Wellemeyer : «Ich schäme mich für das ungehörige Verhalten»

01.12.08 -
Magdeburg (ddp-lsa). Der Generalintendant des Theaters Magdeburg, Tobias Wellemeyer, hat den Streik der Philharmoniker von Samstagabend heftig kritisiert. «Ich schäme mich für das ungehörige Verhalten der Orchestergewerkschafter», sagte Wellemeyer am Montag in Magdeburg.
01.12.2008

Es sei vollkommen unverständlich, wie die Musiker eine ausverkaufte Vorstellung und ein Kunstwerk wie die Mozartoper hätten bestreiken können. Die wahren Forderungen der Orchestergewerkschafter blieben darüber hinaus vor der Öffentlichkeit verborgen, sagte Wellemeyer. Es gehe den Philharmonikern weder um mehr Geld, noch um eine Abkopplung vom öffentlichen Dienst. Ihr einziges Ziel sei die Festschreibung von regelmäßigen Lohnerhöhungen, ohne eventuelle Gegenleistungen erbringen zu müssen. Bei einer 24-Stunden-Woche sei die Möglichkeit zur Ausübung von Nebentätigkeiten immens, fügte der Intendant hinzu. Mit der Bestreikung wollten die Musiker ihre «privilegierte Arbeitszeitregelung» zum ewigen Gesetz machen.

Die Magdeburgische Philharmonie hatte am Samstagabend die Aufführung von Mozarts «Zauberflöte» bestreikt. Sie beteiligte sich damit an den bundesweiten Protesten der 90 deutschen Opern- und Konzertorchester. Die Musiker fordern, dass ihre Vergütung weiterhin an die Regelungen des öffentlichen Dienstes gekoppelt ist. Der Deutsche Bühnenverein als Arbeitgeberverband lehnte ab und drohte mit einer Kündigung des Manteltarifvertrags.

 

 

Wellemeyer schämt sich

Herr Wellemeyer,

schämen Sie sich nicht für einen Streik, der dem Orchester als legitimes Mittel für weitere Tarifverhandlungen zusteht, sondern für Ihre beleidigenden Aussagen gegenüber dem Musikerberuf!


Wellemeyer schämt sich (2)

Ich schliesse mich den Kommentar oben an. Ich würde dem Orchester sogar raten, jetzt noch eine Vorstellung zu bestreiken nur wegen seiner unangebrachte und beleidigende Einmischung in dieser Angelegenheit. Ein Intendant darf niemals eine Seite favorisieren sondern muss alle gleich behandeln und dienen: das Publikum, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Hier hat er meine Meinung nach versagt!


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