucher begrenzt.»
60 Prozent der befragten Einrichtungen verstehen sich eher als Kulturbetrieb, hingegen sehen sich 40 Prozent der Befragten in erster Linie als Wirtschaftsunternehmen. Dabei lag alleine in Nordrhein-Westfalen der Anteil der Wirtschaftsunternehmen deutlich über dem Anteil der Kulturbetriebe.
Fehlende Besucher sind das größte Problem
Als größtes Problem erwiesen sich die Besucherzahlen. Nur 18 Prozent der Spielstätten geben eine Auslastung von über 75 Prozent an, 27 Prozent verzeichnen eine Auslastung von unter 50 Prozent.
Mehr als die Hälfte der Spielstätten wünscht sich Förderung bei Technik und Marketing. Spielstätten könnten Einkaufsgenossenschaften bilden sowie gemeinsame Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leisten, lauteten einige der Anregungen aus der Untersuchung.
Wirtschafts-Staatssekretär Hans-Joachim Otto sagte: «Die Studie definiert drei Handlungsfelder für die Spielstätten: Netzwerke bilden, Vermarktung verbessern und Kosten senken. Daraus können die Akteure auf allen Ebenen - die Betreiber, die Kommunen, die Länder und der Bund - für sich neue Maßnahmen ableiten.»
Dieter Gorny von der «Initiative Musik» sagte: «Wir haben es im Live-Segment mit engagierten Kulturschaffenden zu tun, die klar wissen, was sie brauchen.» Was bislang fehle, sei der Zusammenschluss in einem Netzwerk, damit eine aktive Lobby auf kommunaler, Landes- wie Bundesebene geschaffen werden könne.
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